Diango Hernández

Sobre las olas (Über den Wellen)

22. 07. -17. 09. 2017 | Kunstverein Lingen
Eingabedatum: 21.07.2017

Werkabbildung

Diango Hernández Guanabo, 2016 4 Bänke Holz, Sand, weiße Acrylfarbe 50 x 200 x 45 cm Courtesy der Künstler und Galerie Barbara Thumm, Berlin Installationsansicht Museum Morsbroich, Leverkusen 2016 Copyright Fotos: Anne Pöhlmann, 2017bilder

Der seit 2003 in Düsseldorf lebende kubanische Künstler Diango Hernández (geb. 1970 in Sancti Spiritus, Kuba) studierte in den 1990er Jahren Industriedesign in Havana und wurde dann einer der Gründer eines Kollektivs aus kubanischen Künstlern und Designern mit dem Namen „Ordo Amoris Cabinet“. Diango Hernández präsentierte seine Arbeit sowohl in Einzelausstellungen in der Kunsthalle Münster und im Kunstverein Nürnberg und jüngst im Museum Morsbroich in Leverkusen. Er nahm an Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Düsseldorf, in der Kunsthalle Basel, im Kunstverein in Hamburg sowie im Museum Ludwig in Köln teil.

Diango Hernández fächert in seinen Bildern, Objekten und Wandmalereien einzelne Momente seiner Biografie auf. Die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, dem Strand, den Früchten und der Sprache prägt sein ästhetisches Vokabular. Die mäandernden Reden Fidel Castros transformiert Diango Hernández in neue visuelle Ausdrucksformen: Im Medium der Wandmalerei werden Worte zu Wellen und Wellen zu einem Meer aus blauen Zeichen. Heimat als ideologische Konstruktion und Heimat als Sehnsuchtsort bilden die beiden Erinnerungsachsen, Energiespeicher und das Perpetuum mobile der künstlerischen Produktion von Diango Hernández. In einer Arbeit versammelt der Künstler kleine figurative Skulpturen der klassischen Moderne in Kuba, die in seiner Verwandtschaft gesammelt wurden. Schließlich rekonstruiert Hernández in einem anderen Werk mit einfachen Mitteln den Grundriss des Elternhauses, in dem die Mutter noch immer lebt.

Der Titel der Ausstellung „Sobre las olas (Über den Wellen)“ liegt ihr insofern zugrunde, als dass sich das Motiv der Wellen wie ein Leitvotiv durch die Präsentation ziehen wird. Die Formulierung verweist direkt auf einen Walzer, komponiert von dem mexikanischen Komponisten Juventino Rosas (1868 – 1894), heute eines der berühmtesten Stücke aus Lateinamerika. Gleichzeitig birgt das Motiv Erinnerungen an die Besonderheit der Insel Kuba als Zentrum und letzter Rückzugsort einer Ideologie, als Sehnsuchtsort, Ort der Identität und als unendlicher Strand.
Die Kunsthalle Lingen realisiert eine großformatig angelegte Einzelausstellung von Diango Hernández. Gezeigt werden im Ober- und Untergeschoss Arbeiten aus den Jahren von 2014 bis 2016, im Einzelnen zwei- und dreidimensionale Werke, darunter auch neue, eigens für die Ausstellung entstandene großformatige Bilder.

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch die Stiftung Niedersachsen.
Ebenfalls großzügige Förderung erfolgt durch das Land Niedersachsen, den Landkreis Emsland, die Stadt Lingen (Ems) und die Kulturstiftung Heinrich Kampmann.

Kunsthalle
Kunstverein Lingen e. V.
Kaiserstraße 10 a
49809 Lingen (Ems)

kunsthallelingen.de

Presse






Daten zu Diango Hernández:

- * 1970 in Sancti Spíritus, Cuba
- Art Basel 2013
- art cologne 2015
- BIENNALE OF SYDNEY, 2006
- Biennial of Cartagena de Indias 2014
- Bonner Kunstverein
- Fellbach Triennale 2013
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Kunstverein für die Rheinlande, Düsseldorf 2015
- Liverpool Biennal 2010
- Liverpool Biennale 2012
- MoMA Collection
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

Weiteres zum Thema: Diango Hernández



Wessen Geschichte - Kunstverein in Hamburg (12.1.-23.3.08)


Der Kunstverein in Hamburg hat internationale Künstler eingeladen, die sich in ihren Arbeiten mit der Vergangenheit ihres jeweiligen Heimatlandes auseinandersetzen. Das heißt u.a., dass in den Arbeiten Problematiken kollektiver Identität in Zeiten wirtschaftlicher und kultureller Globalisierung untersucht werden.
Dabei spielt in den Werken stets die eigene Erfahrung eine entscheidende Rolle, um bestimmte historische Entwicklungen, denen die Künstler ausgesetzt waren oder die sie beobachtet haben, zu veranschaulichen.

Künstlerliste: Andreas Bunte, Mircea Cantor, Diango Hernández, Andree Korpys/Markus Löffler, Gabriel Kuri, Little Warsaw, Victor Man, Silke Schatz, Haegue Yang


Parallel wird im Untergeschoss die Ausstellung von Luis Jacob. Habitat
eröffnet.

Abbildung: Andree Korpys/Markus Löffler, Stadt von Morgen / City of Tomorrow 3/5, 2007 (Detail), 15 C-Prints, 3 b/w Prints, jeweils 82 x 72 cm, gerahmt, DVD, 16:07 Min, Farbe, Ton
Courtesy Galerie Meyer Riegger, Karlsruhe


Öffnungszeiten: Di. - So. 11.00 - 18.00, Do. 11.00 - 21.00

Kunstverein in Hamburg
Klosterwall 23
20095 Hamburg
Telefon: 040 33 83 44
kunstverein.de



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