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ars viva 2019: Niko Abramidis & NE, Cana Bilir-Meier, Keto Logua

06.07. – 18.08.2019 | Kunstmuseum Bern
Eingabedatum: 09.07.2019

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Das Kunstmuseum Bern richtet als Schweizer Kooperationspartnerin des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. die zweite ars viva-Ausstellung der Preisträgerinnen und Preisträger 2019 aus.

Niko Abramidis & NE, Cana Bilir-Meier und Keto Logua «verfolgen mit sehr unterschiedlichen Strategien ein ähnliches Ziel, nämlich die Komplexität heutiger Lebensrealitäten zu reflektieren», so Sarah Merten, Kuratorin der Ausstellung im Kunstmuseum Bern.
Niko Abramidis & NEs (*1987) eröffnet in seinem Werk ein vielfältiges Spektrum, innerhalb dessen er sich mit ökonomischen Strukturen und globaler Stadtentwicklung im Hinblick auf Zukunftsutopien beschäftigt. Dazu erschafft Abramidis, ausgehend von digital und analog angefertigten Skizzen, Paralleluniversen. Diese Universen bildet er innerhalb von Rauminstallationen ab. Hierbei benutzt er die Ästhetik und die Ausdrucksformen der Finanzökonomie. Ständiger Begleiter seiner Zeichnungen, Objekte und Digitalprints sind subversiver Humor und Bezüge, etwa zu Science-Fiction, Philosophie oder ökonomischen Abläufen.

Cana Bilir-Meier (*1986) nimmt Archivmaterialen aus ihrem familiären Bestand zum Ausgangspunkt ihrer Film-, Sound- und Textarbeiten. Als Enkelin türkischer Einwanderer nähert sich die Künstlerin den Narrativen und Erinnerungen ihres unmittelbaren familiären Umfeldes an. Durch die Offenlegung dieses Archivmaterials gelingt es ihr, private und offizielle Geschichtsschreibung von türkischen Einwanderern in Deutschland in Bezug zueinander zu setzen. Indem das Material künstlerisch angeeignet, neu gewichtet und schließlich kontextualisiert worden ist, entstehen bei Bilir-Meiers Arbeiten eine ganz eigene künstlerische Sprache und Perspektive.

Die Skulpturen und Videoarbeiten von Keto Logua (*1988) nehmen Naturphänomene und durch den Menschen kultivierte Natur in den Blick. Gegenstand ihres Werks sind hierbei gefundene und selbst geschaffene Objekte. Diese unterzieht sie der künstlerischen Weiterverarbeitung durch Prozesse der Komprimierung und Umformung. Beispielsweise nimmt Logua natürliche Formen wie die der «Ur-Blume» und produziert sie als 3D-Druck. Logua setzt sich jedoch nicht nur mit Rekonstruktion auseinander, sondern entwirft auch mögliche Strategien zum Überleben in einer zunehmend komplexen Welt unter Zuhilfenahme von Alltagsgegenständen.

Zum Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und dem ars viva-Preis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vereint ca. 400 Unternehmen und unternehmensnahe Stiftungen, Wirtschaftsverbände und Unternehmerpersönlichkeiten. Mit seinem ars viva-Preis zeichnet er seit 1953 jährlich drei Künstlerinnen und Künstler aus, deren Arbeiten eine eigenständige Formensprache und ein Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen erkennen lassen. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis ist zudem mit zwei Ausstellungen in renommierten Kunstinstitutionen für zeitgenössische Kunst in Deutschland und im europäischen Ausland, einem zweisprachigen Katalog sowie einer mehrwöchigen Künstlerresidenz auf Fogo Island (Kanada) verbunden.

Jury ars viva-Preis 2019
Der Jury unter Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises die Kooperationspartner Dr. Nina Zimmer (Kunstmuseum Bern), Julia Höner (KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION), Zita Cobb (Fogo Island Arts), Nicolaus Schafhausen (Fogo Island Arts, ehem. Kunsthalle Wien) und Bettina Steinbrügge (Kunstverein in Hamburg) sowie Dr. Franziska Nentwig und Mathilda Legemah (Kulturkreis der deutschen Wirtschaft) an. Die Jury kürte die Preisträger aus 49 vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern unter 35 Jahren.


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