The Futureless Memory

19. 09. - 22. 11. 2020 | Kunsthaus Hamburg
Eingabedatum: 21.09.2020

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Samara Sallam, Four and a half hours, 2015, Filmstillbilder

Die Ausstellung The Futureless Memory bringt Arbeiten zeitgenössischer Künstler/innen mit historischen Dokumenten zusammen, die im Exil oder in Reflexion dazu entstanden sind. Die Ausstellung geht mit globaler Perspektive der Frage nach, welche Rolle Zugehörigkeit spielt und wie der Begriff aus aktueller Perspektive neu gedacht werden kann. Heterogene kulturelle, politische und historische Hintergründe werden bewusst nebeneinander präsentiert, um deutlich zu machen, dass die kollektive Erfahrung des Exils sehr individuelle Ausprägungen findet, sich die Frage nach Zugehörigkeit aber nicht nur subjektiv definieren lässt, sondern in besonderer Weise eine relationale Beziehung beschreibt. Die geographischen Verbindungslinien, die in den Werken der Ausstellung aufgegriffen werden, reichen von Hamburg bis Elgin, New York bis Mexiko-Stadt, Sofia bis Istanbul, Istanbul bis Athen, Hannover bis in den Lake District, Damaskus bis Odense und von Marburg bis nach Istanbul.

Ein besonderes Interesse des Projektes liegt in der Verhandlung des Themas jenseits einer Denkweise in Dichotomien, aus der sich Nationalismen und aktuelle politisch Abgrenzungstendenzen speisen. Vielmehr konzentriert sich die Ausstellung auf die Frage nach den Möglichkeitsräumen für Zugehörigkeit, in welchen sich künstlerische und intellektuelle Arbeit entwickeln kann. Anhand von künstlerischen Werken und recherchebasierten Arbeiten will die Ausstellung auf die wechselseitigen Beziehungen geteilter Interessens- und Bezugsfelder aufmerksam machen, die gerade in fragilen Situationen wie dem Exil eine besondere Rolle spielen.

Anhand ausgewählter Beispiele zeichnet die Ausstellung Um- und Lebens-Wege von Menschen, Kunstwerken, Texten, und Instrumenten vor dem Hintergrund der Vertreibung nach. Sie zeigt dabei Brüche ebenso auf, wie unerwartete Verbindungslinien.

Der Titel, The Futureless Memory, nimmt Bezug auf die Schriften von Vamık D. Volkan, einem türkisch-zypriotischen Psychiater und Experten auf dem Gebiet der Friedens- und Konfliktforschung. Er hat zahlreiche Texte zur Psychologie vertriebener und traumatisierter Menschen veröffentlicht und dabei unter anderem den Begriff der „zukunftslosen Erinnerung“ geprägt.


Das Konzept der Ausstellung wurde von der Künstlerin Dilek Winchester entwickelt, Kuratorin ist Katja Schroeder.

U.a. mit Francis Alÿs, Eda Aslan & Dilşad Aladağ, Khaled Barakeh, Hera Büyüktaşçıyan, Ergin Çavuşoğlu, Nadia Christidi, Balca Ergener, Michaela Melián, Judith Raum, Samara Sallam, Dilek Winchester

In Erinnerung an: Erich Auerbach, Otti Berger, Gustave Courbet, Traugott Fuchs, Alfred Heilbronn, Susanne Lachmann, Conlon Nancarrow, Kurt Schwitters, Ivy Stangali

Kunsthaus Hamburg
Klosterwall 15
20095 Hamburg

www.kunsthaushamburg.de


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