But you, yourself, with your own hand must open this door
06.12.2025 - 22.02.2026 | Kunstverein Braunschweig
Eingabedatum: 06.12.2025

Die Ausstellung But you, yourself, with your own hand must open this door, benannt nach einer Zeile des Gedichts Dera magjike (engl. The Magic Door) der jugoslawischen Poetin Mira Alečković aus den 1940er-Jahren, widmet sich einer Generation junger Künstler*innen, die im Kosovo und Albanien leben, oder deren Herkunft auf diese Länder zurückgeht. Diese beiden Länder sind durch ihre Traditionen und die gemeinsame Sprache eng miteinander verbunden, befinden sich aber zugleich innerhalb einer größeren geografischen Region mit einer komplexen und konfliktreichen Geschichte, die von ethnischen, kulturellen und politischen Unterschieden geprägt ist. Wie spielen aktuelle Fragen nach Identität und Zugehörigkeit in diesem geopolitischen Kontext eine Rolle und was können wir daraus lernen? Die Ausstellung präsentiert Werke von Künstler*innen, die in den frühen 1990er-Jahren geboren wurden und danach streben, die Zukunft konkret mitzugestalten, während sie sich mit unserer zerbrechlichen Gegenwart konfrontiert sehen, die derzeit einmal mehr von einer Mentalität der Teilung bestimmt ist und unmittelbar von geopolitischen Kräften und Veränderungen beeinflusst wird.
Seit Ende der 1990er-Jahre sind die USA im Kosovo präsent – politisch, durch USAID, dem amerikanischen Entwicklungsprogramm, und zahlreichen NGOs. Diese Präsenz zeigt sich auch im Alltag, etwa in nach US-Persönlichkeiten benannten Straßen und Plätzen. Mit den Kürzungen im Budget von USAID hat jedoch die Gefahr möglicher Instabilität zugenommen.
Seit Ende der 1990er-Jahre sind die USA im Kosovo präsent – politisch, durch USAID, dem amerikanischen Entwicklungsprogramm, und zahlreichen NGOs. Diese Präsenz zeigt sich auch im Alltag, etwa in nach US-Persönlichkeiten benannten Straßen und Plätzen. Mit den Kürzungen im Budget von USAID hat jedoch die Gefahr möglicher Instabilität zugenommen.
06.12.2025 - 22.02.2026
Kunstverein Braunschweig
Lessingplatz 12, 38100 Braunschweig
Presse
Kontext
Einordnung:Die vorgestellte Künstlergeneration, geboren in den frühen 1990er-Jahren, lässt sich der zeitgenössischen, post-jugoslawischen Kunst zuordnen, die sich kritisch mit den Folgen von Krieg und geopolitischer Intervention auseinandersetzt. Ihre Werke verhandeln Fragen von Identität und Zugehörigkeit im Spannungsfeld zwischen nationaler Tradition, der post-sozialistischen Transformation und dem bis heute spürbaren Einfluss westlicher Mächte wie den USA. Thematisch steht diese Kunst im Kontext globaler Diskurse über Post-Conflict-Gesellschaften und Identitätspolitik. Der Fokus liegt dabei klar auf einer konzeptuellen Auseinandersetzung mit der „zerbrechlichen Gegenwart“ und dem Anspruch, die Zukunft aktiv mitzugestalten, wie es der poetische Titel der Ausstellung programmatisch vorgibt.








