Landschaft ohne Horizont - Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau


Eingabedatum: 30.03.2010

bilder

Die Ausstellung "Landschaft ohne Horizont. Nah und Fern in der zeitgenössischen Fotografie" widmet sich Naturfotografien, die sich der gängigen Horizontdarstellung widersetzen und sich der Natur aus neuen Perspektiven annähern.

Landschaftsdarstellungen erfreuen sich seit je her großer Beliebtheit in der Kunst. Die Wahrnehmung von Natur ist dabei in der Regel durch die Horizontlinie geprägt. Eine Linie, welche die Erde von der himmlischen Sphäre abtrennt und zugleich räumliche Orientierung beim Betrachter schafft.
Die Ausstellung richtet ihren Fokus auf fotografische Arbeiten, die diese Trennlinie auf ganz unterschiedliche Art überwinden. Zum einen geschieht dies durch den Blick von "oben", durch das bildliche Abtasten der Erdoberfläche wie bei Natalie Czech, Andreas Gefeller oder Taiji Matsue. Auf der anderen Seite stehen Blicke in subtil
differenzierte Waldsituationen wie bei Daniel Gustav Cramer, Jitka Hanzlová oder Thomas Struth. Durch Nah- und Fernsichten werden reale Landschaftsräume verfremdet, so etwa in den Bildern von Miklos Gaál oder Thomas Wrede.
Die Landschaftsdarstellungen erfahren formale Abstraktionen und entziehen sich einer räumlich-realen Horizontdarstellung. Auf diese Weise hinterfragen die Fotografien zugleich die Grenze zwischen Realität und Fiktion, zwischen gesehener und gedachter Landschaft.

Mit Werken von:
Dieter Appelt, Boris Becker, Daniel Gustav Cramer, Natalie Czech, Miklos Gaál, Andreas Gefeller, Jitka Hanzlová, Naoya Hatakeyama, Zhao Liang, Taiji Matsue, Walter Niedermayr, Thomas Struth, Adam Thompson,Timm Ulrichs und Thomas Wrede.

Abbildung: Boris Becker: © VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Kunstmuseum Bonn

Ausstellungsdauer: 28.3.-15.8.10

Öffnungszeiten:
Sommer (1. April bis 30. Sept.)
Di-Fr 11-18 Uhr
Sa,So 10-18 Uhr
Winter (1. Oktober bis 31. März)
Di-So 11-17 Uhr

Stiftung Museum Schloss Moyland
Am Schloss 4
47551 Bedburg-Hau

moyland.de

Verena Straub






Daten zu Dieter Appelt:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- Gallery Weekend Berlin 2014
- MoMA Collection
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

Weiteres zum Thema: Dieter Appelt



Nude Visions. 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie - MKG Hamburg


Mit der Ausstellung "Nude Visions" präsentiert das MKG Hamburg eine Sammlung von Körperbildern aus 150 Jahren. Von Studien aus dem 19. Jh. bis hin zu aktueller Modefotografie werden insgesamt 250 Originalfotografien gezeigt, die sich mit dem nackten menschlichen Körper beschäftigen.

Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, den Wandel von Schönheitsidealen und Moralvorstellungen zu illustrieren - die "stetige Gratwanderung zwischen Aufklärung, Anregung und Schaulust". Was sind die historischen, ästhetischen und weltanschaulichen Entwicklungen der Aktfotografie? Und welche Bedeutung hat der unverhüllte menschliche Körper in der Fotografie? Diesen Fragen widmen sich insgesamt sieben Kapitel, welche die Ausstellung in chronologischer Folge gliedern.
Als Eckpfeiler und Rahmen der groß angelegten Schau dienen auf der einen Seite die ersten kolorierten Daguerreotypien von 1855: Sie zeigen wohlgerundete Damen mit geröteten Wangen. Auf der anderen Seite sind ihnen die ungeschönten voyeuristischen Selbstdarstellungen des Fotografen Frank Stürmer von 2004 gegenübergestellt.
Nicht nur die Wandlungen der Motive und Techniken stehen bei dieser Ausstellung im Zentrum. Der Blick soll auch auf gesellschaftliche Ereignisse gelenkt werden, die das Körperbild maßgeblich verändert haben. So führt beispielsweise die Emanzipationsbewegung der Frauen
zu neuen Sichten auf den weiblichen wie männlichen Körper, etwa im
Werk von Herlinde Koelbl.
Insgesamt will die Ausstellung deutlich machen, "dass das Abbilden des nackten menschlichen Körpers auch immer etwas mit der Erforschung des (Selbst-)Verständnisses des Menschen und seiner Rolle in der Gesellschaft zu tun hat".

Künstlerliste (Auswahl):
Dieter Appelt, Harun Farocki, André Kertész, Herlinde Koelbl, Germaine Krull, Herbert List, Urs Lüthi, Eadweard Muybridge, Helmut Newton, Denis Oppenheim, Thomas Ruff, Alfred Stieglitz & Clarence White, Frank Stürmer, Juergen Teller, Edward Weston, Wols u.v.a.

Abbildung: Bert Stern, Marilyn Monroe aus der Serie: The last sitting, 1962, 48 x 48,1cm, C-Print Bert Stern

Ausstellungsdauer: 29.1.-25.4.10

Öffnungszeiten:
Di-So 11–18 Uhr
Mi,Do 11-21 Uhr

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg

mkg-hamburg.de

Zurück in die Zukunft der Fotografie


Die aktuelle Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung „ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT DER FOTOGRAFIE“ zeigt im ART FOYER vom 8. Juni bis 27. August 2016 rund 60 Arbeiten von 15 internationalen Künstlern, die mit analogen Techniken und chemischen Prozessen in der Fotografie experimentieren und deren Ergebnisse nicht selten Unikate sind.

Vertreten sind Arbeiten von Darren Almond, Dieter Appelt, Jeff Cowen, Alexander Endrullat, Torben Eskerod, Raphael Hefti, Karl Martin Holzhäuser, Timo Kahlen, Jürgen Klauke, Astrid Klein, Maix Mayer, Floris M. Neusüss, Helena Petersen, Barbara Probst, Thomas Ruff, Katharina Sieverding und Susa Templin.

Die ausgestellten Werke zeigen eine enorme Vielfalt an technischen Herangehensweisen, die zur Weiterentwicklung der künstlerischen Fotografie beigetragen haben. Die Experimente reichen von kameraloser Fotografie über die Ausreizung des Farbspektrums mit Hilfe von Filtern bis hin zur Unterbrechung des Entwicklungsprozesses oder zum Auftrag der Entwicklerflüssigkeit mit dem Pinsel in der Dunkelkammer. Auffallend dabei ist, dass sich vermehrt wieder Künstler der Generation nach der Einführung der digitalen Fotografie den handwerklichen Techniken zuwenden.

Die Vielfältigkeit der Techniken stellt die Schau in unterschiedlichen kunsthistorischen Genres und vier Themenbereichen vor: „Abstraktion“, „Landschaft“, „Porträt“ und „Die Kamera als Raum“.

Bereits der von Dieter Appelt (*1935, Niemegk) gewählte Titel „Die Schatten erinnern an nichts“ deutet darauf hin, dass seine abstrakten Bilder auf nichts außer sich selbst verweisen wollen. Sogenannte objets trouvés, also gefundene Gegenstände, hat er auf Drehscheiben gelegt, um sie in Bewegung mit einer hohen Belichtungszeit aufzunehmen.

Künstler wie Gottfried Jäger (*1937, Burg) und Karl Martin Holzhäuser (*1944, Gardelegen) vertreten die „Generative Fotografie“ als weiteren Aspekt der abstrakten Fotografie. Ihre Arbeiten beziehen sich nicht mehr auf eine Referenz in der Wirklichkeit, sondern generieren sich aus Lichtzeichnungen auf Fotopapier in der Dunkelkammer.

So verdanken sich die Lichtmalereien – Luminogramme – von Karl Martin Holzhäuser einer von ihm selbst konstruierten Apparatur, einem sogenannten „Lichtpinsel“. Dabei entstehen komplexe Zeichenstrukturen, die mit Zeitdaten betitelt sind.

Ohne Kamera ist auch die serielle Arbeit „Pyrographie“ von Helena Petersen (*1987, München) entstanden. Die Mündungsfeuer einer Schusswaffe haben in einem abgedunkelten Schießstand die Fotopapiere belichtet und darauf zugleich Abriss- und Schmauchspuren hinterlassen.

Bei den Bildern von Raphael Hefti (*1978, Biel, Schweiz) dienen die leicht entzündlichen Sporen des Schlangenmooses Lycopodium als Lichtquelle zur Belichtung des Fotopapiers in der Dunkelkammer. Bei der Entzündung der Sporen kommt es zusätzlich zu kleinen Explosionen, die ihrerseits Licht ausstrahlen und ebenso wie bei Helena Petersen Licht- und Brandspuren hinterlassen.

Jeff Cowen (*1966, New York, USA) bevorzugt Schwarz-Weiß-Aufnahmen und wurde durch seine Fotocollagen bekannt, in denen er fotografische, zeichnerische und malerische Ausdrucksformen experimentell miteinander verknüpft. So verstreicht er beispielsweise die Entwicklerflüssigkeit mit dem Pinsel auf seine Silbergelatineabzüge anstatt sie darin einzutauchen.

Die Werkgruppe „andere Portraits“ 1993/94 von Thomas Ruff (*1958, Zell am Harmersbach) ist mithilfe eines Fotomontagegeräts entstanden, das früher auch zur Herstellung von Phantombildern benutzt wurde. Damit lässt der Künstler jeweils zwei Porträts junger Menschen zu einem Bild verschmelzen, das er abfotografiert und als Vorlage für einen Siebdruck verwendet. Mit seiner Bildmanipulation fordert Ruff den Betrachter dazu auf, fotografische Eingriffe jeglicher Art zu hinterfragen.

Jürgen Klauke (*1943, Cochem) greift für seine Fotoarbeiten „The Big Sleep“ auf die Durchleuchtungsgeräte der Sicherheitskontrolle an Flughäfen zurück. Die vom Monitor abfotografierten Bilder werden im Fotolabor auf Ilfochrome-Papier entwickelt. Die Farbgebung der bildnerischen Resultate wird durch Solarisationen, Überlagerungen, Negativ-Schichtungen und ein abschließendes Siebdruckverfahren generiert.

Auch bei einem Fotogramm handelt es sich um eine Direktbelichtung ohne Kamera. Floris M. Neusüss (*1937, Remscheid) gilt als der erste Künstler, der zweieinhalb Meter große Ganzkörperfotogramme hergestellt hat. Die Personen liegen während der Belichtung so auf dem Fotopapier, dass sie auf dem Fotogramm „Tanz“ aus dem Jahr 1965 zu tanzen scheinen.

Dem Thema der Kamera als Raum nehmen sich Darren Almond (*1971, Appley Bridge, Lancashire, England), Alexander Endrullat (*1985, Jena), Barbara Probst (*1964, München) und Susa Templin (*1965, Hamburg) auf ganz unterschiedliche Weise an. Das Wort „Kamera“ leitet sich ursprünglich vom lateinischen „camera“ ab, bedeutet also Kammer, ein kleines Zimmer oder Gehäuse. Es geht daher um den abgebildeten Raum, um die Kamera als Raum, in dem das Bild entsteht, aber auch um das Fotolabor selbst.

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT DER FOTOGRAFIE
8. Juni – 27. August 2016
ART FOYER der DZ BANK

Öffnungszeiten:
Di. – Sa. 11 bis 19 Uhr

DZ BANK Kunstsammlung - ART FOYER
Platz der Republik, 60325 Frankfurt/Main
dzbank-kunstsammlung.de


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    Die andere Seite - Erzählungen des Unbewussten

    Ausgehend von Werken des österreichischen Künstlers Alfred Kubin (1877 bis 1959) beschäftigt sich die Ausstellung Die andere Seite – Erzählungen des Unbewussten mit der "phantastischen" Seite unseres Bewusstseins weiter

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    Duett mit Künstler_in


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    Richard Serra

    Richard Serra (geb. 1938 in San Francisco) zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Gegenwart. Er wird meist mit seinen monumentalen Aussenskulpturen aus Stahl in Verbindung gebracht ... weiter


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    Dejima – eine künstliche Insel von etwa 9.000 qm, die japanische Kaufleute 1634-36 in der Bucht von Nagasaki aufschütten ließen weiter

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    Andreas Mühe - Pathos als Distanz

    Mit Andreas Mühe stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen vom 19. Mai bis 20. August 2017 erstmals das junge, vielversprechende Œuvre des deutschen Fotografen vor, dessen ästhetische Wahrnehmung von der Welt des Theaters ... weiter

    Gulaschprogrammiernacht 2017

    Eine Kooperationsveranstaltung von Entropia e.V. / Chaos Computer Club (CCC) Karlsruhe, Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG), ZKM | Karlsruhe
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    Artists against Aids. Ausstellung und Auktion für die Deutsche AIDS-Stiftung

    Elmgreen & Dragset, Alexandra Bircken, Victor Man, Rosemarie Trockel, Rirkrit Tiravanija und 35 weitere internationale Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich an „Artists against Aids 2017“. (Anzeige) weiter


    Isabel Albrecht

    Isabel Albrecht wurde 1968 geboren und studierte von 2002 bis 2004 freie Kunst am Royal College of Art in London. Zeit ihres Lebens richteten ihr die Galerie hanfweihnacht in Frankfurt am Main sowie die Galerie Patrick Heide in London Einzelausstellungen aus weiter

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    Die PreisträgerInnen des diesjährigen Prix Ars Electronica kommen aus der Demokratischen Republik Kongo/Belgien/Deutschland, aus Kanada, Irland sowie aus Slowenien und Österreich. weiter


    Yuri Pattison «Trusted Traveller»

    Co-Working-Büros, Newsrooms als Fabriken des Post-Faktischen und Logistikräume von Online-Megastores stehen im Zentrum des Interesses des irischen Künstlers Yuri Pattison weiter


    Ungestalt

    Ungestalt, ein komplexer Begriff in der deutschen Sprache, versucht etwas zu bezeichnen, das nicht einfach formlos oder amorph ist, sondern eher mit einer klar umrissenen Beschreibung oder Erscheinungsform hadert und mit der „Gestalt“ selbst ringt. weiter