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Salonstücke RELOADED

8 Künstlerräume

29.09.2012 – 13.01.2013 | Städtische Galerie Villa Zanders, Bergisch Gladbach
Eingabedatum: 03.10.2012

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Karin Hochstatter, Salonstücke 6, 17.09.1998 – 24.01.1999, © VG Bild-Kunst, Foto: Eberhard Weible

In der Reihe „Salonstücke“ lud die Städtische Galerie Villa Zanders in den neunziger Jahren junge Künstlerinnen und Künstler in den Grünen Salon. Ausgehend von einem neuen Skulpturbegriff, der den gesamten Raum in den künstlerischen Prozess einbezieht, konzipierten die Teilnehmer jeweils eine eigene, auf den großbürgerlichen Salon zugeschnittene Rauminstallation. Den spektakulären und völlig unterschiedlichen, überraschenden Lösungen der 8 Künstlerinnen und Künstler ist zu verdanken, dass die „Salonstücke“ bei vielen bis heute in sehr lebhafter Erinnerung geblieben sind. Ohne Übertreibung lässt sich sagen: Die „Salonstücke“ der Städtischen Galerie Villa Zanders sind legendär! Im Jahr ihres 20jährigen Bestehens bedankt sich die Städtische Galerie Villa Zanders mit einer großen, beide Etagen umfassenden Ausstellung, bei der die inzwischen zu internationalem Renommee gelangten Künstlerinnen und Künstler neue raumbezogene Installationen vorstellen.

Dieter Froelich
1959 in Walsrode geboren, lebt in Hannover. Tauschte unter dem Titel „Ruhmreiche Berge“ die Landschaftsgemälde des Grünen Salons gegen Zitate aus, die aus schwärmerischen Naturbeschreibungen des 19. Jahrhunderts stammten. Diesen eher konzeptuellen Ansatz verfolgt er bis heute, beispielsweise in Themen wie „Kunst und Küche“. Von ihm werden Skulpturenensembles und konzeptuelle Werkgruppen gezeigt.

Tina Haase
1957 in Köln geboren, lebt in Köln und München. In einem kühnen Streich senkte sie 1995 das Zentrum des Raumes, den Kronleuchter, zu Boden und potenzierte sein Funkeln und Glitzern durch Tausende von Glühbirnen. In ihrer jetzigen Installation wird sie an dieses Funkeln anknüpfen und erneut eine Lichtskulptur, in der das für ihr Werk charakteristische Stapeln und Anhäufen von Alltagsgegenständen im Mittelpunkt steht, erstellen.

Karin Hochstatter
1960 geboren in Köln, lebt in Köln. Wild verstreut standen und lagen beim „Salonstück 7“ federleichte und aufblasbare bizarre Objekte aus Kunststoffmaterialien im Raum. Die gespannten, bläulich-transparenten Folien ließen die Nähe zu Gebirge, Schnee und Wasserfalldarstellungen anklingen. Heute zeigt die Künstlerin eine aus filigranen Kunststoffhalmen konstruierte raumgreifende Installation und eine neue Projektion, die den grünen Salon thematisiert.

Anette Lauer
1964 geboren in Koblenz. Lebt in Karlsruhe. In zarten Stahlkäfigen waren 1996 weiße Gebilde aus Silikon eingebunden, die an Körperformen erinnerten. Der Titel der Skulptur, „Salome“, verdeutlichte die ambivalenten Facetten von Körperlichkeit zwischen Sinnlichkeit und Verletzung, Schmerz und Tod. Zwischenzeitlich im Genre der Malerei, verfolgt die Bildhauerin weiterhin Fragen der Körperlichkeit und Sexualität.

Axel Lieber
1960 geboren in Düsseldorf. Lebt in Malmö und Berlin. Unter dem Titel „Basis und Überbau“ konfrontierte Lieber das großbürgerliche Ambiente des Grünen Salons im Jahr 2000 auf einer Tischtennisplatte in schwindelnder Höhe mit auf das Wesentliche reduzierten Modellen nach Möbeln aus seiner eigenen Wohnung. Von ihm werden neuere Skulpturen und Wandobjekte gezeigt.

Andrea Ostermeyer
1961 geboren in Lübeck, lebt in Mannheim. Sie war die erste Künstlerin der „Salonstücke“ im Frühjahr 1995. Mit ihrer Bodenarbeit aus ineinander verwebten, und genieteten PVC-Bahnen setzte sie Maßstäbe. Bereits früh haben textile Materialien Einzug in ihre Arbeit genommen; diesmal transformiert sie grellfarbige Netze zu einer raumgreifenden Skulptur.

Klaus Schmitt
1955 geboren in Korschenbroich, lebt in Mönchengladbach. Er besetzte den Raum mit einem schwarzen, den Kronleuchter einschließenden Kubus, dessen Wucht einen starken Gegensatz zur Leichtigkeit der Sockelkonstruktion aus hellen Vierkantlatten bildete.
Heute verwandelt Schmitt mit einer einfachen Konstruktion die große Freitreppe und verändert mit diesem Eingriff diesen Raum erstmals künstlerisch.

Heike Weber
1962 in Siegen geboren, lebt in Köln. Bedeckte den gesamten Fußboden mit weißer PVC-Auslegeware, die sie mit einer Zeichnung roter Linien bedeckte. In den Linien folgte sie von außen nach innen den Abmessungen des Raumes und brachte ihn „ins Schwimmen“. Heike Weber fertigt für diese Ausstellung einen großen Kilim aus Silikon sowie eine Wandzeichnung aus Nadeln.

Öffnungszeiten
Di-Sa 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, So und an Feiertagen 11-18 Uhr

Städtische Galerie
Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach
Tel: 02202 – 14 23 34/ 14 23 56
villa-zanders.de

PM




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