Goslarer Kaiserring 2016 an Jimmie Durham

Künstler, Dichter und Aktivist

Goslar
Eingabedatum: 11.01.2016

bilder

„Unerwartete Assoziationen, die die Sicht auf die Realität mit Scharfsinn und Humor verändern“
Der Goslarer Kaiserring 2016 geht an den US-amerikanischen Künstler, Dichter und Aktivisten Jimmie Durham

Jimmie Durham erhält den Goslarer Kaiserring des Jahres 2016, einen der renommiertesten Kunstpreise der Gegenwart. Das gab Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk heute beim traditionellen Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekannt. Der 75-jährige US-amerikanische Künstler, Dichter und Aktivist, der heute in Berlin lebt, gilt international als bedeutender Künstler der Gegenwart. „Die Verleihung dieses Preises erfüllt mich mit großer Demut und Freude. Es ist eine große Ehre“, äußerte sich Durham. Jimmie Durham wird den Kaiserring am 8. Oktober 2016 in Goslar entgegen nehmen.

In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury u.a.: „Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Performances, Videos und Fotografien: Das Oeuvre von Jimmie Durham ist vielgestaltig und resultiert oft aus dem Prozess der Zusammen- und Gegenüberstellung von Werkstoffen oder gefundenen Objekten. Seine aus natürlichen oder gefertigten Materialien, aus Überresten oder Abfällen geschaffenen Werke ergeben unerwartete Assoziationen, die die Sicht auf die Realität mit Scharfsinn und Humor verändern. Das Werk Jimmie Durhams kann keiner künstlerischen Bewegung zugeordnet werden, sondern geht über alle vorhandenen Klassifizierungen hinaus. Seiner permanenten Forderung nach Freiheit folgend, trachtet der Künstler stets danach, jeglichem hierarchischen System zu entkommen. Aufgrund des hohen Anspruchs, den er sich selbst stellt, wie auch seiner höchst poetischen Auffassung wegen, ist seine Arbeit einzigartig und kann insofern in eine Kontinuität mit jenen Künstlern, die bisher mit dem Goslarer Kaiserring-Preis ausgezeichnet wurden, gestellt werden… Die Beziehung, die Jimmie Durham zur Welt unterhält, ist sehr persönlich. Auf natürliche Weise eignet er sich an, was uns ethnisch weit entfernt scheint, und lässt uns das fremd erscheinen, was uns vertraut ist: „Wenn ich ein Stück Holz sehe, den Schädel eines Hundes, eine Plastikflasche, dann fühle ich, dass es da eine Verbindung gibt. Jeder dieser Gegenstände hat eine politische und materielle Geschichte, die ähnlich meiner eigenen ist“.“

Kaiserring Goslar
Der Goslarer Kaiserring ist einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst. Er wird seit 1975 verliehen. Die ersten Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Nam June Paik, Christo, Cindy Sherman oder Jenny Holzer. Vor Jimmie Durham erhielten in den letzten Jahren unter anderem Andreas Gursky, Bridget Riley, David Lynch, Olafur Eliasson, Wiebke Siem und Boris Mikhailov den Preis.

moenchehaus.de/

Presse










Daten zu Jimmie Durham:


- 13. Istanbul Biennale,Istanbul

- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Bienal de Sao Paulo, 2010

- BIENNALE OF SYDNEY 2004

- Biennale Venedig 2013

- daad Stipendiat

- Das imaginäre Museum, 2016

- documenta 13, 2012

- documenta 9, 1992

- Frieze London 2013

- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015

- Göteborg Biennial for Contemporary Art, 2011

- Gwangju Biennale, 1997

- Gwangju Biennale, 2004

- Istanbul Biennial, 1997

- kurimanzutto - Gallery

- Migros Museum, Sammlung

- MoMA Collection

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Sharjah Biennial 12, 2015

- Taipei Biennale 2012

- Under Destruction, Basel - Museum Tinguely, Basel

- Whitney Biennale 2006

- Whitney Biennale 2014

- Wien Lukatsch - Galerie

Weiteres zum Thema: Jimmie Durham



Ad Absurdum - MARTa Herford (18.4.-27.7.08)


"Ad Absurdum. Energien des Absurden von der klassischen Moderne zur Gegenwart" ist eine Themenausstellung im Herforder Museum MARTa, die den den Erscheinungsformen des Absurden in der Kunst von der Moderne bis heute nachgeht. Die lange Künstlerliste (s.u.) lässt erahnen, dass das Absurde seit dem Dadaismus immer wieder in der künstlerischen Auseinandersetzung eine Rolle spielt.
Während die Dada-Künstler häufig ganz gezielt absurde Ausdrucksformen wählten, wird in den folgenden Künstlergenerationen mit dem spannungsvollen Moment zwischen einer sinnwidrigen Welt einerseits und der Sehnsucht des Menschen nach Sinn und sinnvollem Handeln andererseits stetig weiter experimentiert.
In der Städtischen Galerie Nordhorn (nordhorn.de) zeigen junge Künstler parallel die Ausstellung "Ad Absurdum - Zeitgemäße Apparate"(20. April bis 8. Juni 2008), in der sie sich damit auseinandersetzen wie gewohnte Erfahrungen heutzutage aufgebrochen werden. Bei der Ausstellung handelt es sich um eine einmalige Kooperation mit dem MARTa.

Künstlerliste:
Jost Amman, Joseph Beuys, Jurgen Bey, Guillaume Bijl, Erwin Blumenfeld, Michaël Borremans, Hieronymus Bosch, Katharina Bosse, Constantin Brancusi, Sebastian Brant, George Brecht, Marco den Breems, André Breton, Marcel Broodthaers, Veronica Brovall, John Cage, Rui Chafes, Jake and Dinos Chapman, Giorgio de Chirico, Kathryn Cornelius, Philipp Corner, matali crasset, Wim Delvoye, Matthias Drechsler, Felix Droese, Marcel, Duchamp, Jimmie Durham, Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Max Ernst, Nick Ervinck, Robert Filliou, Katharina Fritsch, Dorothee Golz, J. J. Grandville, Kristján Gudmundsson, David Hammons, Al Hansen, Raoul Hausmann, Jürgen Heckmanns, Geoffrey Hendricks, Dick Higgins, Andreas Hofer, Ottmar Hörl, Séverine Hubard, Dorothy Iannone, Jan van Imschoot, Marcel Janco, Paul Joostens, David Kaller, Tadeusz Kantor, Allan Kaprow, Krištof Kintera, Martin Kippenberger, Milan Knížák, Imi Knoebel, Alison Knowles, Jiří H. Kocman, Arthur Koepcke, Surasi Kusolwong, Ulrich Lamsfuß, Anna Lange, Le Corbusier, Zoe Leonhard, Via Lewandowsky, Zbigniew Libera, Edward Lipski, George Maciunas, Rene Magritte, Jacques Mahé de la Villeglé, Dirk Martens, Fabio Mauri, Jonathan Meese, Rik Meijers, Larry Miller, Thomas Mohren, Otto Muehl, Bruce Nauman, Chris Newman, Honoré d’O, Meret Oppenheim, Eduardo Paolozzi, Géza Perneczky, Francis Picabia, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Emilio Prini, Man Ray, Odilon Redon, Tobias Rehberger, Tejo Remy, Thomas Rentmeister, Jason Rhoades, Georges Ribemont-Dessaignes, Mimmo Rotella, Dieter Roth, Michael Rutkowsky, Michael Sailstorfer, Takako Saito, Fabian Sanchez, Wilhelm Sasnal, Sebastian Schmieding, Tomas Schmit, ManfreDu Schu, Kurt Schwitters, Michael Sellmann, Hannes Van Severen, Floria Sigismondi, Nedko Solakov, Louis Soutter, Daniel Spoerri, Klaus Staeck, André Thomkins, Rosemarie Trockel, Susan Turcot, Pieter van der Heyden, Koen Vanmechelen, Ben Vautier, Wolf Vostell, Friederike Warneke, Emmett Williams, Carmelo Zagari

Abbildung: Guillaume Bijl
Sorry, 1987
Holz, Kunststoff
8 x 15 x 15 cm
Sammlung S.M.A.K. (Stedelijk Museum voor Actuele Kunst) Gent
Foto: Dirk Pauwels
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Öffnungszeiten: Montags geschlossen, Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11.00 bis 18.00 Uhr.
Jeden 1. Mittwoch im Monat 11.00 bis 21.00 Uhr.

MARTa Herford
Goebenstraße 4 - 10
D - 32052 Herford
phone +49 (0) 52 21/99 44 30 - 27

martaherford.de

Gregor Schneider erhält Günther-Peill-Preis 2008


Der mit 25.000 EUR dotierte Günther-Peill-Preis wird alle 2 Jahre am Leopold-Hoesch-Museum in Dueren verliehen: Preisträger 2008 ist Gregor Schneider (geb. 1969 / Rheydt). Gregor Schneider wird außerdem mit einer Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum und einem Katalog geehrt.

Der Künstler wurde u.a. durch das "Tote Haus Ur" auf der Biennale in Venedig 2001 einem größeren Publikum bekannt. Danach erregte er mit seinem schwarzen Kubus, gebildet nach der Kaaba in Mekka, viel Aufmerksamkeit. Das Werk, das ursprünglich für Venedig geplant war, realisierte Schneider 2007 in Hamburg.

Leopold-Hoesch-Museum Dueren c/o Papiermuseum Dueren I Wallstr. 2-8 I 52349 Dueren I 02421 2525-61

museum-dueren.de

Die Günther-Peill-Stiftung verleiht zusätzlich aller 2-3 Jahre zwei Förderstipendien, die mit 18.000 EUR ausgestattet sind sowie mit einer Einzelausstellung im Leopold-Hoesch-Museum und einem Katalog. Die diesjährigen Preisträger sind: Sven Johne und Michael Sailstorfer.

Bisherige Peill-Preistraeger waren Thomas Schütte, Rosemarie Trockel, Fischli/Weiss, Jimmie Durham sowie Tamara Grcic.

Weitere Informationen zu Preis und Stipendium, der Stiftung und dem Leopold-Hoesch-Museum finden Sie unter: peillstiftung.de


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