Haris Epaminonda

Geheimnisvolle Landschaften, Architekturen, Menschen und Rituale

15.2.- 5.5.2013 | Kunsthaus Zürich
Eingabedatum: 19.02.2013

bilder

Vom 15. Februar bis 5. Mai 2013 präsentiert das Kunsthaus Zürich die erste Einzelausstellung der jungen Zypriotin Haris Epaminonda in der Schweiz. Im Zentrum steht ein neuer Film, der geheimnisvolle Landschaften, Architekturen, Menschen und Rituale zu einer assoziationsreichen und bildstarken Komposition zusammenfügt und im Kunsthaus Premiere feiert.

ERSTE EINZELPRÄSENTATION IN DER SCHWEIZ

Für ihre erste Einzelpräsentation in der Schweiz produziert Haris Epaminonda (*1980) ihren bisher aufwendigsten Film, der im Kunsthaus Zürich Premiere feiert. Die in Berlin lebende Künstlerin dreht den Film, der in Zusammenarbeit mit dem erst vor kurzem entstandenen Zentrum für zeitgenössische Kunst «Point» in Nicosia, dem Modern Art Oxford und der venezianischen Fondazione Querini Stampalia entsteht, in Zypern. Früher hat sie vorgefundenes Filmmaterial verwendet, es mit anderem kombiniert und neu zusammengeschnitten. Den neuen Film dreht sie – wie schon die Serie der «Chronicles» (2010) – selber und lässt auch den Ton dazu komponieren. Sound ist für sie ein wichtiges Gestaltungsmittel, um einen Zustand der Schwebe, der Zeit- und Ortslosigkeit zu vermitteln. Den Besucher erwartet ein Universum melancholischer Schönheit, das Haris Epaminonda gemeinsam mit Kuratorin Mirjam Varadinis inszeniert.

GEHEIMNISVOLLES UNIVERSUM: FILME, COLLAGEN, OBJEKTE, FOTOGRAFIEN

Seit 2010 die Einladung ausgesprochen wurde, eine Ausstellung im Kunsthaus zu machen, haben sich das Werk der Künstlerin und ihre Karriere rasant entwickelt. Ihr Auftritt an der letzten documenta (13), wo sie gemeinsam mit Daniel Gustav Cramer als Künstlerduo auftretend, ein ganzes Haus im Nordflügel des Kulturbahnhofes in Kassel bespielte, war der internationale Durchbruch. Wer dieses Haus betrat, dem eröffnete sich ein faszinierend geheimnisvolles Universum aus Filmen, Collagen, Objekten und Fotografien. Jeder Raum glich einem kleinen Museum. Zeichnungen, altmodisch wirkende Landschaftsfotografien von Gebirgszügen, Wasserfällen und üppigen Palmenhainen sowie kostbar aussehende Objekte hatte das zypriotisch-deutsche Künstlerduo zu einer suggestiven Gesamtinstallation arrangiert, in der der Ton eine entscheidende Rolle spielte. Im ganzen Haus verteilt, leitete er die Besucher fast schon sirenenartig von einem Raum in den nächsten. Passend zum Titel der Arbeit «The End of Summer» hatte der vom Musikerduo «Part Wild Horses Mane On Both Sides» komponierte Klang etwas Wehmütiges, erinnerte gleichzeitig an fernöstliche Kompositionen und öffnete so ein andeutungsreiches Feld möglicher Assoziationen und Geschichten.

ZEITGENÖSSISCH, ZEIT- UND ORTLOS

Dieser Zustand des «Dazwischen» ist ganz charakteristisch für Haris Epaminondas Arbeit. Sie schafft Werke, die sich bewusst einer klaren Einordnung entziehen und stattdessen ganz unterschiedliche Perspektiven und Lesarten eröffnen. Die Fotos, Filme und Collagen wirken zeitgenössisch, aktuell und gleichzeitig zeitlos. Sie erinnern den reiseerfahrenen Betrachter an vermeintlich bekannte Landschaften, welche sich aber geografisch nicht verorten lassen. In ihrer Polaroid-Serie, die die Künstlerin 2008 begonnen hat und die sie weiterführt, bis es keinen Polaroid-Film mehr geben wird, fotografiert Epaminonda Aufnahmen verschiedener Kulturen und Regionen auf der Welt aus Büchern ab. Je nach Zeit und Kontext des Buches sind die Darstellungen anders «gefärbt» – sowohl was die Bildqualität der Fotos als auch den ideologischen Hintergrund angeht. Epaminonda richtet ihr Augenmerk auf klischierte Bilder und Darstellungen des Fremden, unterbricht die Reihe aber immer wieder mit völlig abstrakten Detailaufnahmen. So schafft sie Raum für neue Sichtweisen und lässt etwas entstehen, das zwischen Reisetagebuch und anthropologischer Recherche hin und her oszilliert.

KUNSTVERMITTLUNG ZU FILM UND FOTOS

Das Kunsthaus Zürich hat das Potenzial der Künstlerin rechtzeitig erkannt und konnte von der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, dem Gönnerkreis, der das Kunsthaus bei Ankäufen unterstützt, bereits einige Fotos aus dieser Serie «Untitled» (2008) entgegennehmen. An öffentlichen Führungen durch die Ausstellung wird der Besucher daher nicht nur über die Entstehung und Aussage des neuen Films aufgeklärt, sondern auch über den Stellenwert der für die Sammlung erworbenen Arbeiten. Die Termine sind Sonntag, 17. Februar, 12 Uhr und Donnerstag, 21. März, 18 Uhr. Private Führungen auf Anfrage.

Öffnungszeiten: Sa/So/Di 10–18 Uhr, Mi/Do/Fr 10–20 Uhr

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH–8001 Zürich
Tel.: +41 (0)44 253 84 84
kunsthaus.ch

pm






Daten zu Haris Epaminonda:

- Art Basel 2016
- Berlin Biennale 2008
- Bucharest Biennale 5, 2012
- Daimler Art Collection
- evn sammlung
- Rodeo - Gallery
- SHARJAH BIENNIAL 9, 2009
- Thessaloniki Biennale 2013
- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

Weiteres zum Thema: Haris Epaminonda



Teilnehmerliste der documenta(13)


documenta13
Kunsthalle Fridericianum

Lida Abdul, Bani Abidi, Etel Adnan, Korbinian Aigner, Vyacheslav Akhunov, Barmak Akram, Khadim Ali, Allora & Calzadilla Maria Thereza Alves, Francis Alÿs, Ayreen Anastas, Anastas & Gabri Ida Applebroog, Mohammad Yusuf Asefi, Doug Ashford, Tarek Atoui, Kader Attia, Julie Ault, Alexandra Bachzetsis, Nanni Balestrini, Amy Balkin, Judith Barry, Massimo Bartolini, Gianfranco Baruchello, Ahmed Basiony, Thomas Bayrle, Gordon Bennett, Rossella Biscotti, Alighiero Boetti, Anna Boghiguian, Carol Bove, Kristina Buch, Andrea Büttner, Gerard Byrne, CAMP (founded 2007 by Shaina Anand, Sanjay Bhangar, and Ashok Sukumaran) Emily Carr, Mariana Castillo Deball, Paul Chan, Kudzanai Chiurai, Critical Art Ensemble Abraham Cruzvillegas, István Csákány, Attila Csörgo, Antoni Cumella, Salvador Dalí, Manon de Boer, Tacita Dean, Mark Dion, Thea Djordjadze, Willie Doherty, Trisha Donnelly, Sam Durant, Jimmie Durham, Buetti Alighiero Boetti, Haris Epaminonda, and Daniel Gustav Cramer, Cevdet Erek, Matias Faldbakken, Geoffrey Farmer, Omer Fast, Lara Favaretto, Ceal Floyer, Llyn Foulkes, Abul Qasem Foushanji, Chiara Fumai, Rene Gabri, Ryan Gander, Dora García, Mario Garcia Torres, Fernando García-Dory, Theaster Gates, Jeanno Gaussi, Mariam Ghani, Simryn Gill, Julio González, Tue Greenfort, Zainab Haidary, Fiona Hall, Florian Hecker, Tamara Henderson, Susan Hiller, Horst Hoheisel, Judith Hopf, Pierre Huyghe, Sanja Ivekovic, Emily Jacir, Toril Johannessen, Joan Jonas, Brian Jungen, Rudolf Kaesbach, Robin Kahn, & La Cooperativa Unidad Nacional Mujeres Saharauis (The National Union of Women from Western Sahara) Masood Kamandy, Amar Kanwar, William Kentridge, Hassan Khan, Erkki Kurenniemi, Adriana Lara, Gabriel Lester, David Link, Maria Loboda, Mark Lombardi, Aníbal López, Renata Lucas, Marcos Lutyens, and Raimundas Malašauskas, featuring Sissel Tolaas Goshka Macuga, Anna Maria Maiolino, Nalini Malani, Raimundas Malasauskas, Man Ray Maria Martins, Francesco Matarrese, Fabio Mauri, Julie Mehretu, John Menick, Gustav Metzger, Aman Mojadidi, Gareth Moore, Giorgio Morandi, Rabih Mroué, Zanele Muholi, Christian Philipp Müller, Shinro Ohtake, Rahraw Omarzad, Roman Ondák, Füsun Onur, Christodoulos Panayiotou, Giuseppe Penone, Claire Pentecost, Susan Philipsz, Pratchaya Phinthong, Sopheap Pich, Lea Porsager, Michael Portnoy, Margaret Preston, Seth Price, Ana Prvacki, Walid Raad, Michael Rakowitz, Araya Rasdjarmrearnsook, Doreen Reid Nakamarra, Pedro Reyes, Gunnar Richter, Stuart Ringholt, Paul Ryan, Hannah Ryggen, documenta Lester Gabriel Anri Sala, Charlotte Salomon, Issa Samb, Ines Schaber, Tino Sehgal, Albert Serra, Tejal Shah, Wael Shawky, Nedko Solakov, Dong Song Alexandra Sukhareva, Mika Taanila, Mohsen Taasha, Javier Téllez, Aase Texmon Rygh, Warlimpirrnga Tjapaltjarri, Jalal Toufic, Rosemarie Trockel, Rattana Vandy, Nath Vann Adrián Villar Rojas, Clemens von Wedemeyer, Jeronimo Voss, Giang Huong Vu, Ian Wallace, Jessica Warboys, Lawrence Weiner, Lei Yan , Haegue Yang, Akram Zaatari, Zalmaiï Konrad Zuse,


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Stefan Burger

    Nicht wenige Künstler*innen suchen seit einiger Zeit den Widerstand des Materials. Ihre Suche scheint nicht allein der Flucht aus der Langeweile angesichts der allzu vertraut gewordenen Oberflächen einer digital geprägten Welt geschuldet. weiter

    Alexander Kluge. Gärten der Kooperation

    Die beiden zentralen inhaltlichen Bezugspunkte der Ausstellung kreisen um die Metapher des Gartens und die Idee des Gemeinsamen. weiter


    Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.

    In Düren und Montpellier wird die Arbeit „Ici. / Là-bas.“ von dem französischen Künstler Saâdane Afif zeitgleich gezeigt. weiter


    Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont

    Die Ausstellung spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. weiter


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    graduiert ≈ präsentiert

    Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017. weiter

    Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

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    Martin Parr: Souvenir - A Photographic Journey

    In seinen Arbeiten zeigt Martin Parr die gesellschaftliche Realität: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht. weiter

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    Im Rahmen der heutigen Eröffnung der Meisterschüler-Ausstellung der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) 2017 hat Steffen Hildebrand (G2 Kunsthalle) den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle an Robert Sieg für seinen filmischen Essay „Der unsichtbare Teich“ verliehen. weiter


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    Mehr als vierhundert Jahre trennen das künstlerische Œuvre des Manieristen aus dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert, Hendrick Goltzius, und der zeitgenössischen Malerin Pia Fries, die sich seit sieben Jahren künstlerisch mit dem Werk von Goltzius auseinandersetzt. weiter


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    Vom 6. Okto­ber 2017 bis 21. Januar 2018 widmet sich die Schirn Kunst­halle Frank­furt in einer großen Ausstel­lung einer Kultur­ge­schichte des Sehens. weiter


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