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Raum – Licht – Zeit: Inge Dick und Susa Templin

27. 06. - 5. 12. 2021 | Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt
Eingabedatum: 28.06.2021

Raum – Licht – Zeit: Inge Dick und Susa Templin

Susa Templin Sites and Constructions Installationsansicht 2019 c Susa Templinbilder


Mit zwei monographischen Ausstellungen von Inge Dick und Susa Templin zieht die Fotografie am 27. Juni 2021 in das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt (MKK) ein. Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Positionen: Beide verstehen sich nicht als Fotografinnen, sondern nutzen lediglich das Medium. Jede bespielt eigenständig eine Etage des MKK und verhandelt dabei das Verhältnis von Raum, Licht und Zeit auf ihre eigene Weise.

Anlässlich des 80. Geburtstages der Künstlerin Inge Dick zeigt das Museum gemeinsam mit der Stiftung für Konkrete Kunst und Design die jüngste Fortführung ihres Projekts „jahres licht weiss“. Es dokumentiert eindrucksvoll das kreative Lebensthema der Österreicherin: die unerschöpfliche Vielfalt der Tageslichtfarben. Die Künstlerin Susa Templin sieht sich selbst zwischen der Malerei und der Bildhauerei, deren Mittel die analoge Fotografie ist. Sie entwickelte für ihre Ausstellung ganz neue Installationen aus Fotocollagen, die sie explizit an die zweite Etage des Ausstellungsgebäudes in der Tränktorstraße angepasst hat.

Beide Künstlerinnen haben einen besonderen Zugang zur Fotografie und vertreten einen reflexiven Umgang mit ihr: Fotografie wird zum Medium wie zum Inhalt, konzentriert sich auf ihre eigenen Gesetze und die Bedingungen ihres Seins. Die zentrale Frage nach der Rolle von Licht, Zeit und Raum, die sich in den fotobasierten Arbeiten von Inge Dick und Susa Templin stellt, mag dabei eine ähnliche sein. Die künstlerischen Antworten, die sie für sich finden, führen zu erstaunlich unterschiedlichen Resultaten. Bis zum 20. Juli treffen die beiden Gedankenwelten der beiden Künstlerinnen aus unterschiedlichen Generationen zudem im Erdgeschoss als Kunstdialog aufeinander.

Raum – Licht – Zeit: Inge Dick

Welche Farbe hat das Licht? Inge Dick dokumentiert mit wissenschaftlicher Genauigkeit die unendliche Farbenvielfalt, die durch die optische Linse des Fotoapparats sichtbar wird. Sie spürt mittels experimenteller und gleichsam poetischer Fotografie wie auch mithilfe von umfangreichem Filmmaterial dem facettenreichen Wesen des Lichts nach, das dem Auge oft verborgen bleibt. Die vierteilige Filmreihe „jahres licht weiss“ 2012–2015 ist das Schlüsselwerk ihres Schaffens. In ihr werden die Licht- und Farbveränderungen der verschiedenen Jahreszeiten sichtbar, die gravierenden Unterschiede in der Lichtintensität und -farbe, alle Farben außer Weiß.

Aus dem Medium des Digitalfilms entsteht seit Jahren wiederum eine Vielzahl an Einzelwerken: Inge Dick montiert Film-Stills zu fotografischen Tableaus. In der Ingolstädter Ausstellung sind die großformatigen Streifenbilder mit Lichtfarben von jeweils zwei bis drei Tagen im Frühling, Sommer, Herbst und Winter neben einzelnen Lichtsequenzen zu sehen. Erstmalig wählt die Künstlerin aus der Farbenvielfalt einer jeden Jahreszeit einzelne Farbtöne aus und stellt sie in Form von großen monochromen Quadraten aus. So füllt sie das gesamte erste Obergeschoss mit dem Farbenspektakel der vier Jahreszeiten.
Die von Dr. Gerda Ridler kuratierte Ausstellung wird anschließend im LENTOS Kunstmuseum in Linz und in der Stiftung Konzeptionelle Kunst in Soest zu sehen sein.

Raum – Licht – Zeit: Susa Templin

Susa Templin bringt ihre Idee von Fotografie in den Raum – im wörtlichen und doppelten Sinne: Die Künstlerin installiert „Spatial Abstractions“ – Räume aus Bildern von Räumen – und reagiert dabei auf die Licht- und Zeitverhältnisse des Museums. Sie errichtet im 2. Obergeschoss ein Labyrinth. Durch den sehr schmalen, dafür ausgesprochen langen Raum zieht sich ein verschlungener Aufbau aus Stahlträgern. Sie halten Plexiglasscheiben, auf denen überlagerte Fotografien architektonischer Details zu sehen sind. Die Besucher und Besucherinnen bewegen sich um sie herum, stehen vor, neben und hinter den Fotografien, werden für die anderen im Raum selbst zum Teil der Motive. Zugleich werden die konkreten Treppenhäuser, Handläufe, Häuserwände und vieles mehr abstrahiert, sie werden zu „Spatial Abstractions“ in diesen räumlich erlebbaren Fotoüberlagerungen.

Begleitmaterial zu den Ausstellungen
Der umfangreiche Katalog „Inge Dick. Lichtzeiten“ erscheint beim Hirmer Verlag, entstanden aus der Zusammenarbeit der Stiftung für Konkrete Kunst und Design mit dem LENTOS Kunstmuseum in Linz, der Stiftung Konzeptionelle Kunst in Soest und dem Museum für Konkrete Kunst. ISBN: 978-3-7774-3763-7

Kurz nach der Eröffnung erscheint zudem der Katalog „Susa Templin. Das Licht, der Raum und die Zeit“ zur Präsentation der Arbeiten von Susa Templin im MKK und verschiedener Werkgruppen und Ausstellungsprojekte der Künstlerin aus den letzten Jahren. ISBN: 978-3-86442-349-9

Museum für Konkrete Kunst
Tränktorstraße 6–8
85049 Ingolstadt
www.mkk-ingolstadt.de

Presse



Susa Templin:


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- Balmoral Blend - Arp Museum, Remagen

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