Kunst in der DDR - Kunst-u.Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (22.10.04-13.2.05)


Eingabedatum: 01.10.2004



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"Kunst in der DDR" blickt mit 270 Werken von 136 Künstlern der Gattungen Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur, Fotografie und Film auf 40 Jahre Kunst in der ehemaligen DDR zurück. Dabei zeigt sich eine Kunst, die sich mit dem Gesellschaftsraum DDR und seinem Kunstprogramm auseinandersetzt. Die Präsentation hinterfragt gängige Vorstellungen von "DDRKunst" durch die Vielfalt künstlerischer Positionen. Sie bedient weder das Klischeebild vom "Sozialen Realismus" noch vereinfacht sie zwischen Staats- und Dissidentenkunst. Gleichzeitig zeigt sie die Verwicklungen und die Gemeinsamkeiten von widerständiger und angepasster Kunst auf.

Der Rundgang beginnt mit der "Stunde Null" 1945 und der Nachkriegszeit. Auch wenn die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Krieges zum gewünschten Selbstverständnis der DDR gehörte, so kamen die modernen künstlerischen Ausdrucksmittel dennoch bald in Verruf. Doch ungeachtet der in den 50er Jahren von der SED-Führung als "formalistisch" diffamierten Moderne und ihrem Gegenmodell, der wirklichkeitsgeschönten Darstellung des sozialistischen Alltags, gab es ihre Fortsetzung in einer abstrakten, informellen und konstruktiv konkreten Kunst.

Individuelle Wege, jenseits der "Zwangsjacke" von Ideologie und Kunst, ging der Kreis um Strawalde (Jürgen Böttcher). In der empfindsamen Beobachtung des Alltags fanden Künstler wie Albert Ebert ihre Nische. Auch die Beschäftigung mit den der Malerei eigenen Gestzen bot Künstlern ein Rückzugsgebiet. Subversiv ging dagegen die Kunst der Collage mit dem Anspruch auf Wirklichkeit der SED-Führung um. Auch die frühen Negativmontagen Edmund Kestings arbeiten mit dem Zerrspiegel der Wirklichkeit.

Die Ausstellung "Kunst in der DDR" widmet sich auch ausdrücklich den Kunstzentren der DDR: Berlin, Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) und Leipzig. Berlin wird als Ballungsort verschiedenster Kunstanschauungen präsentiert. Leipzig bildete sich unter der Führung von Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer als ein kritisches, aber auch bisweilen - unfreiwillig - staatsnah inszeniertes Zentrum heraus. Neben Gruppen und Schulen agierten in der DDR auch große Einzelgänger wie z.B. Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus.

Das Thema Geschichte als Keim- und Absturzplatz von Utopien ironisierte die Fotografie zunehmend gegen Ende der DDR oder löste es durch eine schonungslose Wirklichkeitssicht ab. Im Wechsel mit Filmen von Malern wie Strawalde (Jürgen Böttcher), den "Autoperforationsartisten" und vielen anderen zeigt die Ausstellung Mitschnitte aus dem DDRFernsehen zu den großen Dresdner Kunstausstellungen. Die Dokumentation entstand eigens für die Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Frankfurt am Main – Potsdam – Babelsberg.

Kunst in der DDR
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
bundeskunsthalle.de


kah-bonn.de



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