Juan Ricaurte-Riveros. “Ag⁴⁷ õ Pb⁸² • Silver or Lead • Plata o Plomo”
21.03. - 07.06.2026 | Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg
Eingabedatum: 18.03.2026

Juan Ricaurte-Riveros’ erste Einzelausstellung wandelt den Ausstellungsraum in eine Installation aus Video, Sound, Skulptur und Licht, in der der Künstler eine Geschichte von Gier, Macht, Gewalt und widerständigen Herzen erzählt.
Der titelgebende Ausdruck “Plata o Plomo” (Silber oder Blei) entstammt dem kolumbianischen Slang während der Drogenkriege der 1980er- und 90er-Jahren. Bis heute wird Plomo analog für Kugeln verwendet. Für den Künstler verkörpert die Redewendung die Gier spanischer Kolonialherren, konservativer Kreolen, liberaler Mestizen, der Narcos, Großgrundbesitzer, Pharmaindustrie und anderer, deren Machtansprüche allesamt Spuren auf südamerikanischen Böden hinterlassen haben.
Übertragen auf eine Makroperspektive wirkt “Plata o Plomo” wie der Schlachtruf einer politisch-ökonomischen Weltordnung, die auf Gewalt, Leid und dem Recht des Stärkeren basiert und wirkt heute wieder omnipräsent.
Der titelgebende Ausdruck “Plata o Plomo” (Silber oder Blei) entstammt dem kolumbianischen Slang während der Drogenkriege der 1980er- und 90er-Jahren. Bis heute wird Plomo analog für Kugeln verwendet. Für den Künstler verkörpert die Redewendung die Gier spanischer Kolonialherren, konservativer Kreolen, liberaler Mestizen, der Narcos, Großgrundbesitzer, Pharmaindustrie und anderer, deren Machtansprüche allesamt Spuren auf südamerikanischen Böden hinterlassen haben.
Übertragen auf eine Makroperspektive wirkt “Plata o Plomo” wie der Schlachtruf einer politisch-ökonomischen Weltordnung, die auf Gewalt, Leid und dem Recht des Stärkeren basiert und wirkt heute wieder omnipräsent.
21.03. - 07.06.2026
Kunstverein Harburger Bahnhof
Im Fernbahnhof über Gleis 3/4, Hannoversche Straße 85, 21079 Hamburg
Presse
Kontext
Einordnung:Juan Ricaurte-Riveros verortet sich mit seiner raumgreifenden Multimedia-Installation aus Video, Sound, Skulptur und Licht in der zeitgenössischen Tradition immersiver, politisch engagierter Kunst. Thematisch reiht sich sein Werk nahtlos in den aktuellen Diskurs der postkolonialen Theorie und dekolonialen Ästhetik ein. Indem er das kolumbianische Drogenkriegs-Motto „Plata o Plomo“ als konzeptuellen Ausgangspunkt wählt, spannt er einen historischen Bogen von der spanischen Conquista bis hin zum spätkapitalistischen Neokolonialismus. Die materielle Dichotomie von Silber (Reichtum/Ressourcenausbeutung) und Blei (Gewalt/Unterdrückung) wird dabei zur universellen Metapher erhoben. Ricaurte-Riveros transformiert so die spezifische historische Gewalterfahrung des südamerikanischen Raums in eine hochaktuelle, globale Kritik an hegemonialen Machtstrukturen, kapitalistischer Gier und der fortwährenden Ausbeutung von Mensch und Natur.






