Wolfgang-Hahn-Preis KÖLN 2011 an John Miller


Eingabedatum: 10.04.2011

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Die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig verleiht den Wolfgang-Hahn-Preis 2011 an John Miller, geb. 1954 in Cleveland, USA.
Aus den jährlichen Mitgliederspenden gelingt der Gesellschaft für Moderne Kunst die Erwerbung einer neuen zweiteiligen Skulptur, die John Miller eigens für das Museum Ludwig schafft, sowie der Ankauf eines Konvoluts von Fotografien der „Middle of the Day“-Serie.
Mit der Bank Julius Bär Europe AG, Niederlassung Düsseldorf, geht die Gesellschaft für Moderne Kunst zudem erstmalig eine Kooperation für den Abend der Preisverleihung und die Publikation anlässlich des Wolfgang-Hahn-Preises ein. Das auf drei Jahre angelegte Sponsoring unterstreicht das Anliegen des Bankhauses, sich für die Präsentation zeitgenössischer Kunst und öffentliche Institutionen einzusetzen.

Datum der Preisverleihung
Die Preisverleihung findet am Vorabend der Eröffnung der Art Cologne am
Montag, 11. April 2011, 19 Uhr, im Museum Ludwig statt.

Zur Wahl von John Miller
Die Jury – bestehend aus Ann Goldstein, Direktorin des Stedelijk Museum in Amsterdam und Gastjurorin für den Wolfgang-Hahn-Preis 2011, Kasper König, Direktor des Museum Ludwig, sowie den Vorstandsmitgliedern Dr. Wolfgang Bornheim (Vorstandsvorsitzender), Gabriele Bierbaum, Sabine DuMont Schütte, Robert Müller-Grünow und Enno Scholma - wählte John Miller gemäß den Statuten des Wolfgang-Hahn-Preises KÖLN aus den rund 50 eingereichten Vorschlägen der Mitglieder aus.
Ann Goldstein begründet die Wahl John Millers: „Mit Empathie, Humor und verständnisvoller Beobachtung stürzt sich John Miller in den Wirbel des Alltagslebens. Daraus destilliert er die Allgemeinplätze, das so genannt „Normale“, und schafft Bilder von kultureller Praxis und de-ren Wirkung auf Individuen, die kritisch und poetisch zugleich sind. Seit mehr als dreißig Jahren schafft John Miller ein bemerkenswertes Oeuvre an Malerei, Skulptur, Photographie und Video. Verehrt von seinen Künstler-Kollegen und hochgeachtet als einer der bedeutendsten Künstler seiner Generation, werden Millers Arbeiten in Europa umfassend gesammelt.“

Mit der Entscheidung hat sich die Jury für einen Künstler und Autor entschieden, der sich auf einer Spurensuche der alltäglichen Bilder befindet und sich dabei unter anderem an linguistischen und psycho-analytischen Theorien orientiert: Will heissen, dass er in seinen Arbeiten darauf abzielt, im Betrachter unterschiedliche Assoziationen auszulösen und an sein individuelles kulturelles und visuelles Vokabular anzuknüpfen. John Miller lotet mit den unterschiedlichsten Medien Möglichkeiten aus, Artefakte zu schaffen, die erst in der Rezeption durch den Betrachter mit Bedeutung aufgeladen werden. So arbeitet John Miller zum Beispiel seit 1994 an der „Middle of the Day“-Series, bei der er jeweils zwischen 12 und 2 Uhr nachmittags Fotos von den Orten, Plätzen oder Situationen schiesst, an denen er sich gera-de befindet. Es entstehen so Fotografien, die den Betrachter an eigene, kaum noch wahrge-nommene, da alltägliche Impressionen erinnern und gerade deswegen seltsam vertraut und zugleich fremd erscheinen.

John Miller absolvierte nach seiner Ausbildung an der Rhode Island School of Design im Jahr 1978 das Whitney Museum of American Art Independent Study Program und schloss sein Kunststudium 1979 am California Institute of the Arts ab. Millers Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter 2009 in der Kunsthalle Zürich, 2008 im Neuen Berliner Kunstverein und 2007 und 1998 im P.S.1 Contemporary Art Center in New York. Mit Deutschland verbindet ihn eine langjährige Beziehung: Seit seinem ersten Aufenthalt 1991 in Berlin im Rahmen des Stipendiums des DAAD-Künstlerprogramms ist es ihm und seiner Familie eine zweite Heimat geworden

Unterstützung durch die Bank Julius Bär für Preisverleihung
„Wir freuen uns, dass wir 2011 zum ersten Mal und als erster Sponsor überhaupt die Preis-verleihung des Wolfgang-Hahn-Preis unterstützen. Schön, dass der Preis an John Miller geht, als Privatbank legen wir bei unserer Sammlung ebenfalls einen Schwerpunkt auf zeit-genössische Künstler“, so Hanspeter Sauter, Leiter der Niederlassung in Düsseldorf und selbst langjähriges Mitglied der Gesellschaft für Moderne Kunst. Die Bank Bär ist durch ihre eigene Kunstsammlung seit den 1930er Jahren mit der zeitgenössischen Kunst eng verbun-den. Der Schwerpunkt der Sammeltätigkeit liegt dabei auf zeitgenössischer Kunst der Schweiz.
Die Förderung durch Julius Bär ermöglicht die Gestaltung der Preisverleihung im Museum Ludwig und einen begleitenden Katalog.

Zum Wolfgang-Hahn-Preis Köln

Mit dem Wolfgang-Hahn-Preis KÖLN würdigt die Gesellschaft für Moderne Kunst das Schaf-fen zeitgenössischer Künstler und erwirbt deren Werk für das Museum Ludwig. Der Ankaufs-Preis erinnert an Wolfgang Hahn (1924 – 1987), Chefrestaurator des Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig und weitsichtiger Kölner Sammler.
Die konsequente Weiterentwicklung des künstlerischen Schaffens des Künstlers oder der Künstlerin, die internationale Anerkennung in der Fachwelt sind ebenso Anforderungen des Preises wie die Voraussetzung, dass das Werk noch nicht adäquat im Museum Ludwig ver-treten, jedoch für die Fortführung der Sammlung wichtig ist. Der Etat für den Preis beläuft sich auf bis maximal 100.000 Euro im Jahr.

2011 wird der Wolfgang-Hahn-Preis KÖLN zum 17. Mal in Folge vergeben.

Seit 1994 wurden mit dem Wolfgang-Hahn-Preis Köln ausgezeichnet:
James Lee Byars (1994),
Lawrence Weiner (1995),
Günther Förg (1996),
Cindy Sherman (1997)
Franz West (1998),
Pipilotti Rist (1999),
Hubert Kiecol (2000),
Raymond Pettibon (2001),
Isa Genzken (2002),
Niele Toroni (2003),
Rosemarie Trockel (2004),
Richard Artschwager (2005),
Mike Kelley (2006),
Peter Doig (2008),
Christopher Wool (2009),
Fischli Weiss (2010).

Abbildung:
- John Miller, Im Vordergrund: Self-Made Man, 2011, Erwerbung der Gesellschaft für Moderne Kunst und des Museum Ludwig. Im Hintergrund links: Now we´re big potatoes, 1992, Gaby und Wilhelm Schürmann, Herzogenrath
Im Hintergrund rechts: Fotos der Serie Middle of the Day, Erwerbung der Gesellschaft für Moderne Kunst und des Museum Ludwig
© John Miller, Gaby und Wilhelm Schürman
Foto: Lothar Schnepf, Köln
- John Miller, Untitled (12-20-01), 2001
C-Print, 20,2 x 25,3 cm / 8 x 10 in
Unikat und 1 Artist´s Proof
© John Miller

museum-ludwig.de











Daten zu John Miller:


- abc 2015

- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- Campoli Presti - Gallery

- Galerie Barbara Weiss

- Meyer Riegger

- MoMA Collection

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: John Miller



SONIC YOUTH etc.: SENSATIONAL FIX - Kunsthalle Düsseldorf und im KIT (noch bis10.5.09)


SONIC YOUTH: das sind nicht nur vier Noiserocker, die bei Live-Konzerten mit einer Unmenge an (extra für einen Song gestimmten) Gitarren anrücken – SONIC YOUTH sind ein Paradebeispiel für das, was man so gerne als Crossover bezeichnet denn Musik, bildende Kunst und Design gehen hier Hand in Hand. So hat zum Beispiel Kim Gordon, die inzwischen 58 jährige Sängerin und Bassistin der Band, früher Kunst in L.A. studiert, hat als Kuratorin gearbeitet, hat Texte für das Art Forum geschrieben und ist beim Modellabel X-Girl beteiligt - ihre Bandkollegen stehen ihr in Sachen Kreativität in nichts nach. Neben musikalischen Solo- und Nebenprojekten betreiben sie diverse Plattenlabels, machen Videoarbeiten und collagieren was das Zeug hält.

Genau so abwechslungsreich, vielschichtig und experimentell wie die (vor allem ältere) Musik von Sonic Youth ist auch das Umfeld der 1981 ins Leben gerufenen Band. Die Ausstellung >SONIC YOUTH etc.: SENSTAIONAL FIX< gewährt intensive Einblicke in das Sonic Youth´sche Universum und bespielt dabei direkt zwei Düsseldorfer Ausstellungshäuser: die Kunsthalle und das KIT. Die von dem Niederländer Roland Groenenboom kuratierte Ausstellung zeigt über 300 Photos, Zeichnungen, Videos, Plakate, Musikinstrumente, Plattenhüllen, Textdokumente, Filme und Installationen. Sie wurde in engster Zusammenarbeit mit der Band konzipiert, war bereits in St. Nazaire und in Bozen zu sehen und wird nach der Düsseldorfer Station nach Malmö weiterwandern.
In der lebhaften New Yorker Szene der frühen 1980er formierte sich die Band um Kim Gordon (Bass, Gitare, Gesang), Thurston Moore (Gitarre, Gesang), Lee Ranaldo (Gitarre, Gesang) und Steve Shelley (Schlagzeug), die bis heute 27 Alben, über 40 Singles sowie zahlreiche Soundtracks für Filme produziert hat. Nicht nur durch Kim Gordons und Lee Ranaldos Kunststudium, auch durch die ersten Konzerte der Band, die in Galerien und Art Lofts stattfanden, entstand eine kreativer Austausch mit den bildenden Künstlern der Szene und darüber hinaus. So wurden z.B. die SONIC YOUTH Plattencover von Künstlern wie Mike Kelley, Raymond Pettibon, Dan Graham, Richard Prince oder Gerhard Richter gestaltet.

Und genau diese bekommt man als erstes zu sehen, wenn man die Kunsthalle betritt! Weiterhin reihen sich Plakate sowie besonders bearbeitete Gitarren aneinander und man wird von einem “gläsernen Schrein“ mit Flyern, Sprühschablonen, Videos und sonstigem Bandmaterial empfangen. Kunterbunt zeichnet sich hier bereits die ästhetische Spannbreite des Bandgeschmacks ab. Anfangs noch durch eine punkige Do-it-Yourself-Ästhetik inspiriert, wurden die Plakate und Plattencover immer professioneller und kunstvoller gestaltet. Neben der Kollektion an “Banddevotionalien“ zeigt SONIC YOUTH etc.: SENSATIONAL FIX auch Werke aus der bandeigenen Kunstsammlung, Arbeiten der Bandmitglieder sowie Werke von Künstlern aus dem Kontext der Musikgruppe, die aus diversen Sammlungen zusammengetragen wurden. So zum Beispiel Christian Marclays Arbeit >Untitled< (1987), die aus einem über und über mit Schallplatten übersäten Raum besteht, den man durchschreiten muß, um zum nächsten Kunstwerk zu gelangen. Bei all der Liebe zur Musik tut es einem fast im Herzen weh, wenn man dies befolgt und das Vinyl mit vorwurfsvollem Knacken unter dem Körpergewicht zerbricht. Weniger herzzerreißend ist Toy Ourslers >Sound Digressions in Seven Colors< (2006). Die raumfüllende Video-Loop-Sound-Installation zeigt Musiker (u.a. Lee Ranaldo), wie sie mit verschiedenen Instrumenten improvisieren. Noch weiter eintauchen in das musikalische Universum von SONIC YOUTH kann man in Dan Grahams >Sonic Pavilion für Punk Rock< (2008), der dem Besucher die Möglichkeit bietet, sich Grahams Konzertmitschnitte anzuhören, im musikalischen Archiv der Band zu stöbern oder sich Liveauftritte und Videoclips anzuschauen.

Was in der Kunsthalle jedoch leider etwas zu kurz kommt sind Malerei, Zeichnung und Photographie. Es gibt zwar Michael Morleys wunderschöne Zeichnungen von rock´n´rolligem Boxenequipment (>Study for a Revolution<, 2007), doch sind beispielsweise die Arbeiten von John Miller oder Jutta Koether weniger überzeugend.

Zum Glück gibt es noch einen weiteren Teil der Ausstellung im KIT! Dieser ist de facto “kunstvoller“. Hier gibt es u.a. tolle photographische schwarz-weiß Portraits von Michael Lavine, Zeichnungen Raymond Pettibons, ein paar aufschlußreiche Collagen von Thurston Moore, Photos von Allen Ginsberg, die Patti Smith, William S. Burroughs oder Jac Kerouac zeigen oder aber eine Soundschaukel von Tony Conrad >Quartet< (2008). Aber auch im KIT darf die Musik natürlich nicht zu kurz kommen. Als besonderes Highlight wartet hier ein zum Tonstudio umfunktioniertes Zelt auf den musikalischen Besucher: >Reverse Karaoke<- Karaoke andersrum! In der Mitmach-Installation von Kim Gordon und Jutta Koether nämlich, kann man zu Kim Gordons Stimme musizieren. Schlagzeug, E-Gitarre, Bass und Mikro stehen bereit und der eigene Song kann sogar aufgenommen werden! Auch dies scheint dem Bandprinzip zu entsprechen, das Lee Ranaldo wie folgt umschreibt: „Für uns wirklich entscheidend ist die Idee, andere einzubeziehen: In unserer Karriere ging es uns nicht bloß darum, als kleine Band einen Keil durch die Welt zu treiben, sondern es war für uns eine Art von Reise, zu der man aufbricht und auf die man so viele Leute wie möglich mitnehmen möchte.“

Hingehen. Gucken. Zuhören. Mitmachen!

Abbildung:
- Blick in die Ausstellung Kunsthalle Düsseldorf / Logo
- Blick auf die Arbeit: Toy Oursler >Sound Digressions in Seven Colors< (2006)
- Blick in die Ausstellung Kunsthalle Düsseldorf

SONIC YOUTH etc.: SENSATIONAL FIX
31.01.- 10.05.2009
Kunsthalle Düsseldorf + KIT

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
kunsthalle-duesseldorf.de

KIT – Kunst im Tunnel
Mannesmannufer 1b
40213 Düsseldorf
kunst-im-tunnel.de

"Performative Installation"- eine 5-teilige Ausstellungsreihe (September 03 bis Juni 04)


In der Galerie im Taxispalais in Innsbruck, dem Museum Ludwig in Köln, dem Museum für Gegenwartskunst Siegen, der Secession, Wien und der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig findet auf Initiative und in Kooperation mit dem Siemens Arts Program die Ausstellungsreihe "Performative Installation" statt. Jede Ausstellung ist für sich autonom und greift einen möglichen Aspekt des Themas auf. Performative Installation wird dabei als künstlerisches gegenständliches Werk mit Ereignischarakter verstanden.
Um sich einen Überblick zu dem Thema und zu den Ausstellungen zu verschaffen, empfiehlt sich der äußerst informative Katalog, der analog den unterschiedlichen Bereichen der Ausstellungsreihe strukturiert ist. So bilden Konstruktion und Situation, Erzählung, Kommunikation, Körper und Ökonomoie und Architektur jeweils ein Kapitel des Katalogs bzw. das jeweilige Thema einer Ausstellung.

Pressemitteilung/Auszug: ". . .
„Gegeben sind ... Konstruktion und Situation“
6.9.2003–19.10.2003, Galerie im Taxispalais, Innsbruck
Emmanuelle Antille, Maja Bajevic und Emanuel Licha, Janet Cardiff & George Bures Miller, Ayse Erkmen, Andreas Fogarasi und Karl-Heinz Klopf/Sigrid Kurz

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Gegeben sind ... Konstruktion und Situation“ stehen konstruierte Situationen, in denen Wirklichkeit „inszeniert“ wird. Die KünstlerInnen entwickeln in ihren Projekten psychische, narrative und soziale Räume, die in einer reflexiven und interaktiven Beziehung zur Umgebung – dem Ausstellungsraum, der Architektur und dem Stadtraum – stehen. Reales und Fiktives greifen ineinander. Das Publikum wird Teil der künstlerischen Arbeit, die es ihren eigenen Gesetzen unterwirft.

„Lily van der Stokker: Small Talk“
18.10.2003–11.1.2004, Museum Ludwig, Köln
Lily van der Stokker entwickelt für den DC:Saal im Museum Ludwig eine Installation, die aus der räumlichen Verbindung von Wandmalerei und Mobiliar entsteht. Dabei wird sie Werke anderer KünstlerInnen einbeziehen, die sich unter anderem mit Fragen nach der Identität, dem Bild der Frau oder dem Privaten beschäftigen. Diese Themen sind auch Grundlage ihrer eigenen Arbeit. Es entsteht ein Tableau, das in seinem Herstellungs-prozess, in seinem Umgang mit den anderen Kunstwerken, in seinem erzählerischen Prinzip sowie in seiner zeitlich begrenzten Existenz performativen Charakter hat.

„Räume der Kommunikation“
7.11.2003–4.1.2004, Museum für Gegenwartskunst Siegen
Jef Geys, Christine und Irene Hohenbüchler, Stefan Kern, Apolonija ·u‰ter‰ic und Swinger (Stefan Wischnewski, Martin Wöhrl, Wolfgang Stehle)

Im Museum für Gegenwartskunst Siegen werden für die Zeit der Ausstellung Räume der Kooperation und der Kommunikation eröffnet. Entweder wird bewusst ein offener Ausgang des Arbeitsprozesses einkalkuliert, indem Einwohner Siegens und der Umgebung bereits im Vorfeld der Ausstellung durch die KünstlerInnen als Mitwirkende einbezogen werden. Oder die Installationen entstehen und verändern sich vor Ort durch die Beteiligung der BesucherInnen.

„Body Display“
19.2.2004–18.4.2004, Secession, Wien
Victor Alimpiev, Marian Zhunin, John Bock, Brice Dellsperger, Swetlana Heger, Dorit Margreiter, John Miller, René Pollesch, u.a.

„Body Display“ definiert den Ausstellungsraum der Secession als Bühne und thematisiert den darauf agierenden Körper in seiner Eigenschaft als Projektionsfläche für öffentliche Identitäten. Die Arbeiten zeigen performative, referentielle und kommunikative Vorgänge. Die Ausstellung als „Display“ steht dabei für eine räumliche Form der Präsentation, die die RezipientInnen unmittelbar und aktiv in das Geschehen mit einbezieht. Als Akteure werden sie damit selbst zum Objekt ihrer Beobachtung.

„Performative Architektur“
25.4.2004–27.6.2004, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Bless (Ines Kaag und Desiree Heiss), Monica Bonvicini, Angela Bulloch, Oliver Hangl, Jeppe Hein, Olaf Nicolai und Pro qm (Jesko Fezer, Katja Reichard und Axel John Wieder)

Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig eröffnet im Herbst 2004 ihren Neubau (entworfen vom Berliner Büro Grundei.Kaindl.Teckert), der auf einem veränderbar angelegten Raum- und Nutzungskonzept basiert und damit als gleichsam performative Architektur geplant ist. Die Ausstellung in Leipzig thematisiert das Verhältnis von Architektur und Performativität aus künstlerischer Perspektive. In ihren Projekten behandeln die KünstlerInnen Fragen zur Funktion von Räumen, indem sie durch Eingriffe in die bestehende Architektur, durch Einsatz ausgewählter Materialien oder durch Aktionen Umwertungen vornehmen."

siemensartsprogram.com