Europäische Kunsthalle Köln (16.3.2005)


Eingabedatum: 16.03.2005


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Die Einrichtung der "Europäischen Kunsthalle Köln" ist der Versuch, tragfähige Modelle des Lokalen im Findungsprozess europäischer Kultur zu entwickeln. Jetzt ist der neue Gründungsdirektor gefunden: Nicolaus Schafhausen

"Die Europäische Kunsthalle Köln hat einen Gründungsdirektor. Nicolaus Schafhausen, zur Zeit Leiter des Frankfurter Kunstvereins, wird bereits im Sommer 2005 mit seiner Arbeit in Köln beginnen.

Ein international besetzter Gründungsrat unter Vorsitz von José Lebrero Stals (Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla) hat sich nach Anhörung von sechs Kandidatinnen und Kandidaten, die in der Endauswahl waren, einstimmig für Schafhausen entschieden. Stals: "Sein zukunftsorientiertes Konzept, seine institutionelle Erfahrung, sein internationales Netzwerk und seine gute Kenntnis der lokalen Bedingungen haben uns überzeugt."

Mit der Verpflichtung von Nicolaus Schafhausen ist dem Verein das Loch e.V., der diesen Modellversuch einer frei initiierten Kunsthalle ins Leben gerufen und mit einer erfolgreichen Benefiz-Auktion finanziell unterfüttert hat, ein Coup gelungen. Schafhausen hat in der Kunstszene Gewicht und schon mehrfach bewiesen, dass er Institutionen wach küssen kann. In der Neugründung der Europäischen Kunsthalle Köln sieht er eine einmalige Chance, die nicht nur die Kunstlandschaft in Köln nachhaltig verändern wird: "Es wird darum gehen, eine solch wichtige Neugründung nicht aus dem bestehenden Mangel heraus zu entwickeln, sondern aus einer breit angelegten Vision, wo die Potentiale von Kultur in gesellschaftlicher Zukunft liegen können. Nicht die standortspezifische Adaption des Modells "Kunsthalle" soll im Zentrum der Überlegungen stehen, sondern die Entwicklung eines Modells, das über den Kernbereich Kunst hinausgehende Perspektiven für eine urbane Stadtgesellschaft eröffnet."

Nicolaus Schafhausen wurde 1965 in Düsseldorf geboren. Zusammen mit Markus Schneider gründete er die Galerie Lukas & Hoffmann, die er bis 1994 in Berlin und Köln betrieb. 1995 konzipierte Schafhausen zusammen mit Klaus Biesenbach die vielbeachtete und kontrovers diskutierte, internationale Ausstellung "nach Weimar" im Landesmuseum Weimar. Von 1995 bis 1998 war Schafhausen Leiter des Künstlerhauses in Stuttgart, wo er mit dem "Umbauraum" ein neues konzeptionelles Verständnis von Kunstinstitutionen zur Diskussion stellte. Seit 1999 leitet er den renommierten Frankfurter Kunstverein und machte ihn zu einem international beachteten Haus. Für seine kuratorische Leistung erhielt Schafhausen zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2003 den hessischen Staatspreis für Kultur. Als freier Kurator initiierte er für das Nordic Institute for Contemporary Art mit Sitz in Helsinki gemeinsam mit Lars Bang Larsen und Christina Ricupero das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt "Populism" (Populismus), das von April bis September 2005 in sieben europäischen Ländern, u.a. am Stedelijk Museum, Amsterdam, dem National Museum for Art, Architecture and Design, Oslo, und dem Centre for Contemporary Art in Vilnius stattfindet.

Die Mitglieder im Gründungsrat der Europäischen Kunsthalle Köln: Daniel Birnbaum (Städelschule und Portikus Frankfurt), Yilmaz Dziewior (Kunstverein Hamburg), Ulrike Groos (Kunsthalle Düsseldorf), Hans Ulrich Obrist (Musée d´Art Moderne, Paris), Lioba Reddeker (basis wien), Kathrin Rhomberg (Kölnischer Kunstverein) und José Lebrero Stals (CAAC, Sevilla). Der Vorstand des Loch e.V.: Rosemarie Trockel (Vorsitzende), Marcel Odenbach, Kasper König, Uta Brandes, Michael Erlhoff, Lilian Haberer, Udo Kier, Bernd Kniess, Kathrin Luz und Meyer Voggenreiter." (Presse)

www.das-loch.net

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