UNDER/CURRENTS
12.04. - 24.05.2026 | Halle für Kunst Lüneburg
Eingabedatum: 12.04.2026

Wir laden herzlich zur Eröffnung der Ausstellung UNDER/CURRENTS ein, die den Auftakt des Jahresprogramms 2026 markiert. Im Anschluss an das Jubiläumsjahr, das im Zeichen der institutionellen Selbstreflexion stand, richtet die Halle für Kunst Lüneburg nun den Blick nach außen – auf ihre lokale Verankerung und die vielschichtigen historischen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Koordinaten, in die sie eingebettet ist.
Ausgehend von den natürlichen Ressourcen Lüneburgs verfolgt die Ausstellung, wie Rohstoffe über historische Epochen und geografische Grenzen hinweg zirkulieren, wie sie dabei ökologische und körperliche Systeme infiltrieren und wie sich an ihnen soziale und wirtschaftliche Machtverhältnisse kristallisieren – denen auch wir uns nicht entziehen können.
Mit Werken von Eda Aslan, Gosia Lehmann & Valerian Blos.
Ausgehend von den natürlichen Ressourcen Lüneburgs verfolgt die Ausstellung, wie Rohstoffe über historische Epochen und geografische Grenzen hinweg zirkulieren, wie sie dabei ökologische und körperliche Systeme infiltrieren und wie sich an ihnen soziale und wirtschaftliche Machtverhältnisse kristallisieren – denen auch wir uns nicht entziehen können.
Mit Werken von Eda Aslan, Gosia Lehmann & Valerian Blos.
12.04. - 24.05.2026
Halle für Kunst Lüneburg
Reichenbachstraße 2, 21335 Lüneburg
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung *UNDER/CURRENTS* markiert einen paradigmatischen Wechsel von der klassischen Institutionskritik hin zu einem erweiterten, ortsspezifischen Diskurs der *Ecocritical Art* und des *New Materialism*. Indem die Schau lokale Rohstoffe als Ausgangspunkt nimmt, um globale Extraktivismus- und Kapitalismusgeschichten zu dekonstruieren, reiht sie sich in aktuelle Verhandlungen des Anthropozäns ein. Die forschungsbasierten, oft archivarisch und installativ arbeitenden Praxen von Eda Aslan sowie dem Duo Gosia Lehmann & Valerian Blos fungieren dabei als epistemologische Werkzeuge. Sie untersuchen die Materialität von Ressourcen und machen unsichtbare metabolische Prozesse zwischen Geopolitik, Ökologie und dem menschlichen Körper sichtbar. Kunsthistorisch verortet sich das Projekt somit in einer gesellschaftskritischen *Research-based Art*, die historische und ökonomische Machtverhältnisse als komplexe, räumlich erfahrbare Netzwerke greifbar macht.






