Logo art-in.de


wow! Woven?

Entering the (sub)Textiles

13. 06. - 10. 09. 2015 | Künstlerhaus Halle für Kunst & Medien, Graz

Das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien präsentiert mit wow! Woven? Entering the (sub)Textiles eine Ausstellung über zwei Ebenen des Hauses, die sich den vielfältigen Fragen widmet, die „Textilien“ als Medium und Material in einer an Vernetzungsmetaphern reichen Gegenwart in der Auseinandersetzung zeitgenössischer Kunstpraxen einnehmen.

Seit jeher in nahezu allen Kulturen in gesellschaftsprägender Verwendung scheint das Textile geradezu prädestiniert für inhaltliche politische Aufladung, Verwendung und Betrachtung auch außerhalb handwerklicher Kontexte und dessen Verhandelbarkeit auf einer künstlerischen Ebene. Präzise Befragungen hinsichtlich seiner allgemeinen Vertrautheit, seiner sinnlichen Qualität, seiner ihm primär eingeschriebenen Merkmale und seines über Jahrtausende global entwickelten Reichtums an Webarten, Texturen und Arbeiten unternahmen in jüngerer Vergangenheit zahlreiche große und umfassende Ausstellungs-projekte, die zu einer Renaissance und einer Neubewertung des Textilen beitrugen und seine die klassisch-hierarchische Werk-, Bild- und Objektbegriffe hinterfragende Qualität betonen konnten. wow! Woven? Entering the (sub)Textiles akzentuiert seinen Ausstellungsfokus schwerpunktmäßig auf Arbeiten, die Aspekte künstlerisch investigativer Auseinandersetzungen mit der Geschichte und Rolle der Textilindustrie innerhalb einer kapitalistischen Form der Warenproduktion und der Art der Organisation der Produktionsweisen dabei anführen.

Ausstellungsteilnehmer Rubén Grilo etwa kehrt anhand einer Reihe von Denim-Stoff-Arbeiten den Beginn der Industrialisierung als einen Wendepunkt unserer Beziehung mit Technologien hervor: Einst Synonym für einen strapazierfähigen Stoff der arbeitenden Klasse und später Symbol westlich individueller Freiheitsversprechen werden heutzutage Abnutzungs-erscheinungen der Jeans in digitalen Prozessen designt und durch Laserbestrahlung vorgenommen, noch ehe sie in den Handel gelangen. Ein Akt, welcher die eine Jeans vormals spezifisch abnützende Faktoren wie Arbeit, Körper und Zeit zur bloßen Simulation verkommen lässt und damit veränderte Körper-Arbeit-Verhältnisse verdeutlicht. Die Künstlerin Sascha Reichstein wiederum untersucht in ihrer großen installativen Video-Arbeit „The Production of Tradition" anhand der ausgesourcten Herstellung traditioneller Bekleidung am Beispiel der Trachten-Lederhose in Sri Lanka unter anderem die Auflösung einstiger örtlichen Entsprechungen folgende Formen der Verarbeitung und dem vorausgehenden Verlust traditioneller Handwerks-techniken, regionaler Unterscheidbarkeit sowie Möglichkeit lokaler Zuordnung.

Die weitreichende Geschichte der bis heute unverändert prekären Arbeitsverhältnisse innerhalb der Textilindustrie und des revolutionären Potenzials der Textil-Arbeiter_innen gegen diese Missstände thematisiert Judith Raum in ihrer in der Ausstellung vertretenen Recherche-Arbeit „disestablish", welche erste Weber_innen-Aufstände des 14. Jahrhunderts in Norditalien zum Ausgang nimmt und das Textile als Trägermaterial sozialer Konflikte zeigt, wobei im Aufzeigen dieser wieder auf Banner aus Textil zurückgegriffen wird.

Auch die Zusammenarbeit in Form des langfristigen und fortwährenden Recherche-Projekts „LOOMSHUTTLES/WARPATHS" von Ines Doujak und John Barker untersucht ausgehend von Frühformen des globalen Kapitalismus die komplexen Verhältnisse von Stoff, Bekleidung und Kolonialismus. Als Teil dieses werden die Künstler_innen am Eröffnungsabend zudem Hemden aus ihrer das Projekt begleitenden Haute Couture-Kollektion zum Verkauf darbieten. Auf diesen wird die knappe Auftragskalkulation auf Kosten der Sicherheitsvorkehrungen der in den Textilfabriken arbeitenden Näher_innen am Beispiel eines Kleidungsstückes selbst visualisiert.

Vor diesem inhaltlichen, im Besonderen die Produktionsprozesse reflektierenden Hintergrund der angeführten Arbeiten versammelt wow! Woven? Entering the (sub) Textiles eine Vielzahl weiterer ausgewählter Arbeiten, die eine reflexive Spannbreite der Verwendung des Textilen zwischen greifbarem Material, bedeutungstragendem Medium, Technik und Idee aufführen, die die generelle Fragilität des Materials vergegenwärtigen, mediale Übersetzungen wagen und ihre anhaltende Faszination belegen. Darunter befinden sich so außerordentliche Positionen wie Heidi Bucher, Sheila Hicks, Helena Huneke und Ingrid Wiener.

DUBAIS ist ein Projekt der transmedialen Künstlerin und Performerin Nadia Buyse aus Portland. Ihre musikalische Heimat ist der Punk, sie hat eine Vorliebe für Space Disco der späten 70er und Break-Beats der frühen 1980er und benutzt auch Videoclips, um Arrangements und Tempo ihrer Songs zu generieren. DUBAIS ist auch ein Vehikel, mit dem die Künstlerin Nadia Buyse untersucht, wie die Zeit die Erwartungen der Vergangenheit entmystifiziert. Im Rahmen des CMRK-Sommerfests im Anschluss an die Eröffnung von wow! Woven? Entering the (sub)Textiles wird DUBAIS eine ihrer multimedialen Konzert-Performances abhalten, bei der sie in ein faszinierendes Wechselspiel zwischen Publikum und einer Live-Projektion im Bühnenhintergrund tritt.

Künstler: Anna-Sophie Berger, Heidi Bucher, Merlin Carpenter, Ines Doujak / John Barker, Manfred Erjautz, Rubén Grilo, Sheila Hicks, Ann Cathrin November Høibo, Helena Huneke, Hannah James, Marie Lund, Christian Mayer, Lisa Oppenheim, Judith Raum, Sascha Reichstein, Amanda Ross-Ho, Yorgos Sapountzis, Constanze Schweiger, Johannes Schweiger, Ingrid Wiener


Künstlerhaus
Halle für Kunst & Medien
Burgring 2, 8010 Graz, Austria


Presse





Kataloge/Medien zum Thema: Heidi Bucher



Heidi Bucher:


- Art Basel 2013

- art basel miami beach 2014

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- Biennale Venedig 2017

- Frieze London 2022

- Halle für Kunst Lüneburg 2017

- Künstlerhaus - Halle für Kunst & Medien Graz 2015

- Migros Museum Sammlung
Künstler:innen im Deutschen Pavillon in Venedig von 1972-2024Künstler:innen Liste - Nur eine Biennale Teilnahme und die in VenedigKünstler:innen Liste - Gallery Weekend 2024 04 BerlinLa Biennale di Venezia - Biennale Venedig 2024Künstlerinnen Liste Whitney Biennial 2024: Even Better Than the Real ThingTurner PrizeKünstler:innen 2023 / 2021Künstlerliste: 12th Gwangju Biennale 2023Aus unserer Datenbank: Künstlerprogramm des DAAD und documentaAgainst the Logic of War: 5th Kyiv Biennial announces its list of artists6. Biennale der Künstlerinnen im Haus der KunstNeue Künstler*innenliste unter dem Aspekt der MesseteilnahmeNeue Künstler*innenliste unter dem Aspekt der MesseteilnahmeKünstler*liste zur Istanbul Biennale 2022, 17. September – 20. November 2022.Künstler*liste zur Manifesta 14 2022, 22. Juli bis 30. Oktober 2022Künstler*liste zur Berlin Biennale 2022, Still Present! 11. Juni bis 18. September 2022Künstler*liste zur Manifesta 14 2022Künstler*liste zur Whitney Biennale 2022Venedig Biennale 2022 Künstler*innenlisteDie neue Künstler*liste 2023, 2021, 2019documenta fifteen Kassel Künstler*liste und InformationenKünstler*liste Gallery Weekend Berlin 2021 09Künstler*innen, Galerien und die Art Baselsonsbeek20→24Künstler*liste zur 34th Bienal de Sao Paulo – Though its dark, still I singKünstler* mit mehr als 6 Einträgen in unserer Künstler*datenbank. Alphabetische ReihenfolgeKünstlerinnen und InstagramDigitale Bilder / Visualisierungen nach dem Modell GPT3 von OpenAIKünstler* mit mehr als 5 Einträgen in unserer KünstlerdatenbankUntersuchungen zum Kunstsystem


Anzeige
Magdeburg


Anzeige
UDK Ausstellungsdesign


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Denkmalprozesse Leipzig

Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie im Körnerpark




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Verein Berliner Künstler




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie Beyond.Reality.




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Alfred Ehrhardt Stiftung