Adriana Ramic. Confusion model into a butterfly
14.02. - 12.04.2026 | Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern, Schwerin
Eingabedatum: 10.02.2026

Mit „Confusion model into a butterfly“ präsentiert der Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin Adriana Ramic in Deutschland. Geprägt von den Erfahrungen einer transkulturellen Kindheit spiegeln sich Fragen nach Sprache, Übersetzung und Zugehörigkeit in Ramics künstlerischer Praxis wider. In Installationen, Videoarbeiten und Texten verhandeln ihre Arbeiten zentrale Fragen nach hybriden Identitäten, transkulturellen Wissensformen und den Grenzen anthropozentrischen Denkens. So entwickelt Adriana Ramic poetische, konzeptuelle Werke, die gleichermaßen analytisch wie spekulativ operieren und Bezüge zu politischen Realitäten der Gegenwart und Geschichte sichtbar machen. Im Zentrum ihrer Ausstellung im Kunstverein steht eine Videoinstallation, die der Katze Oursa in ihrem Lebensumfeld folgt. Diese lebt im ehemaligen Wohnhaus des albanischen Diktators Enver Hoxha, das heute als Künstlerresidenz und Kulturzentrum genutzt wird und in dem die Künstlerin Ende letzten Jahres zu Gast war. Die Ausstellung wird durch ein begleitendes Katalogprojekt erweitert.
14.02. - 12.04.2026
Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern
Spieltordamm 5, 19055 Schwerin
Presse
Kontext
Einordnung:Adriana Ramic verortet ihre Praxis an der Schnittstelle von zeitgenössischer Konzeptkunst und post-anthropozentrischen Diskursen. Durch die Verbindung von Videoinstallation, Text und Raumgestaltung dekonstruiert sie festgeschriebene Wissenshierarchien und untersucht hybride Identitäten in transkulturellen Kontexten. Besonders die Einbeziehung nicht-menschlicher Akteure, wie einer Katze im ehemaligen Wohnhaus eines Diktators, markiert eine Abkehr von anthropozentrischen Geschichtsbildern zugunsten einer spekulativen, poetischen Analyse politischer Räume. Damit schreibt sich Ramic in eine aktuelle Kunstströmung ein, die Fragen nach Migration, Sprache und Machtstrukturen durch die Linse der New Materialism-Debatten und einer kritischen Auseinandersetzung mit historisch aufgeladenen Orten neu bewertet.







