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ZONA DEFORMABILE

Von öffentlichen und privaten Räumen

16.09. - 28.10.18 | kunst galerie fürth, Fürth
Eingabedatum: 08.09.2018

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Susann Gassen Der gute Geschmack - Fünfziger Jahre 2011 Acryl auf Leinwand 126 x 156 cm Privatsammlung Frankfurt a.M. Foto: Horst Ziegenfusz © VG Bild-Kunst Bonn, 2018bilder

Anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Eigenständigkeit der Stadt Fürth widmet die kunst galerie fürth ihr Jahresprogramm den Themen Architektur, Stadt, Urbanität. Auch die Ausstellung »ZONA DEFORMABILE - Von öffentlichen und privaten Räumen« der Gastkuratorin Natalie de Ligt greift die Thematik auf.

In der Gruppenausstellung mit Maaz Ali (Nürnberg), Susann Gassen (Mainz), Jörg Obergfell (Köln), Corinna Schnitt (Braunschweig), Nina Weber (Nürnberg) und den Weltanschauungsbeauftragten (Nürnberg) werden Arbeiten gezeigt, bei denen weniger architektonische und gestalterische Aspekte von Innen- und Außenraum im Vordergrund stehen, sondern vielmehr das, was durch die Beschaffenheit und den Zustand von Räumen oder durch den Umgang mit ihnen transportiert wird. Hierbei zeigt sich unter anderem, dass zwischen dem Privaten und Öffentlichen bzw. dem Individuellen und Kollektiven nur flexible Grenzen gezogen werden können. So, wenn etwa vermeintlich Privates durchaus gesellschafts-politische Relevanz und Zündstoff birgt wie bei Susann Gassen, oder wenn das heimische Wohnzimmer in seiner Funktion als Schutzraum ad absurdum geführt wird wie bei Corinna Schnitt. Nina Webers farbige Zeichnungen zeigen kammerartige Innenräume, die zur hermetischen Herberge von individuellen wie kollektiven Ängsten und Sehnsüchten werden. Manche der ausgewählten Arbeiten, wie jene von Jörg Obergfell und den Weltanschauungs-beauftragten (Martin Fürbringer, Philipp Moll †), fokussieren – bisweilen mit satirisch-ironischem Humor – auf Stadtraum und Architektur als Ausdruck eines gesellschaftlichen Zustands oder einer Haltung der Gesellschaft zu Kultur. Maaz Alis Zugriff auf den öffentlichen Raum erfolgt hingegen ganz ungefiltert nach dem Prinzip der Aneignung durch unermüdliches zeichnerisches Memorieren.

»ZONA DEFORMABILE« meint in der Übersetzung die Knautschzone beim Auto. Im Deutschen kann der Begriff auch im übertragenen Sinn Anwendung finden. Das italienische »deformabile« wiederum weckt die Assoziation zu Zuständen, Situationen oder Dingen, die veränderlich, flexibel oder gar prekär sein können.

kunst galerie fürth
Königsplatz 1
90762 Fürth

kunst-galerie-fuerth.de

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