Adrian Schiess, Malerei 1980 - 2020

(Öffnungszeiten überprüfen!) - 7. 02. 2021 | Kunstmuseum St.Gallen
Eingabedatum: 25.08.2020

Adrian Schiess, Malerei 1980 - 2020

Adrian Schiess, Malerei, 2014, Courtesy der Künstler bilder



Erkundungen einer oszillierenden Malerei

Adrian Schiess, 1959 in Zürich geboren, gehört zu den prägenden Malern seiner Generation. Documenta, Biennale und internationale Einzelausstellungen haben ihn über die Landesgrenzen der Schweiz hinaus bekannt gemacht. Der Künstler beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen zur Malerei. Er besetzt Räume, sodass diese nur noch zum Sehen benutzt werden können, und seine Malerei befreit unsere Wahrnehmung aus ihrer gewohnheitsmässigen Bindung an das alltäglich Gegebene.

Die für sein Werk charakteristischen rechteckigen und meist vollflächig in einer Farbe lackierten Platten sind auf Holzlatten platziert, sodass sie über dem Parkettboden zu schweben scheinen. Sie erzeugen in jedem Moment einen anderen Eindruck und bewirken je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall raffinierte Schichtungen, welche das Bild völlig entmaterialisieren.

«Wenn Du es von der Praxis her betrachtest, dann ist nasse Farbe, solange sie nass ist, das heisst, solange sie noch verändert werden kann, immer glänzend. […] Diese Vorstellung von nasser Farbe, […], die chamäleonartig alle möglichen Bilder oder Formen oder Erzählungen oder was immer Du willst, aufnehmen kann, […], die ist mir wichtig.»
Adrian Schiess, 2020

Schiess thematisiert die Wahrnehmung und stellt gleichzeitig die grundlegende Frage nach dem Wesen der Malerei – buchstäblich. Indem die Farbplatten den Raum einnehmen und teilweise das Betreten der Säle verunmöglichen, schafft Schiess einen reinen Raum des Schauens, der Momente der Handlung mit Kontemplation verbindet. Paul Valérys Suche nach dem «Singenden» ist in gleichem Mass verbindlich wie die angestrebte Fremdheit des farbigen Abglanzes.

Adrian Schiess hat Projekte mit namhaften Architektinnen und Architekten realisiert. Seine Kunst ist eine enge Bindung eingegangen mit Bauten von Herzog & de Meuron, Gigon/Guyer oder Foster + Partners. Zur Ausstellung erscheint im Verlag DCV, Dr. Cantz’sche Verlagsgesellschaft, eine umfassende Anthologie der im Zusammenhang mit Architekturprojekten entstandenen Wandmalereien. Dieser zentrale Teil des Schaffens wird erstmals in seiner Gesamtheit sichtbar. Der Band ist in enger Zusammenarbeit mit Ulrich Loock entstanden und beinhaltet umfassende Gespräche mit Adrian Schiess, welche zentrale Momente seines Schaffens und die Entwicklung des Œuvres nachzeichnen.

Kunstmuseum St.Gallen
www.kunstmuseumsg.ch

Presse



Adrian Schiess:


- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- documenta 9 1992

- Sammlung Kunstmuseum Liechtenstein

- Sammlung MMK Frankfurt

- ZKM Sammlung Karlsruhe


Anzeige
Eisenhammer


Anzeige
Boris Lurie Art Foundation


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Shaping the Invisible World

Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW + HeK (Haus der elektronischen Künste), Basel

Card image cap

Che Seibert. Bilder von Straßen

bis 30. Januar 2021 | Neuer Kunstverein Wuppertal e.V.

Card image cap

FOTO WIEN wird verschoben

Januar 2021 | Wien

Card image cap

Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten

verlängert bis zum 11. April 2021 | Saarlandmuseum, Moderne Galerie Saarbrücken

Card image cap

Radio Art Residency in Weimar

Januar 2021 | Bauhaus-Universität Weimar | Hochschule für Musik FRANZ LISZT

Card image cap

Virtual Open House

15. Januar 2021 | Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, Basel

Card image cap

Nino Maaskola: Skulptur für den öffentlichen Raum

Januar 2021 | Kunstakademie Karlsruhe