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Ahoi!: Der Pavillon of Reflections wird zu Wasser gelassen

Manifesta 11

Juni 2016 | Zürich
Eingabedatum: 07.06.2016

bilder

Diese Woche ist es soweit. Ein Team von ETH-Studenten und eine Gruppe von Zimmermännern setzen die vorgefertigten Einzelteile des Pavillon of Reflections, der schwimmenden Plattform mit LED-Screen und integrierter Badeanstalt, am Seehafen Mythenquai in Zürich zusammen. Die Konstruktion des Pavillons ist ein Gemeinschaftswerk von der Manifesta 11, ETH-Studenten und verschiedenen Holz-, Wasser-, Stahlbau- und Eventfirmen und wird unterstützt von den EKZ. Das Projekt hat einen ökologischen Zusatznutzen: Verwendet wird Holz von Unterstammheimer Bäumen, die wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden mussten. Das Holz ist teilweise bläulich verfärbt, ansonsten aber in tadellosem Zustand. Letzte Woche kam zudem die riesige Stahlkonstruktion des Floss-Unterbaus auf den Bauplatz am Mythenquai. Hier wird die schwimmende Plattform direkt auf dem See zusammengesetzt. Voraussichtlich Ende Mai soll der Pavillon an den definitiven Standort am Bellevue verschoben werden. Geöffnet fürs Publikum ist der Pavillon of Reflections ab dem 11. Juni 2016.

Mit dem Pavillon of Reflections wird für die 100-tägige Dauer der Kunstbiennale zentrumsnah ein neuer Ort entstehen. Die schwimmende Insel – architektonische Ikone der Manifesta 11 – ist fester Bestandteil des kuratorischen Konzeptes der Manifesta 11. Am Abend werden hier Filme gezeigt, welche die Entstehungsprozesse der für die Manifesta 11 neu entstandenen Kunstwerke dokumentieren, tagsüber dient die Plattform als Badeanstalt. Grundlage der Entwürfe war der Auftrag des Manifesta-Kurators Christian Jankowski an die ETH-Studenten unter Leitung von Tom Emerson, mit den Elementen LED-Screen, Zuschauerränge, Bad und Bar einen Pavillon auf dem See zu entwerfen.

Realisiert wird der Bau in einem kollektiven Prozess von den Studierenden selbst. Verschiedene Firmen stehen ihnen teils beratend, teils mittels Sach- und Dienstleistungen unterstützend zur Seite.

Der Überbau des Pavillon of Reflections wird komplett aus Holz gebaut; der Umgang mit dem Material ist ein essentieller Teil des Entwurfs- und Bauprozesses. Das fachspezifische Know-How für die ingenieurtechnischen Belange erhielten die ETH-Studenten vom Holzbaubüro Reusser AG. Die Firma stand den Studenten während des ganzen Designprozesses, bei den statischen Berechnungen sowie bei der Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite.

Dank der Unterstützung durch die Sägerei Konrad Keller AG konnte die beachtliche Menge von 350 Kubikmetern Käferrundholz (Fichte) für den Bau aufgetrieben werden. Das Holz war zeitlich optimal verfügbar und wurde im vergangenen Dezember und Januar in der Sägerei der Holzbaufirma mithilfe des ETH-Teams zugeschnitten, getrocknet und für die weitere Verarbeitung bereitgestellt. «Ich betrachte dieses Projekt bezüglich Holzverwertung als äussertst sinnvoll und hoffe auf eine Leuchtturmwirkung. Als umweltbewusster Holzindustriebetrieb legen wir sehr viel Wert auf einheimische, regionale Wertschöpfung. Für die beteiligten Studenten war es sicher interessant, Praxiserfahrung bezüglich dem Einsatz von Holz zu sammeln und wir hoffen auf ihr langfristiges Engagement für diesen exzellenten Baustoff.», sagt Martin Keller von Konrad Keller AG.

Zentral für die gesamte Konstruktion des Pavillons war von Anfang an die Frage, wie der Pavillon schwimmfähig gemacht sowie transportiert und verankert werden kann. Hierzu steuerte die Willy Stäubli Ingenieur AG das ingenieurtechnische Know-How bei und begleitet das ETH-Team fachkundig durch den Design- und Planungsprozess. Die Schwimmkörper stammen aus dem Unterbau des ehemaligen Ponton der EURO08, womit die Kosten für die Konstruktion der Plattform tief gehalten werden konnten. Die Willy Stäubli Ingenieur AG montiert den Unterbau des Ponton (Tragstruktur), führt diesen über den See und verankert diesen vor der Quaibrücke mit Tauchern.

Für das Stahlgerüst arbeitete das ETH-Team mit der Stahlbaufirma Pichler zusammen. Das technische Büro von Stahlbau Pichler überführte die Ausführungsplanung der ETH-Studenten in die Werkplanung. Sie modellierte die einzelnen Stahlträger, konzeptionierte ihr Zusammenwirken und nahm die Detailplanung der Anschlusstellen zur Holzkonstruktion vor. Nach Abschluss der Werkplanungsprozesse begann der eigentliche Fertigungsprozess: Die einzelnen Stahlbauteile wurden zugeschnitten, gebohrt, geheftet und verschweisst. Im Anschluss wurden die fertigen Bauteile verladen und nach Bäch transportiert, wo sie zusammengebaut wurde. Stahlbau Pichler hat insgesamt 52t Stahl für die Fertigung der Unterkonstruktion verarbeitet.

Manifesta 11 Zürich 11.6.–18.9.2016
manifesta11.org /
manifesta.org


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