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Spezial: Zwischen Hühnerfarmen und Autogaragen. New Yorks neues SoHo.


Eingabedatum: 11.08.2011


Rooftopdance

Teil 3: Lesen Sie heute unseren 3. und letzten Teil über die Galerienszene in Buswick.

Ich kann verstehen, wovon sie spricht, als ich ein paar Abende später mit einem Glas hausgemachter Bowle auf einem Fabrikdach in Bushwick sitze, um mir mit gut hundert anderen Gästen experimentelle Tanzperfomances anzusehen. “Rooftopdance” ist eine Sommerserie, die von der Galerie “Norte Maar” mitorganisiert wird und aufstrebenden Choreographen eine Plattform für neue Stücke bietet.

Ein einziger Abend eröffnet dabei ein Spektrum von feinsinnigen, minimalistischen Bewegungsanalysen bis hin zu überbordenden Kostümstücken, in denen eine Drag-Queen-Meerjungfrau auf drei sado-masochistische Musketiere trifft, die pantomimisch die Möglichkeiten eines Schiffstaus ausloten. Bei Sonnenuntergang und mit Blick auf Manhattans Skyline bekommt man hier die Avantgarde zeitgenössischer Bewegungskunst präsentiert und kann auf der anschließenden Party selbst das Tanzbein schwingen.

War Bushwick noch vor ein paar Jahren hauptsächlich als gefährliches Pflaster bekannt und wegen der hohen Kriminalitätsrate in den Schlagzeilen, so scheint sich dieses Bild langsam zu verändern. Dank des jährlich organisierten Festivals “Bushwick Open Studios”, an dem mittlerweile rund 350 Künstler und Galerien teilnehmen, finden Hunderte von Besuchern nicht nur den Weg auf Bushwicks Dächer, sondern sogar in D’Agostinos kleines Wohnzimmer. Und auch in der New Yorker Presse wird das Phänomen “Bushwick” seit einigen Jahren regelmäßig verfolgt. Angesichts dieser wachsenden Aufmerksamkeit (die natürlich auch durch diesen Artikel offenbar wird), scheint eine “Hauptfrage” über der Szene zu schweben: Wird Bushwick letzten Endes die gleiche Entwicklung durchmachen wie SoHo oder Williamsburg, deren Kunstszenen vom eigenen Hippness-Faktor und dem nachfolgenden Immobilienboom erstickt wurden? In vielen Gesprächen zeichnet sich ein gewisser Realismus ab und eine Ahnung, dass dieser utopische Zustand vielleicht nicht ewig anhält und die kreative Gemeinschaft irgendwann vom Markt weggespült oder zumindest verändert wird. Die Frage ist für viele nur: wann? “Es wird wohl eine Weile dauern bis der Immobilien-Wahnsinn von Williamsburg auf Bushwick überschwappt. Der schlechte Ruf und die kriminelle Vergangenheit des Viertels tragen vermutlich zu dieser Verzögerung bei.” so vermutet Elle Burchill. “Vielleicht haben die Künstler hier auch von den Entwicklungen anderer Bezirke gelernt und sind besser vorbereitet, den Veränderungen zu widerstehen. Das hoffe ich zumindest.”

Factory Fresh, factoryfresh.net
Microscope Gallery, microscopegallery.com
Centotto, centotto.com
Storefront Gallery: storefrontbk.com
Regina Rex: reginarex.org
Rooftopdance: rooftopdance.com

Eine Karte mit einer Übersicht aller Galerien in Bushwick findet man hier: bushwickbk.com


Verena Straub



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