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Skulptur Projekte Münster 2027

13.06.2027 - 03.10.2027 | LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster

Eingabedatum: 11.02.2026

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Sabina Sabolović, Nataša Ilić und Ivet Ćurlin, Foto: Hanna Neander / LWL-Museum für Kunst und Kultur
Vom 13. Juni bis zum 3. Oktober 2027 laden die Skulptur Projekte erneut dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu erleben. Die Ausstellung, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus in Münster stattfindet, feiert damit zugleich ihr 50-jähriges Bestehen. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW. Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur.

Initiiert von Klaus Bußmann und Kasper König, haben die Skulptur Projekte über die Jahrzehnte hinweg neue Maßstäbe für Kunst im öffentlichen Raum gesetzt und sind zugleich fest mit der Stadtgemeinschaft verbunden. Aufbauend auf dieser reichen Geschichte, bilden die sozialen, kulturellen und politischen Umwälzungen und Dringlichkeiten des vergangenen Jahrzehnts den Ausgangspunkt für die Skulptur Projekte Münster 2027. Von hier aus blickt die sechste Ausgabe der Ausstellung in die Zukunft und weit über das lokale Umfeld hinaus. Sie reagiert damit sowohl auf eine Stadt als auch auf eine Welt, die sich an einem Wendepunkt befinden. Die Skulptur Projekte 2027 verstehen sich dabei als Einladung, einander zuzuhören, gemeinsam zu lernen und dabei zugleich darüber nachzudenken, welche Beziehungen dieser spezifische Ort und Moment zu anderen hat, und welche Resonanzen zwischen ihnen nachhallen. Im Zentrum der Skulptur Projekte 2027 steht das poetische, philosophische und verbindende Potential der Kunst.

Erste Veranstaltungen in 2026

Beginnend im Frühjahr laden die Skulptur Projekte dazu ein, im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen Fragen und Themen kennenzulernen, die die Ausstellung 2027 prägen werden.
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Die Veranstaltungen sind Teil des Vorprogramms auf dem Weg zur Ausstellung 2027, siehe unter https://www.skulptur-projekte.de veröffentlicht.

Die künstlerische Leitung

What, How & for Whom / WHW

What, How & for Whom / WHW ist ein 1999 gegründetes Kuratorinnenkollektiv mit Sitz in Zagreb und Berlin. Die Mitglieder des Kollektivs sind Ivet Ćurlin, Ana Dević, Nataša Ilić und Sabina Sabolović. WHW kuratierte von 2003 bis 2023 das Programm der städtischen Galerija Nova in Zagreb und wird ab 2026 die Leitung eines neuen Ausstellungsraums in der Stadt übernehmen. 2018 gründete das Kollektiv mit der WHW Akademija ein internationales Studienprogramm für Nachwuchskünstler:innen in Zagreb.

Von 2019 bis 2024 waren drei Mitglieder des Kollektivs – Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović – als künstlerische Leiterinnen der Kunsthalle Wien tätig. 2024 wurden sie zur künstlerischen Leitung der Skulptur Projekte Münster 2027 berufen.

WHW hat über die Jahre hinweg Produktions-, Ausstellungs-, Vermittlungs- und Publikationsprojekte in unterschiedlichen geografischen und kulturellen Kontexten sowie auf verschiedenen institutionellen Ebenen realisiert. Die Arbeit des Kollektivs verbindet kuratorische Praxis mit historischer Forschung sowie diskursiven und vermittelnden Formaten und folgt der Überzeugung, dass Kunst eine entscheidende Rolle dabei spielt, gesellschaftliche Denk- und Handlungsweisen gemeinsam zu hinterfragen und zu verändern.



Partner der Skulptur Projekte 2027.

13.06.2027 - 03.10.2027

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Domplatz 10, 48143 Münster

https://www.skulptur-projekte.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Berufung des Kollektivs What, How & for Whom (WHW) für die Skulptur Projekte 2027 markiert eine konsequente Weiterentwicklung der seit 1977 bestehenden Ausstellungsreihe hin zur diskursiven und sozial engagierten Praxis. Standen in der Tradition von Bußmann und König ursprünglich die Verhandlung von Ortspezifik und physischer Monumentalität im Vordergrund, akzentuiert WHW nun die Kunst als katalytisches Medium für gesellschaftliche Transformationsprozesse. Durch die Integration von historischer Forschung und kollektiven Vermittlungsformaten rücken Themen wie globale Krisen und soziale Resonanzräume ins Zentrum der künstlerischen Analyse. Diese Neuausrichtung überführt die klassische Skulptur endgültig in das Feld der „sozialen Plastik“ und der partizipativen Wissensproduktion. Damit festigt die sechste Ausgabe den Status der Skulptur Projekte als Seismograf für die Verschiebung künstlerischer Interventionen von rein materiellen Objekten hin zu prozesshaften, politisch-philosophischen Handlungsräumen.
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