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ouvert - In der Ruhe liegt die Angst

23.01.2026 - 01.03.2026 | Vebikus Kunsthalle Schaffhausen, Schaffhausen

Eingabedatum: 12.01.2026

Werkabbildung
abb.: Jens Schaumweber_In der Ruhe liegt die Angst
Wir leben in einem Zeitalter der Angst. Sie ist allgegenwärtig, diffus, konkret zugleich und sie verfolgt uns bis in die intimsten Räume. Digitale Medien beschleunigen ihre Verbreitung, sie multiplizieren Bedrohungen, lassen Unsicherheiten viral gehen. In einer Zeit, in der Aufmerksamkeit zur stärksten Währung geworden ist, hat Angst einen hohen Marktwert: Sie zieht Klicks, Aufmerksamkeit und Präsenz. Schutz gibt es keinen, man müsste ihn selbst aufbauen, doch dafür bleibt im Alltag kaum mehr Zeit. Gleichzeitig wächst der Druck, immer erreichbar zu sein, nichts zu verpassen und die Angst, nicht dazu zu gehören, verlagert sich vom Realen ins Digitale, ein Zustand permanenter Reizüberflutung und Vergleichbarkeit.

Die Ausstellung «In der Ruhe liegt die Angst» dient als Selbstexperiment, sich bewusst dieser Spirale zu entziehen und durch die Kunst in einen Dialog mit sich selbst zu treten.

Unter dem Titel «ouvert» startet die Vebikus Kunsthalle das reguläre Jahresprogramm mit einem speziellen Projekt. «ouvert», weil wir uns inspirieren lassen von Dingen, die wir sehen, Menschen, die wir treffen und Ideen, die uns begeistern – und weil wir dafür unsere Türen öffnen.

23.01.2026 - 01.03.2026

Vebikus Kunsthalle Schaffhausen, Schaffhausen

Baumgartenstraße 19, CH-8201 Schaffhausen

https://www.vebikus.ch

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung verortet sich thematisch klar in der Gegenwartskunst, die sich mit den psychologischen und sozialen Folgen der Digitalisierung auseinandersetzt. Sie steht damit in der Tradition der Post-Internet Art, die das Virale, die Reizüberflutung und die permanente Vernetzung reflektiert. Gleichzeitig knüpft die Auseinandersetzung mit „Angst“ als gesellschaftlichem Zustand an eine lange kunsthistorische Linie an, die vom Expressionismus bis hin zu medienkritischen Positionen der 1980er- und 90er-Jahre reicht. Die Betonung der Kunst als introspektiver Rückzugsort und „Selbstexperiment“ betont eine therapeutische Funktion, die in zeitgenössischen kuratorischen Konzepten häufig zu finden ist. Das übergreifende Motto „ouvert“ unterstreicht zudem einen prozessorientierten, dialogischen Kunstbegriff, der weniger auf das fertige Werk als auf die Begegnung und den Austausch abzielt.
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