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Zwischentöne. Malerei. Mona Höke

Zwei Ausstellungen

05.07. – 31.08.2014 | Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Eingabedatum: 06.07.2014

bilder

Das Zusammenspiel der Sommerausstellungen im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus – einer mit „Zwischentöne. Malerei“ betitelten Einzelausstellung der in Cottbus lebenden Künstlerin Mona Höke sowie der Gruppenausstellung „Zwischenräume“, die Arbeiten von Künstlerinnen wie Miriam Cahn, Hanne Darboven u. a. gleichzeitig Werken von Mona Höke gegenüberstellt – fokussiert auf die Schnittstelle zwischen Malerei und Zeichnung, die durch den spezifischen Umgang mit dem Medium eine explizite Verräumlichung des Bildes herstellt. Das künstlerische Bild formuliert somit den Anspruch nach einem Realraum.

Wie ein roter Faden zieht es sich von Anfang an durch das Werk der Cottbuser Malerin und Grafikerin Mona Höke (geb. 1971). Auf ihren Papieren und Leinwänden verschwistern sich Schreiben, Zeichnen und Malen auf eigentümliche Weise. Die Künstlerin durchstreift auf sehr verschiedenen Pfaden das Spannungsfeld zwischen Schriftbild und Malgrund, zwischen Zeichensetzung und Farbauftrag. Das hat ihre Kunst in den letzten Jahren zu einem Höhepunkt geführt. Einerseits bieten Dichtungen, wie die von Ingeborg Bachmann, reichlich Anregung, andererseits ist es immer wieder die literarische und kalligrafische Form des Briefes, die in Bildhaftes Übertragung findet.

Aus vielschichtigen Farbsetzungen und kritzliger Einschreibung kommen die jüngeren Malereien von Mona Höke hervor. Da begegnen sich große Pinselschwünge und kleine Malstrukturen. Sie verflechten sich und bilden mal ein wuchermildes ornamentales Gewebe, mal eine Lebensspur in Figurandeutungen. Träumerische Kurvaturen und spurhafte Andeutungen gewinnen eine Leichtigkeit, die weniger in spontaner Niederschrift, sondern vielmehr im sich überlagernden Wechselspiel zwischen intuitiver Formsetzung und sorgsamer Antwortsuche hervorwächst. Die Bilder bestehen häufig aus mehreren Schichten der Über-arbeitung, was sich als ein Grundprinzip der Kunstpraxis von Mona Höke herausschält. Reduzieren oder Abwaschen, Zerschneiden und Neuzusammenfügen offenbaren sich in diesem Prozess als wesentliche Schritte. So verdichten sich die Werke – nicht selten über einen längeren Zeitraum – zu lebendigen Schichtwesen.

Im Gegenüber mit Arbeiten von Künstlerinnen wie Hanna Darboven oder Miriam Cahn werden Bilder von Mona Höke in der parallel laufenden Ausstellung „Zwischenräume“ spannungsvoll kontextualisiert und eingebunden.


2. Ausstellung

Zwischenräume

mit Solveig K. Bolduan, Miriam Cahn, Hanne Darboven, Mona Höke, Rosemarie Trockel

vom 05.07. bis 31.08.2014

Die Ausstellung „Zwischenräume“ stellt Arbeiten von Künstlerinnen vor, die an der Schnittstelle von Zeichnung und Malerei oder Zeichnung und Performance bzw. Zeichnung und Skulptur angesiedelt sind. Die Künstlerinnen beschränken sich in ihren Darstellungen nicht darauf, Räume und Körper abzubilden, vielmehr stellen sie diese geradezu her. Teilweise fast monumental und doch subtil formulieren die in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen seit den 1970er Jahren Bild-Erzählungen und Bild-Welten, die die konventionellen Artikulationsformen umkodieren: der Bildraum wird zum Realraum, zum symbolischen Handlungsraum.

Weder politischen noch ästhetischen Ideologien verschrieben, eröffnen die Arbeiten vielfach einen (Ein-)Blick in die Basisbedingungen des Menschseins. Hierbei werden insbesondere Themen, die gemäß tradierter Zuschreibungen in die weibliche Domäne fallen, über die Bilder vergegenwärtigt: Körper, häusliche Sphäre, Geschlechter- und Rollenverhältnisse etc.


Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Montag geschlossen

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KUNSTMUSEUM DIESELKRAFTWERK COTTBUS
Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus

Uferstraße / Am Amtsteich 15
03046 Cottbus

museum-dkw.de



Pressemitteilung




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