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Edith-Russ-Haus Nachwuchsförderpreis für Medienkunst

Preisträgerausstellung

10.10.2014 bis 11.01.2015 | Edith-Russ-Haus , Oldenburg
Eingabedatum: 09.10.2014

bilder

Und noch eine Meldung aus dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst: Heute eröffnet die Preisträgerausstellung zum Nachwuchsförderpreis für Medienkunst. Dazu heißt es in der Pressemitteilung:

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst präsentiert die Preisträger des jährlich verliehenen Edith-Russ-Haus Nachwuchsförderpreises fürMedienkunst der Sparda-Bank. Die internationale Jury, bestehend aus Andrea Cinel (Belgien), Claudia Giannetti (Spanien), Franz John (Deutschland) und Piotr Krajewski (Polen) vergab die beiden mit je 3.000 Euro dotierten Preise an das Künstlerduo Adam Basanta und Julian Stein für ihre Raum- und Klanginstallation Invisible Lines und an Axel Straschnoy für seinen Film Kilpisjärvellä.

Die Arbeit Invisible Lines der in Kanada lebenden Künstler Adam Basanta und Julian Stein lässt ein zunächst rein akustisches Phänomen auf räumliche Weise erleben: Das künstlerischer Potential kontrollierter Rückkopplung wird erforscht. Die Besucher erleben die unsichtbaren Pfade, welche die Tonspuren zurücklegen, als sich aufbauende und wieder abklingende temporäre Strukturen. Der statische Aufbau der Installation, bestehend aus sechs Mikrofonständern gekoppelt an sechs ikonische Lautsprechermembranen, bestimmt die Dynamik dieses Erlebnisses und zugleich die Grenzen, in welchen sich das Erlebte abspielt. Die engen Beziehungen zwischen den einzelnen Mikrofon-Lautsprecher-Paarungen werden hörbar durch individuelle Software und oszillieren zwischen Zuständen von Stabilität und Instabilität. Das sonst unerwünschte „Nebenprodukt“ oder die „Fehlfunktion“ werden hier Teil eines selbstregulierendes und sich selbst ausbalancierendes Systems.

Der in Finnland lebende Axel Straschnoy geht in seiner Arbeit Kilpisjärvellä in sehr allumfassender Weise mit der Thematik der Wahrnehmung um. Der Film wird in einer besonderen Ausstellungsarchitektur in Form einer Kuppel vorgeführt, welche als Zelt auf dem Boden steht, so dass die BesucherInnen sich für das Erleben körperlich in die Installation begeben müssen. Wir sehen zwei Kameramänner, welche in ihrem Vorhaben, die Aurora Borealis – das Polarlicht – einzufangen, tief in die Tundra des nördlichen Lapplands gelangen und sich immer weiter von jeglichen Lichtquellen aus Menschenhand entfernen. Das von den Kameramännern am eigenen Körper Erlebte, die Wahrnehmung der Umgebung, das Zelten unter freiem Himmel und die anschließenden Lichtphänomene am Himmel werden so auf die Besucher im Inneren der Kuppel übertragen. Dieses sehr körperliche Erlebnis wird unterstützt durch die minimalistisch gehaltene akustische Ebene.

Mit dem Nachwuchsförderpreis für Medienkunst werden Werke von jungen MedienkünstlerInnen gewürdigt und ihre Karriere über die Preisvergabe, das Preisgeld und die Ausstellung in einer wichtigen Institution der zeitgenössischen Kunst gefördert. Vom 10. Oktober 2014 bis zum 11. Januar 2015 werden die beiden Preisträger sowie vier weitere lobend erwähnte Werke in einer gemeinsamen Gruppenausstellung im Edith-Russ-Haus zu sehen sein:

Anaisa Franco mit Devenir, einer interaktiven Arbeit welche sich mit dem Thema Gender und der eigenen geschlechtlichen Identität auseinandersetzt; Lukas Marxt mit Reign of Silence, in dem er in sehr reduzierter Weise den menschlichen Eingriff in die Natur darstellt; das Künstlerduo Nikolas Schmid-Pfähler und Carolin Liebl, die mit Vincent und Emily zwei interaktive Roboter zeigen, die untereinander und mit ihrer Umwelt interagieren und dabei die Thematik der zwischenmenschlichen Beziehungen in ein bizarres Spannungsfeld rücken und Borja Rodriguez Alonso mit seiner Arbeit Why, welche die jedem von uns bekannte Googlefunktion der Autovervollständigung in Hinblick auf generelle Fragen zu großen Themen wie Sexualität oder Religion darstellt.

Kuratorin: Kathrin Jaumann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Edith-Russ-Haus für Medienkunst

Edith-Russ-Haus für Medienkunst
Katharinenstraße 23 – D-26121 Oldenburg
Telefon: +49 (0) 441 235-3208
edith-russ-haus.de

Presse




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