Angkor - Göttliches Erbe Kambodschas, Kunst- und Ausstellungshalle Bonn (15.12.06-9.4.07)


Eingabedatum: 14.11.2006

bilder

Diese Ausstellung bietet zum ersten Mal in Deutschland die Gelegenheit in großem Umfang Kunst zu sehen, die seit ihrem Bekanntwerden in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Kunst interessierte Publikum Europas fasziniert und in Staunen versetzt hat. Der Name Angkor steht seither für geheimnisvolle, unüberschaubar ausgedehnte Tempelanlagen im Dschungel Kambodschas, die auch heute noch eine Vorstellung von ihrer einstigen Pracht geben können.

Angkor war der Höhepunkt einer Zivilisation, die sich in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu entwickeln begann. Aus dem 6. Jahrhundert sind die ersten buddhistischen und brahmanischen (hinduistischen) Kunstwerke überliefert.
Der Aufstieg des Khmer- Reiches in Angkor, am Nordrand des Tonle Sap, begann im 9. Jahrhundert. Auf der Höhe ihrer Macht beherrschten die Khmer das gesamte Gebiet des heutigen Kambodscha, Süd-Vietnam, Laos und die zentrale Ebene des Chao Phraya in Thailand. Sie waren eines der größten und mächtigsten Völker Asiens. Die Bedeutung des Khmer-Reiches manifestierte sich bis in das 13. Jahrhundert hinein in einer Reihe von gigantischen Tempeln, von denen der Angkor Wat als das größte sakrale Bauwerk der Erde gilt.

Welcher Geist steht hinter den überwältigenden Tempelanlagen, welchen Gottheiten waren sie geweiht, auf Grund welcher sozialen und ökonomischen Struktur konnten sie errichtet werden? Wie sah die Gesellschaft aus, die derartige Leistungen zu vollbringen im Stande war? Welches Selbstverständnis hatten ihre Könige? Dies sind Fragen die sich jeder stellt, der das alte Kambodscha kennen lernen möchte. Hier setzt die Ausstellung an. Sie bietet nicht nur die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Vielfalt der Kunst zu verschaffen, sondern greift auch die wichtigsten kulturgeschichtlichen Themen auf, so dass die Besucher eine Vorstellung vom historischen, sozialen und religiösen Kontext der Werke bekommen.

Fast 140 Steinplastiken, Bronzefiguren und Holzskulpturen sowie Silberarbeiten und Malereien werden aus dem Nationalmuseum in Phnom Penh nach Bonn kommen. Zuzüglich leihen das Indische Museum in Berlin und das Musée National des Arts Asiatiques Guimet in Paris Objekte aus. Die Ausstellung liefert einen einzigartigen Überblick über die Kultur Kambodschas, beginnend im 6. Jahrhundert mit Steinskulpturen aus den vorangkorianischen Königreichen Funan und Zhenla. Das zentrale Thema ist jedoch die Kunst und Architektur der Angkor-Periode (9.-13. Jh.). Dabei werden auch Fragen der Wasserwirtschaft, des Reisanbaus und der Handelsbeziehungen erörtert, da sie die Grundlage für den außerordentlichen Reichtum des Landes bildeten.

Abbildung: Vishnu auf der Weltenschlange, Westlicher Mebon, Angkor; Angkor-Periode, Baphuon-Stil, Mitte 11. Jh.; Bronze, H. 122 cm; Nationalmuseum Kambodscha, Phnom Penh; Foto: © J. Gollings, St. Kilda, Australien


Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,
Friedrich-Ebert-Allee 4,
53113 Bonn,
Telefon 0228-9171-204/5/6

kah-bonn.de



Visite. Von Gerhard Richter bis Rebecca Horn - KAH Bonn (11.4.-17.8.08)Tempelschätze des heiligen Berges Daigo-ji – KAH Bonn (25.4. - 24.8.08)Boris Becker 'Stille Flucht' (9.11.07-13.1.08)Russlands Seele - Kunst- und Ausstellungshalle Bonn (16.05.-26.08.07)Ägyptens versunkene Schätze - Kunst- und Ausstellungshalle Bonn (5.4.-27.1.08)Angkor - Göttliches Erbe Kambodschas, Kunst- und Ausstellungshalle Bonn (15.12.06-9.4.07)The Guggenheim Architecture - KAH, Bonn (26.9.-12.11.06)The Guggenheim Collection, Bonn (21.07.06 - 07.01.07) Kunst- und AusstellungshalleXian - Kaiserliche Macht im Jenseits, KAH Bonn (21.04.– 23.07.06)Poussin, Lorrain, Watteau, Fragonard ... Französische Meisterwerke des 17. und 18.Jahrhunderts (17.2. - 14.5.06)Jochen Gerz "Anthologie der Kunst" - KAH Bonn (27.1.-26.2.2006)Barock im Vatikan - Kunst und Kultur im Rom der Päpste II, KAH Bonn (25.11.05-19.3.06)Nationalschätze aus Deutschland. Von Luther zum Bauhaus - KAH Bonn (30.9.05-8.1.06)Dschingis Khan und seine Erben - Bundeskunsthalle, Bonn (16.06.05 – 25.09.05)10.000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien - Gesichter des Orients, Bonn (29.04 - 21.08.2005)Krone und Schleier-Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern, Bundeskunsthalle, Bonn (19.3.-3.7.05)Bundeswettbewerb 2005 Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus (25.02 - 28.03.05)TUTANCHAMUN in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn (4.11.04- 1.05.05)Kunst in der DDR - Kunst-u.Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (22.10.04-13.2.05)"actionbutton" im Russischen Museum Sankt Petersburg (17.09.2004 - 16.11.04)Die Thraker. Das goldene Reich des Orpheus 23.07.2004 - 28.11.2004Verschluckt* und geschützt - 1500 Jahre Sonderschutz für 50 KunstwerkeGeorg Baselitz - Bilder, die den Kopf verdrehen - vom 2. 04 - 08.08.04Photokontakt - Benjamin Katz : Georg Baselitz - 2. 04 - 08. 08.04Ästhetische Entwürfe in Ost und West - Warum ich in diesen Zeiten vom Schönen spreche 13.-15.2.04Schätze der Himmelssöhne -29.02.04Flüchtlingskinder - 14.11.03 - 1.02.04Kleine Prinzen (03.10.2003 - 04.01.2004 )Japans Schönheit, Japans Seele (29.08. bis 26.10.03)Tony Cragg - Signs of Life (23.05 bis 5.10.03) Kunst- und Ausstellungshalle Bonn


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Image Wars Macht der Bilder

04. 07. - 08. 10. 2020 | Künstlerhaus Halle für Kunst & Medien, Graz

Card image cap

NEUSPRÉCH

3.7. - 13.12.2020 | Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

Card image cap

Making Kin

3. 07. - 6. 09. 2020 | Kunsthaus Hamburg

Card image cap

Das Museum der Zukunft ist kein Museum mehr

03.07.2020 17:00 - 19:00 Uhr ZKM, online

Card image cap

Alles auf Abstand

Juni | FH Münster

Card image cap

Studierende beraten Interessierte

Juni 2020 | Alanus Hochschule, Alfter