Gerhard Altenbourg Arbeiten auf Papier

30.1. - 3.4.2016 | dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Eingabedatum: 24.01.2016

bilder

Gerhard Altenbourg (geb. 1926 in Rödichen-Schnepfenthal, gest. 1989 in Meißen) war ein außergewöhnlicher Künstler. In einem Zeitraum von über vier Jahrzehnten entwickelte er, trotz Behinderungen staatlicherseits, unbeirrt ein vielschichtiges, reiches und äußerst faszinierendes Œuvre. Sein Werk, das mehrere tausende Arbeiten umfasst und in größter Zurückgezogenheit im thüringischen Altenburg entstand, ist schwer einzuordnen, doch sind verschiedenste Einflüsse erkennbar, z.B. von Wols, Paul Klee und den Dadaisten.

Unikate auf Papier bilden den Mittelpunkt seines Schaffens, die seinen Ruhm und seinen Status als Künstler begründen. Mehr als 40 Aquarelle, Zeichnungen und Mischtechniken aus den Jahren 1949 – 1989 stehen deshalb auch im Zentrum dieser Ausstellung. Des Weiteren werden ca. 30 frühe Lithografien präsentiert, die 1949-1952 in der Werkstatt des Weimarer Druckers Arno Fehringer angefertigt wurden. Die selten der Öffentlichkeit gezeigten Leihgaben, die vornehmlich aus privaten Sammlungen stammen, stellen die Bildwelten des äußert sensiblen und belesenen Zeichners vor. So sind Bilder aus der frühen Schaffensphase zu sehen, in denen das Trauma des Zweiten Weltkriegs nachklingt, bis hin zu späten Arbeiten, in denen sich oftmals Groteskes und Abgründiges mit Humorvollem und Poetischem verschwistert.


dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Uferstraße 15
03046 Cottbus
museum-dkw.de

Presse






Daten zu Gerhard Altenbourg:

- MoMA Collection
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

Weiteres zum Thema: Gerhard Altenbourg



Mai-Auktion Moderne & Gegenwart von Ketterer Kunst in Hamburg


Hamburg (kk) - Lovis Corinth, August Macke und Hans Scharoun - Werke dieser Künstler zählen zu den Glanzlichtern der Auktion Moderne & Gegenwart, die am 15. Mai 2002 ab 10 Uhr bei Ketterer Kunst in Hamburg am Meßberg 1 stattfindet. Insgesamt kommen etwa 800 Lots, die sowohl Gemälde und Graphiken, als auch Skulpturen und Fotografien umfassen, zum Aufruf. Davon entfallen über 80 Lose auf die Sammlung Prof. Dr. Christian Isermeyer (siehe Meldung vom 18. 02. 02), die von Lovis Corinths Ölgemälde "Schreitende Jünglinge" angeführt wird.

Für DM 8 000 hatte der Hamburger Kunstprofessor Christian Adolf Isermeyer 1972 das lebens-große Ölgemälde aus dem Jahr 1904 bei der 7. Auktion von Ketterer Kunst in München erwor-ben. Heute wird es auf € 45 - 50000 geschätzt. Noch bis zum 28. April ist es im Rahmen der Ausstellung "Nackt - die Ästhetik der Blöße" im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Gemälde wurde für den Zyklus "Das Leben" konzipiert. Die Frau des Künstlers, Charlotte Berend-Corinth, berichtet hierzu, dass ihr Mann die Bildfolge oft scherzend sein "Abiturientenexamen" genannt hatte, da er darauf eine solche Fülle an Akten zusammengestellt habe, wie auf keinem anderen Bild.

Um zwei männliche Akte handelt es sich auch bei August Mackes Aquarell "Männer".. Die aus einem Skizzenbuch der Italienreise von 1908 stammende Arbeit zeigt ein Motiv, das der Künstler in der Auseinandersetzung mit Gemälden von Hans von Marées erarbeitet hatte. Das Statuarische in der Haltung der beiden Männer tritt auch in späteren Kompositionen immer wieder auf und verleiht Mackes Gestalten jene Traumverlorenheit, die für große Teile seines Oeuvres mitbe-stimmend war. Der Schätzpreis für das Werk liegt bei € 20500 - 22500.

Ein aus dem Angebot herausragendes Objekt ist sicherlich die "Esszimmergarnitur" nach einem Entwurf von Hans Scharoun. Der Architekt konzipierte den weiß grundierten Tisch und die dazu passenden acht Stühle 1936 für das Haus des Künstlerehepaares Margarete und Oskar Moll in Berlin, Grunewald. Oskar Moll selbst bemalte die Tischplatte in frühlingshaften Pastelltönen. Das Motiv der gelben Blüten und violett-grünen Ranken wurde auch in den Stuhlbezügen wiederaufgenommen. Die Taxe liegt bei € 18. - 24 000.

Auf großes Interesse dürfte im Bereich der Zeitgenössischen Kunst Beuys‘ "Spur I" stoßen. Das Portfolio mit 9 Lithographien aus dem Jahr 1974 gehört zu einer größeren Gruppe von Arbeiten, die um die Mitte der 70er Jahre mit der Autorisierung und unter der Kontrolle des Künstlers hergestellt wurden. Hauptthema ist das Tier welches für Beuys eine Quelle gewaltiger Energie mit starken Instinkt- und Orientierungskräften symbolisiert, die dem Menschen längst abhanden gekommen sind. Immer wieder formuliert er so den utopischen Gedanken des Einklanges von Mensch, Kultur und Natur, wobei er hier vor allem auf die Darstellung von Hirsch und Biene zurückgreift. Die Schätzung beläuft sich auf € 13 - 15000.

Des weiteren besticht Gerhard Marcks mit der Skulptur "Jacke ausziehendes Mädchen". Die Bronze mit brauner bis messingfarbener Patina entstand 1981 im letzten Lebensjahr des Künstlers. Sie bildet einen meisterhaften Ausklang seiner bedeutenden Werkgruppe mit dem Motiv des An- und Auskleidens. Die grazile Körperhaltung des jungen Mädchens verbunden mit weichen Konturlinien und changierender Oberflächenstruktur machen den besonderen Reiz dieser Arbeit aus, die mit einer Schätzung von € 12 - 13000 zum Aufruf kommt.


Natürlich dürfen bei einer Hamburger Auktion auch die Werke des berühmten Sohnes der Stadt, nicht fehlen. Neben 36 weiteren Werken Horst Janssens liegt ein besonderes Augenmerk auf dem 1949/50 entstandenen "Stilleben". Die großformatige Tempera- und Bleistift-zeich-nung entstand wohl während des Studiums bei Alfred Mahlau. Sie ist mit € 10-12000 taxiert.

Auf € 8. - 10000 wird die "Phantastische Landschaft" Heinrich Tischlers geschätzt. Sie entstand 1920 und stellt ein vom Künstler äußerst selten gewähltes Motiv dar. Das facettenreiche Werk des jüdischen Malers, Graphikers und Architekten, der an der Breslauer Akademie studiert hatte und bereits 1933 Ausstellungs- und Malverbot erhielt, war vor allem vom Bild des Menschen geprägt.

Mit € 7500-9000 etwas niedriger angesetzt ist Arnold Balwés "Abend an der Zuiderszee". Das Ölgemälde aus dem Jahr 1931 gibt die abendliche Idylle einer niederländischen Landschaft stimmungsvoll und mit vitalem Pinselstrich wieder.

Für Spannung im Auktionssaal dürfte auch Franz Xaver Fuhrs Ölgemälde "Schmetterlinge und Blütenrispe" aus den Jahren 1951/53 sorgen. Die Arbeit, die auf zahlreichen Ausstellungen vertreten war, unter anderem auch im Berliner Haus am Lützowplatz, ist im Kontext des sogenannten "Regensburger Spätwerks" des Künstlers entstanden. Schräge Linien, spitze Winkel und dreieckige Formen bestimmen die Flächengestaltung der Arbeiten jener Schaffensphase. Hinter den malerischen Formkomplexen und grafischen Elementen verbirgt sich die gegenständliche Darstellung. Die Schätzung liegt ebenfalls bei € 7500-9000.

Weitere Attraktionen der Auktion sind unter anderem Arbeiten von Gerhard Altenbourg, Georges Braque, Karl Otto Götz, Friedensreich Hundertwasser, Gerhard Marcks, Emil Nolde, Pablo Picasso, Karl Schmidt-Rottluff oder Tom Wesselmann.

Zur Vorbesichtigung ausgewählter Arbeiten lädt Ketterer Kunst vom 22. -23. April in seine Räume in der Prinzregentenstraße 61 in München. Alle Werke können in Hamburg zwischen dem 25. April und dem 14. Mai bei Ketterer Kunst am Meßberg 1 in Hamburg besichtigt werden.
Der Katalog zur Auktion ist für € 15 unter der Telefonnummer 040-374961-37 erhältlich.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als eines der wichtigsten Kunst- und Buchauktionshäuser etabliert. Dem Stammhaus im Münchener Prinz-Alfons-Palais kommt mit zwei jährlichen Auktionen im Bereich Klassiker des XX. Jahrhunderts & Münchner Schule eine führende Rolle zu, während man sich im Hamburger Meßberghof im Rahmen der Auktion Moderne & Gegenwart vier Mal jährlich der Modernen und Zeitgenössischen Kunst widmet. Außerdem kommen hier Wertvolle Bücher und Autographen (jährlich zwei Auktionen), Alte & Neuere Meister (jährlich zwei Auktionen) sowie Maritime Kunst (jährlich zwei Auktionen) zum Aufruf. Seit 1997 ist Ketterer Kunst auch auf dem Berliner Markt mit einer Auktion für Zeitgenössische Kunst nach 1945, der Perspective vertreten und bietet seinen Kunden somit als einziges Auktionshaus pro Jahr insgesamt 13 Auktio-nen an drei Standorten in Deutschland.

Hamburg, den 03. April 2002


Für weitere Information, Bildmaterial oder Katalogbestellungen für die Presse:

Ketterer Kunst Ansprechpartner für Moderne & Gegenwart
Michaela Derra in Hamburg:
Prinzregentenstraße 61
81675 München Désirée Preiss
Telefon: +49-(0)89-55244-152 Telefon: +49-(0)40-374961-28
Fax: +49-(0)89-55244-166 Fax: +49-(0)40-374961-66


Diese Meldung sowie weitere Informationen finden Sie unter kettererkunst.de



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    karma


    Anzeige
    Atelier




    Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

    Unter dem Titel Bavid Dowie präsentiert das Kunsthaus auf drei Etagen farbintensive Gemälde und Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung entstanden sind. weiter


    IN THE CUT - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

    Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. weiter


    Raum D: Digitale Projekte Malte Bruns

    Bis zum 9. September gibt die neu initiierte Reihe „Raum D: Digitale Projekte“ Einblicke in die Praktiken junger medienkünstlerischer Positionen. weiter


    Raphaela Vogel Ultranackt

    Die neuen Arbeiten in dieser ersten Einzelausstellung ausserhalb ihrer deutschen Heimat entfalten eine Welt, die aufregend und dystopisch zugleich ist.
    weiter


    Jutta Koether Tour de Madame

    Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether. weiter


    Jan Bräumer / Sebastian Tröger

    Unter dem Titel Von vielen Möglichkeiten weiß der Dinosaurier nichts präsentiert das Kunsthaus Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Jan Bräumer (*1970 in Darmstadt) und Sebastian Tröger (*1986 in Erlangen). weiter


    Ernst Caramelle - Very angenehme Konzeptkunst

    Was ist Wirklichkeit, was nur Schein? Bei den raffinierten Wandgemälden des in Tirol geborenen Künstlers Ernst Caramelle (*1952) verschwimmen diese Grenzen. In der stillen und zugleich eindrucksvollen Einzelausstellung „Very angenehme Konzeptkunst“ zeigt Marta Herford anhand von Zeichnungen, Film, „Lichtarbeiten“ sowie einer eigens für die Lippold-Galerie konzipierten Wandmalerei Caramelles gewitzte und verblüffende Konzeptkunst. weiter

    Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

    Elke aus dem Moore folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie von Beginn an geleitet hat. weiter


    erreger– | EIGEN frequenz

    Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. weiter


    Herr Fritz, woher stammen die Bilder? Ausstellung zur Provenienzforschung im MKK Dortmund

    „Herr Fritz, woher stammen die Bilder?“ Provenienzforschung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund weiter

    Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

    "Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter) weiter

    Tatjana Doll erhält den Konrad-von-Soest-Preis 2018

    Tatjana Doll, Professorin für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, erhält den Konrad-von-Soest-Preis. weiter


    Schirin Kretschmann

    Die ortsbezogenen Arbeiten von Schirin Kretschmann bestechen durch ihre Präsenz. weiter


    Christine und Irene Hohenbüchler Räume im Raum

    Die Künstlerinnen Christine und Irene Hohenbüchler (geb. 1964 in Wien) sind bekannt für ihre Installationen, die das Publikum im Sinne einer Multiplen Autorenschaft miteinbeziehen. weiter


    Gert & Uwe Tobias

    2018 endet die Steinkohleförderung und damit eine für die deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre prägende Epoche. weiter


    Ulrich Wagner. Urbane Systeme

    Weiß, aber keinesfalls farblos – so präsentieren sich die Werke der Ausstellung „Weiß ist der Grund“ ab 6. Mai im Museum Ritter. Zu sehen sind rund 60 Bilder, Plastiken und Objekte aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter, in denen Weiß eine besondere Rolle spielt. weiter


    DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx

    Anhand verschiedener künstlerischer Interventionen zeigt die Ausstellung Arbeiten von KünstlerInnen, die sich kritisch mit unserer ökonomischen und sozialen Gegenwart und deren ideellen Hintergründen auseinandersetzen. weiter


    Maria Lassnig BE-ZIEHUNGEN

    Maria Lassnig (1919–2014) gehört zweifellos zu den prägenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts; ihre körperbezogene Malerei nimmt eine für die Entwicklung der Gegenwartskunst zentrale Stellung ein. weiter

    Sarah Ortmeyer FLYRT

    FLYRT zeigt klassische Disziplinen der Kunst: Bildhauerei, Malerei und Film in anti-traditionellen Präsentationsformen. weiter


    Ashley Hans Scheirl - Genital Economy Posing

    In Ashley Hans Scheirls „life art“ steht das Hinterfragen von gesellschaftlichen Normen und Verhältnissen sowie die Weiterentwicklung des Umgangs mit der eigenen Identität und Sexualität im Zentrum ihrer oft medienübergreifenden Arbeiten. weiter