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Walter Dahn


Eingabedatum: 13.05.2011

Walter Dahn: Flowers & Coffee
Malerei auf Papier 1973 – 2011

HBK-Professor Walter Dahn zeigt ab dem 25. Mai 2011 Malereien auf Papier aus fast 40 Jahren Schaffenszeit in der Galerie der HBK Braunschweig. Dabei handelt es sich um Aquarelle, die zu einer Werkgruppe von über 1.000 Exemplaren gehören. 2009 und 2010 wurde bereits zweimal eine Auswahl aus diesem Komplex unter dem Titel „About Today“ als Ausstellung und Katalog präsentiert. Nun sollen eine dritte Publikation mit dem Titel „Flowers & Coffee: Malereien auf Papier, 1973–2011“ und die dazugehörige Ausstellung in der Galerie der Hochschule die Reihe komplettieren.

Die Ausstellung wird am 24. Mai 2011 um 19 Uhr von HBK-Präsident Prof. Dr. Hubertus von Amelunxen eröffnet. Eine Einführung gibt Jean-Christophe Ammann. Begleitend gibt es Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltungen.

Walter Dahn (geb. 1954) zählt international zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Der documenta-Teilnehmer (1982) studierte in den 1970er Jahren bei Joseph Beuys an der Kunstakademie in Düsseldorf. Zusammen mit George Jiri Dokoupil und anderen gründete er die Ateliergemeinschaft „Mühlheimer Freiheit“, deren Mitglieder in den 1980er Jahren als „Junge Wilde“ von sich reden machten. Die grundlegende Strategie im Werk von Walter Dahn ist die des Aneignens. Ende der 1980er Jahre wandte er sich von der reinen Malerei als direktem Ausdrucksmedium ab. An die Stelle der Expression traten die Selektion und die Komposition. Für seine Methode des Arrangierens von Fundstücken und Farbflächen prägte Dahn den Begriff der „konzeptuellen Malerei“. Seine Motive stammen ebenso aus Musik, Film, Kunstgeschichte und Natur wie aus Popkultur, Kitsch, Volkskunst, Ethnologie, Graffiti oder aber dem persönlichen Umfeld des Künstlers. In kombinatorischen Verfahren werden sie zu „individuellen Mythologien“ (Harald Szeemann) verarbeitet.

Seit 1995 lehrt Walter Dahn an der HBK Braunschweig. 1996 wurde er zum ordentlichen Professor für Malerei berufen. Vor dem Hintergrund des von Beuys entwickelten „erweiterten Kunstbegriffes“ ist „Lehrer sein in Braunschweig“ für Walter Dahn produktiver Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit: „Wer spricht ist Lehrer und wer zuhört ist Lernender – und dieses Verhältnis ist jederzeit umkehrbar.“

Abbildung: Walter Dahn: Krieger, 2004, Wasserfarben auf Papier. © Walter Dahn

Öffnungszeiten: Mo – Fr 13 – 18 Uhr, Do 13 – 20 Uhr, feiertags geschlossen

Galerie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Johannes-Selenka-Platz 1
38118 Braunschweig
hbk-bs.de/index.php



Medienmitteilung





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