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Evelyn Hofer - Laurenz Berges. long ago and far away

21.11.2025 - 01.02.2026 | Oldenburger Kunstverein, Oldenburg

Eingabedatum: 17.11.2025

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Im Rahmen der „USA-Begegnungen“ der Stadt Oldenburg präsentiert der OKV Arbeiten von Evelyn Hofer und Laurenz Berges.

Evelyn Hofer (1922–2009) lebte seit 1946 bis 2005 in New York und schuf ikonische, erzählerisch beschreibende Bilder der US-amerikanischen Lebenswelt nach dem 2. Weltkrieg. Gezeigt werden Originalabzüge aus den Fotobüchern New York Proclaimed (1965) und The Evidence of Washington(1966) sowie weitere Arbeiten aus den 1950er bis in die 1970er Jahre.

Zu Beginn seiner künstlerischen Entwicklung war Laurenz Berges (1966) in den Jahren 1988/89 Fotoassistent bei Evelyn Hofer in New York. Auszüge seiner dort produzierten Werke Seagram Plaza und Park Avenue Mornings zeigen einen anderen Blick und bilden eine spannungsvolle Ergänzung zu Hofers Werk. Die auf Kodachrome-Filmmaterial aufgenommenen Arbeiten werden im Kubus des OKV in einer Installation mit Technik nach heutigen Standards präsentiert.

Diese „USA-Begegnungen“ stammen aus einer Zeit, in der Susan Sonntag über Fotografie als „Objekte der Melancholie“ schrieb: „Der Reiz von Fotografien, ihre Macht über uns, beruht darauf, dass sie uns gleichzeitig ein kennerhaftes Verhältnis ZUR Welt und ein unkritisches Einverständnis MIT der [Welt] versprechen.“ Doch das scheint long ago and far away.

21.11.2025 - 01.02.2026
Oldenburger Kunstverein
Damm 2a
26135 Oldenburg

Damm 2a, 26135 Oldenburg

https://www.oldenburger-kunstverein.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung positioniert zwei Generationen der Fotografie im Dialog: Evelyn Hofers Arbeiten verkörpern die klassische, humanistisch geprägte Dokumentarfotografie der Nachkriegszeit, die mit erzählerischer Dichte das soziale Gefüge einer Epoche festhält. Ihr Schüler Laurenz Berges steht hingegen mit der Verwendung von Kodachrome-Film in der Tradition der amerikanischen „New Color Photography“ der 1970er/80er Jahre. Sein Blick ist formaler und distanzierter, fokussiert auf urbane Strukturen statt auf den Menschen. Die Referenz auf Susan Sontag verortet Hofers Ansatz im damaligen Diskurs über Fotografie als melancholische Konservierung von Realität, während Berges' Perspektive bereits auf eine konzeptuellere, post-dokumentarische Haltung verweist.
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