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Meisterschüler*innen-Preis der G2 Kunsthalle 2022 an Anne Hofmann

Okt 2022
Eingabedatum: 09.10.2022

Im Rahmen der heutigen Eröffnung der Meisterschüler*innen-Ausstellung verleihen Steffen Hildebrand, Sammler und Geschäftsführer der G2 Kunsthalle, sowie Leo Wedepohl, Direktor der G2, den Meisterschüler*innen-Preis 2022. Die diesjährige Preisträgerin ist Anne Hofmann. Für ihre Abschlussarbeit „(F)AKTEN“ erhält sie das Preisgeld in Höhe von 10.000 € und einen Arbeitsraum für den Zeitraum von 12 Monaten. Der Preis wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal ausgelobt.

Anne Hofmann wurde 1986 in Karl-Max-Stadt, heute Chemnitz, geboren. Ab 2007 studierte sie Medienkunst an der HGB Leipzig in der Klasse Bildende Kunst bei Helmut Mark und Kilian Schellbach und an der École nationale supérieure des beaux-arts Lyon. 2013 schloss sie mit dem Diplom ab. 2019 nahm sie das Meisterschüler*innen-Studium bei Professor Helmut Mark auf, seit 2021 ist außerdem Simon Elias Meier, Mitarbeiter der Medienkunst, ihr Mentor.
Arbeiten von Anne Hofmann waren zuletzt in u.a. Gruppenausstellungen beim LindeNOW – Kunstraumfestival, im Kunstraum D21 Leipzig sowie bei Chemnitz Open Space der Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen. 2020 zeigte sie die Einzelausstellung „Im Laden“ in der GIF-Galerie im Fenster, Chemnitz. Im selben Jahr erschien ihre Publikation „neunzehnneunzig in klammern zwanzigzwanzig und zwanzigsechzehn - Gedichte“, den sie gemeinsam mit Freund*innen schrieb. Anne Hofmann lebt und arbeitet in Leipzig. Weitere Informationen zu Leben und Werk der Künstlerin finden sich www.annehofmann.net

In der Jurybegründung heißt es:
„Die 1986 in Chemnitz geborene Anne Hofmann erzählt in ihrer Arbeit (F)AKTEN von den Herausforderungen und Zerreißproben, vor die wir als Gesellschaft im Umgang mit Geschichte und Erinnerungskultur immer wieder aufs Neue gestellt werden. Hofmann legt den gesellschaftspolitischen Bruch der Jahre 1989/90 in den Fokus und entwickelt, mal poetisch, mal humorvoll, mal nüchtern, aber stets klar und prägnant Metaphern für das Erfahren und Verwalten von Vergangenheit und Tatsachen der kollektiven, wie der privaten Erinnerung. Die Akte, als scheinbar rationales, gleichzeitig belastbares und entlastendes Objekt der Verlässlichkeit, wird bei Hofmann durchleuchtet und hinterfragt. Hofmanns Umgang mit Sprache, dem geschriebenen Wort, kontrastiert diesen Rahmen und öffnet den Blick für die Ebenen abseits des Faktischen. Das geschriebene Wort wird zum Gedichthaften, zur Poesie, steht allein oder in Gruppen und löst mit Leichtigkeit und Humor die Komplexität der verhandelten Themen auf, ohne diese jedoch zu negieren. Hofmanns künstlerische Arbeiten zeigen in ihrer Umsetzung, wie unterschiedlich die Ebenen von Erinnerung sich manifestieren können. Geschickt stellen sie den Zweifel an der Wahrheit der Akten in den Vordergrund, indem sie die hinter der Wahrheitsfindung stehenden subjektiven Mechanismen aufdecken und die Spuren von Geschichte in unserer Gegenwart sichtbar machen.“

Die Mitglieder der Fachjury 2022 waren:
Steffen Hildebrand (Sammler und Geschäftsführer G2 Kunsthalle), Laura Rehme (Kuratorin Kunsthalle Bielefeld), Philipp Schreiner (Kurator Kunstmuseen Erfurt), Thomas Locher (Rektor HGB) und Leo Wedepohl (Direktor G2 Kunsthalle).
Sie hatten aus 19 eingereichten Arbeiten auszuwählen.

Die Arbeiten von Anne Hofmann sind noch bis zum 29.10.2022 in der Ausstellung der Meisterschüler*innen der HGB in der a&o Kunsthalle zu sehen. Alle Abschlussarbeiten werden darüber hinaus auf der Absolvent*innen-Website
www.hgb-leipzig.de umfassend präsentiert.
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Wächterstraße 11
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www.hgb-leipzig.de

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