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Jochen Lempert - Museum Ludwig Köln


Eingabedatum: 18.04.2010



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Der 1958 in Moers geborene und in Hamburg lebende Künstler Jochen Lempert widmet seine Fotografien der Natur- und Tierwelt. Er arbeitet hierbei mit der Kennerschaft eines ausgebildeten Biologen, dem Blick eines Fotografen und den Verfahren eines Wissenschaftlers. Auf 500 qm Ausstellungsfläche wird Jochen Lempert im Museum Ludwig sein Werk der letzten 15 Jahre mit rund 60 Fotografien vorstellen.

In seinen frühen Arbeiten versammelt er mehrere Motive assoziativ in Gruppen und regt so zum vergleichenden Sehen an. Er stellt formale Analogien her, wenn er z.B. einen Hund, der nach einem Ast schnappt und mit seinem Körper den gleichen Schwung bildet wie der Stiel eines Schneeglöckchens, nebeneinander stellt. Hier wird nicht naturwissenschaftlich korrekt klassifiziert, sondern das Sehen geschult. Jochen Lemperts Blick ist der eines Künstlers, auch wenn er mit dem Wissen und oft mit der Methode eines Biologen vorgeht. So wird eine Ausstellung von Jochen Lempert zur Entdeckungsreise.

In seiner frühesten Werkgruppe fotografiert Lempert in Naturkundemuseen den Riesenalk, einen Ende des 19. Jhs ausgestorbenen, flugunfähigen schwarzen Seevogel, der einen markanten weißen Fleck am Auge trägt. Auf den ersten Blick überwiegt die Ähnlichkeit der aufgenommenen Tiere. Bei genauem Hinsehen fallen hingegen die Unterschiede auf, die die Vögel alle als Individuen erscheinen lassen.

In seinen „Morphologischen Studien“ wechseln scheinbar zufällig Fotografien von Menschen und Tieren. Es gibt Ähnlichkeiten in Form und Struktur zu ent-decken, aber auch inhaltliche Bezüge.

Lemperts ungerahmte, handabgezogene Aufnahmen auf schwerem Barytpapier, das sich leicht an den Rändern aufwellt, korrelieren mit seinen materialen Experimenten wie Luminogrammen oder Fotogrammen. Er gießt beispielsweise Meeresleuchttierchen (Noctiluca scintillans) auf Fotopapier oder belichtet Reptilien und Insekten und stellt diese Unikate aus.

Eine andere Serie zeigt Aufnahmen von Blässgänseschwärmen hoch oben im wolkenfreien Himmel. So ist auf den ersten Blick nur ein weißes Blatt mit winzigen Bewegungsspuren zu sehen. Hier wird der Unterschied zur Dokumentation eines Ornithologen ganz deutlich. Die Aufnahmen sind nicht nur Abdrücke der Wirklichkeit, sondern auch autonome Bilder in der Bildtradition der Moderne.

Lemperts neueste Fotoserie ist 2009 während seines Aufenthalts in der Villa Massimo in Rom entstanden. Sie zeigt den aktiven Vulkan Stromboli: Eine schwarze Wolke steigt auf und verfliegt langsam, bis der helle Horizont gegen den dunklen Vordergrund und den rauchgeschwärzten Himmel zu sehen ist – ein Motiv, das Anlass sein könnte mit Lemperts jüngstem Werk seine frühen Arbeiten neu zu entdecken.

Es erscheint ein Künstlerbuch im Verlag der Buchhandlung Walther König.

Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Barbara Engelbach.

Abbildungen:
Für alle Abildungen gilt:
- Jochen Lempert, Vier Frösche, 2010 (Fotogramm)/Four frogs (photogram), 2010, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
- Jochen Lempert, oT (Stromboli), 2010 / untitled (Stromboli), 2010, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
- Jochen Lempert, Eintagsfliegen, 2008 (1 sec Belichtung)/Mayflies, 2008 (1 sec. exposure time),© VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Ausstellungsdauer: 23.04.2010 bis 13.06.2010

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln

Telefon +49-221-221-26165
Telefax +49-221-221-24114
E-Mail info@museum-ludwig.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag (inkl. Feiertage): 10 - 18 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 - 22 Uhr
Montags geschlossen.

Eintritt
Eintrittskarten sind den ganzen Tag gültig und berechtigen zum Eintritt in die Sammlungsräume und in alle Sonderausstellungen.

Erwachsene: 10,00 € ermäßigt: 7,00 € (Kinder unter 14 Jahren, Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehr- und Ersatzdienstleistende gegen Vorlage eines gültigen Ausweises, InhaberInnen des Köln-Passes)
Familien: 20,00 €
Eintritt frei für Kinder unter 6 Jahre
Gruppen (ab 20 Personen): 7,50 € pro Person
Schulklassen sowie die begleitenden LehrerInnen: Eintritt frei in die Sammlung 4,00 € pro Schüler/Lehrer im Sonderausstellungsbereich

Am ersten Donnerstag im Monat gilt ab 17 Uhr ein um 50 Prozent reduzierter Eintrittspreis für die Sammlung und alle Sonderausstellungen von 5,00 € (ermäßigt: 3,50 €).

An diesen Abenden bieten wir jeweils ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Film, Lesungen, Künstlergesprächen und vielem mehr!

Audioguides: Gebühr von 3,- € für Dauer- und Sonderausstellungen. Kostenfrei von der Homepage des Museums auf PC und IPod herunterzuladen.

Museumspädagogik
Das Programm des Museumsdienstes im Museum Ludwig
Angelika von Tomaszewski M.A.
Tel 0221/221-23705
museumsdienst@museum-ludwig.de

Anfahrt und Verkehrsanbindung
Öffentliche Verkerhsmittel: Haltestelle/Station Hauptbahnhof für Bahn, U-Bahn und S-Bahn vom Flughafen Köln/Bonn.
Parken: Parkhäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe (Am Dom / Groß St. Martin)

Informationen zur Barrierefreiheit
Das Museumsgebäude ist für den Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet. Rollstühle stehen an der Kasse zur Verfügung. Führungen per tourguide für Gäste mit Hörbehinderung. Bitte wenden Sie sich an unser Kassenpersonal.


museum-ludwig.de



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