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Lake Verea. Paparazza Moderna

02.02. - 07.07.2019 | Vitra Design Museum, Weil am Rhein
Eingabedatum: 24.01.2019

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Lake Verea fotografieren das »VDL House« (1932) von Richard Neutra, Silverlake, Kalifornien Paparazza Moderna Serie, 2011–2018 © Lake Vereabilder

Im Frühjahr 2019 präsentiert das Vitra Design Museum in seiner Gallery die erste Einzelausstellung des mexikanischen Künstlerduos Lake Verea in Europa. Für ihr laufendes Projekt »Paparazza Moderna« komponieren die beiden Künstlerinnen poetische Porträts der Wohnhäuser berühmter moderner Architekten. Francisca Rivero-Lake und Carla Verea nähern sich diesen Gebäuden wie Paparazzi – spontan und ohne Vorankündigung – um ihre Sujets ungeschönt und ganz privat einzufangen. Lake Vereas evokative Fotografien von Einfamilienhäusern nach Entwürfen von Walter Gropius, Marcel Breuer, Richard Neutra, Rudolph M. Schindler, Ludwig Mies van der Rohe und Philip Johnson entstanden zwischen 2011 und 2018 während verschiedener USA-Reisen des Duos. In der Ausstellung werden 24 Werke gezeigt, darunter Fotografien und eine Videocollage. Die von Lake Verea als »architektonische Porträts« bezeichneten Kompositionen bestehen aus zwei bis zehn Motiven. Die Künstlerinnen behandeln die Häuser wie lebendige Persönlichkeiten und bieten einen spielerischen, manchmal auch voyeuristischen Blick auf die komplizierten, zwischenmenschlichen Beziehungen dieser großen Architekten des 20. Jahrhunderts.

Mit der Präsentation ihres laufenden Projekts »Paparazza Moderna« bieten Lake Verea einen zugleich persönlichen und zeitgenössischen Blick auf die Werke einiger Protagonisten der modernen Architektur. Die Ausstellung ist in drei Kapitel aufgeteilt, welche sich jeweils zwei Architekten widmen, die durch komplizierte berufliche und persönliche Beziehungen miteinander verbunden waren. In Anlehnung an die Sprache von Klatschmagazinen, bezeichnen Lake Verea
diese in Hassliebe miteinander verbundenen Paare als »frenemies«.

Das erste Kapitel dreht sich um die Arbeitsbeziehung zwischen Richard Neutra (1892–1970) und Rudolph M. Schindler (1887–1953). Die beiden gebürtigen Österreicher hatten sich bereits 1912 in Wien kennengelernt und emigrierten beide in die USA: Schindler schon 1914, Neutra erst zehn Jahre später. Von 1925 an lebten sie mit ihren Familien in einem von Schindler eigens für experimentelle Wohnformen entworfenen Haus in Los Angeles. Die Architekten arbeiteten gemeinsam an mehreren Projekten, gingen nach privaten und beruflichen Konflikten jedoch getrennte Wege. Ausgehend von der gemeinsamen Zeit, die Neutra und Schindler in dem berühmten Kings Road House lernten sich am Bauhaus in Weimar kennen und gingen beide 1937 in die USA, um an der Harvard University zu lehren. Als ein wohlhabender Gönner ihnen finanzielle Mittel und Bauland zur Verfügung stellte, errichtete jeder ein eigenes Wohnhaus in nur wenigen hundert Metern Abstand vom anderen: das Gropius-Haus (1937) steht auf einer Anhöhe, das Breuer-Haus (1937) am Fuß derselben. Nach mehreren gemeinsamen Projekten gehen Gropius und Breuer jedoch ihrer Wege, die Freundschaft bricht auseinander.

Das dritte Kapitel widmet sich dem deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) und dem einzigen gebürtigen US-Amerikaner in der Ausstellung, Philip Johnson (1906–2005), der als Kritiker, Kurator und Architekt überaus produktiv war. Johnson hatte Mies 1929 bei einer Reise nach Berlin kennengelernt und war Co-Kurator einer bahnbrechenden Ausstellung über Mies, Gropius, Neutra und Breuer am Museum of Modern Art in New York. Später ließ er seine Arbeit dort vorübergehend ruhen, um bei Gropius und Breuer an der Harvard University Architektur zu studieren. Johnson und Mies sollten bei mehreren Projekten zusammenarbeiten, von denen das Seagram Building (1956) in New York wohl das bekannteste ist. Nach wie vor wird viel darüber spekuliert, inwieweit Johnson sich bei seinem Glass House (1949) von Mies’ stilprägendem Farnsworth House (Entwurf 1945, Fertigstellung 1951) inspirieren ließ.

Vitra Design Museum,
Charles-Eames-Straße 2,
79576 Weil am Rhein,
Germany
www.design-museum.de

Presse




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