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Sandra Mujinga: SKIN TO SKIN

SKIN TO SKIN

29.01.2026 - 31.05.2026 | Belvedere 21, Wien

Eingabedatum: 17.01.2026

Werkabbildung
Sandra Mujinga, Touch Face 1–3, 2018, Installationsansicht, Poetry for Revolutions, Instituto Svizzero, Rom, 2023–24, Foto: Daniele Molajoli
Skin to Skin ist Sandra Mujingas erste Museumspräsentation in Österreich. Die norwegische Künstlerin bespielt den zentralen Ausstellungsraum des Belvedere 21 mit einer raumgreifenden Installation aus Skulptur, Sound und Spiegelung. Wiederholung wird hier zur künstlerischen Strategie, um (Un-)Sichtbarkeit, Gemeinschaft und Transformation auszuloten.

Im Zentrum der Schau steht eine geheimnisvolle Gruppe von 55 identischen überlebensgroßen Figuren – geisterhafte, hybride Wesen, die Avataren, Tiefseegeschöpfen oder Erscheinungen aus einer anderen Dimension ähneln. Sie verkörpern zugleich Schutz und Verbundenheit sowie Zerbrechlichkeit und Stärke. Inspiriert von tierischen Überlebensstrategien wie Tarnung und Nachtaktivität sowie von Ideen aus Science-Fiction, Afrofuturismus und Posthumanismus erschafft Sandra Mujinga eine Atmosphäre, in der Vervielfältigung zu einer Strategie des Verschwindens wird.

Mit ihrer Arbeit stellt Mujinga grundlegende Fragen nach Sichtbarkeit, Identität und Transformation, geleitet von ihrem ausgeprägten Interesse an Körpern und Haut. Spiegelnde Objekte verstärken die visuelle Vervielfältigung und die sensorische Stimulation, während ein elektronischer Soundtrack dieser scheinbar spekulativen Welt eine akustische Dimension verleiht. Inspiriert von Naomi Kleins Konzept des Doppelgängers untersucht Skin to Skin, wie sich Körper durch Wiederholung und Abstraktion einer eindeutigen Lesbarkeit entziehen – und eröffnet so neue Räume für spekulativen Widerstand im Kontext (digitaler) Kontrolle und Überwachung. Skin to Skin lädt ein, sich fluide, hybride und widerständige Existenzformen jenseits konventioneller Kategorien vorzustellen – poetisch, politisch und radikal zeitgenössisch.

29.01.2026 - 31.05.2026
Belvedere 21, Wien

Arsenalstraße 1, 1030 Wien

https://www.belvedere.at/besuch/belvedere-21

Presse

Kontext

Einordnung:
Sandra Mujinga verknüpft in ihrer raumgreifenden Installation Strategien der Serialität mit posthumanistischen Diskursen und Elementen des Afrofuturismus. Die 55 hybriden Skulpturen dekonstruieren durch ihre biomorphe Abstraktion die klassische Vorstellung des Körpers und nutzen Tarnung als Form des subversiven Widerstands gegen digitale Überwachung. Mittels Spiegelungen und immersiven Klangwelten schafft Mujinga einen spekulativen Raum, der die Fluidität von Identität thematisiert und sich einer eindeutigen Lesbarkeit entzieht. Damit ordnet sich ihr Werk in eine radikal zeitgenössische Praxis ein, die das Verhältnis von (Un-)Sichtbarkeit, Technik und physischer Präsenz im Kontext globaler Kontrollmechanismen politisch und ästhetisch neu verhandelt.
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Kataloge/Medien zum Thema: Sandra Mujinga


Sandra Mujinga:

- 8. Yokohama Triennale 2024
- art basel Paris 2025
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- Biennale Venedig 2022
- Frieze London 2022
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- Kunstverein Braunschweig 2017
- Studio Berlin 2020