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herzwärts wild. Umbrüche 1982-97

Künstlerinnen aus der DDR. Neue Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus

18.12.22 – 19.2.23 | Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK), Cottbus
Eingabedatum: 21.12.2022

herzwärts wild. Umbrüche 1982-97

Uta Hünniger, Aufrecht durchgehen, 1988, Tusche auf Zeichenkarton, Kunstsammlung der Berliner Volksbank K 1489 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Peter Adamikbilder


Die Gruppenausstellung herzwärts wild. Umbrüche 1982-97. Künstlerinnen aus der DDR im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) widmet sich künstlerischen Positionen, die Erfahrungen gesellschaftspolitischer, kultureller und systemischer Um- und Aufbrüche im letzten Jahrzehnt der DDR und den frühen 1990er-Jahre spiegeln. Die rund 90 präsentierten Malereien, Fotografien, Grafiken und Collagen stammen zum Großteil aus der Sammlung des BLMK. Gezeigt werden ausschließlich Werke von Künstlerinnen.

In den 1980er-Jahren machten vielfach Künstlerinnen auf sich aufmerksam, die veränderte Perspektiven von Kunst als (symbolischem) Territorium kritischer Betrachtungen gesellschaftlicher Bedingungen und Wirklichkeiten boten. Mit expressivem Gestus, Humor und Lebenslust, aber auch Nachdenklichkeit wurde das Selbstverständnis von Künstlerinnen, überkommenen Rollenbildern und Klischees neu situiert und in künstlerische Ausdrucksformen überführt. Wesentlich sind hierbei nicht nur die Hinterfragungen staatlicher Politik sowie die offensiv formulierte Haltungen nach der Autonomie des Künstlersubjektes und deren Arbeit. Vielmehr rückten Künstlerinnen den weiblichen Körper, oft auch den eigenen, in den (Bild)fokus. Ihre Haltungen schrieben sich nicht in klassischen Aktdarstellungen oder traditionellen, repräsentativen Portraits nieder, sondern manifestierten sich häufig in Sujets und formalen Konzepten, die gängigen Bildvorstellungen in der DDR widersprachen. Oft die Gegenständlichkeit bzw. Figuration beibehaltend, entwickelten Künstlerinnen spielerische, gleichwohl pointierte Bildreflexionen weiblicher Identitäten und deren Selbstinszenierungen auch über die Wendezeit hinaus.

Mit der Ausstellung rückt das BLMK einerseits die 18 präsentierten Künstlerinnen in den Fokus, verdeutlicht aber auch andererseits sein Selbstverständnis als museale Institution mit der weltweit umfassendsten Sammlung von Kunst aus der DDR und den nachfolgenden künstlerischen Traditionslinien. Die über 42.000 Werke umfassenden Sammlungsbestände werden dementsprechend durch das Ausstellungsprogramm kontinuierlich einer kunsthistorischen, sozialen und kulturellen Kontextualisierung unterzogen.

Tina Bara, Annemirl Bauer, Ellen Fuhr, Angela Hampel, Ingrid Hartmetz, Sabine Herrmann, Uta Hünniger, Christa Jeitner, Helga Paris, Núria Quevedo, Christine Schlegel, Cornelia Schleime, Gabriele Stötzer, Erika Stürmer-Alex, Ulla Walter, Karla Woisnitza, Ruth Wolf-Rehfeldt, Doris Ziegler.

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)
Dieselkraftwerk Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus
www.blmk.de

Presse





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