Die Gruppe SPUR, der Pop und die Politik

    Dritte Welle

    25.5.–8.9.2013 | Kunsthalle zu Kiel
    Eingabedatum: 22.05.2013

    bilder

    „Wir sind die dritte Welle. Wir sind ein Meer von Wellen.“

    Mit diesen Sätzen beschrieb sich die Künstlergruppe SPUR, eine der wichtigsten deutschen Künstlergruppen der Nachkriegszeit. Die Gruppe existierte nur wenige Jahre von 1957-1965. Von Anfang an suchte sie die Begegnung mit Gleichgesinnten im internationalen Kontext. In ihrem Manifest verstanden sich die SPUR-Künstler als jeweils „dritte Welle“ in der Tradition von Tachismus, Dada, Futurismus und Surrealismus.

    Mit der Gruppe SPUR verbinden sich die Namen ihrer Gründer Lothar Fischer (1933-2004), Heimrad Prem (1934-1978), Helmut Sturm (1932-2008) und H. P. Zimmer (1936-1992), der Aufbruch deutscher Kunst nach 1945 und die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen. Ihre Malerei spiegelt Aufruhr, und ihr 1958 publiziertes Manifest liest sich wie ein Aufstand gegen jeden und alles: gegen die Demokratie, gegen einen wie auch immer gearteten Wahrheitsbegriff, für Individualismus, für die Freiheit der Kunst und den Irrtum, den Kitsch und den Nihilismus. Die Gruppe äußerte sich entschieden gegen eine Verwissenschaftlichung der Kunst („Instrument der technischen Verblödung“), gegen die Abstraktion („hundertfach abgelutschtes Kaugummi“) und die Annäherung von Kunsthistorikern („machen aus jeder notwendigen geistigen Revolution ein intellektuelles Tischgespräch“).
    Die Ausstellung in der Kunsthalle zu Kiel widmet sich der Gruppe SPUR in all ihren Facetten. Sie blickt zurück auf jene Kunst, mit der sich die SPUR-Künstler auseinandergesetzt haben und die sie geprägt hat, darunter Max Beckmann, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emil Nolde, Max Ernst und Jackson Pollock.

    „Dritte Welle“ fragt nach dem, was das Spezifische der SPUR-Malerei ist, und zeigt das Verbindende ebenso wie das Individuelle der Künstler auf. Viele der Kunstwerke und Dokumente der Gruppe SPUR sind bisher noch nie oder nur selten ausgestellt gewesen. Die Schau zeichnet zudem den internationalen Kontext nach, in dem sich die Künstler bewegten und durch den sie zunächst Bestätigung fanden, der aber auch zu ihrem Ende führte: Der enorme Erfolg der amerikanische Pop-Art in Europa lenkte den Blick weg von jener experimentellen Malerei, die die Gruppe SPUR betrieben hatte. Die künstlerische wie gesellschaftskritische Dynamik der Gruppe bewahrt bis heute eine Aktualität, die von Gegenwartskünstlern aufgegriffen und weiterführend rezipiert wird, unter anderem in Positionen von Martin Kippenberger, Albert Oehlen, Daniel Richter und Jonathan Meese.

    Künstler:
    Lothar Fischer, Heimrad Prem, Helmut Sturm, HP Zimmer

    Karel Appel, Hans Matthäus Bachmayer, Thomas Baldischwyler, Giacomo Balla, Max Beckmann, Bernadette Corporation, Max Ernst, Guy Debord, Jean Dubuffet, Carsten Fock, Reinhold Heller, Gerhard Hoehme, Asger Jorn, Wassily Kandinsky, Martin Kippenberger, Paul Klee, Uwe Lausen, Lucebert, Malanggan, Jonathan Meese, Albert Mertz, Heino Naujoks, Emil Nolde, Albert Oehlen, Hans Platschek, Jackson Pollock, Daniel Richter, Helmut Rieger, Antoni Tàpies, Wols, Maurice Wyckaert


    Kunsthalle zu Kiel
    Düsternbrooker Weg 1
    24105 Kiel
    Tel.: +49 431 880 57- 55
    kunsthalle-kiel.de

    pm








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    H P. Zimmer

    HP Zimmer, „Malanggan“, 1966/1968, Öl auf Leinwand, 190 x 140 cm, SPUR-Archiv, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2013bilder


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