Rupprecht Geiger. Farbe – Licht – Energie
08.02. - 07.06.2026 | Emil Schumacher Museum, Hagen
Eingabedatum: 03.02.2026

Das Emil Schumacher Museum in Hagen würdigt den Maler Rupprecht Geiger vom 8. Februar bis zum 7. Juni 2026 in Kooperation mit dem Archiv Geiger, München, mit einer großen Einzelausstellung, die rund 70 Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers umfasst.
Mit dieser umfangreichen Werkschau Rupprecht Geigers widmet sich das Emil Schumacher Museum einem der bedeutendsten Vertreter der Farbfeldmalerei in Europa und schafft eine so noch nie gezeigte indirekte Begegnung der beiden befreundeten Künstler Geiger und Schumacher. Zwei Maler, zwei Wege der nichtgegenständlichen Kunst nach 1945, die beinahe wie gegensätzliche Pole erscheinen: auf der einen Seite das expressive Gestische, auf der anderen die Klarheit der reinen Farbe.
Innovativ und seiner Zeit voraus, prägt Geiger die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Abkehr von gegenständlicher Formgebung ist logische Folge und Selbstverständnis zugleich. Farbe steht im Zentrum seines Schaffens und ist Zeit seines Lebens alleiniges Thema seiner Malerei. Mit der radikalen Reduktion des Farbträgers auf einfache geometrische Formen meistert er so die Wirkung von reiner Farbe wie niemand zuvor und arbeitet als einer der ersten Künstler mit chemisch hergestellten Tagesleuchtpigmenten.
Die unermüdliche Auseinandersetzung mit Form und Farbe, insbesondere der Farbe Rot, verschafft dem Münchner Maler Rupprecht Geiger (1908–2009) seit den 1950ern internationale Anerkennung und höchste Auszeichnungen, wie z. B. die Verleihung des Salomon-Guggenheim-Preises, New York (1959) und des Rubenspreises der Stadt Siegen (1992) sowie Teilnahmen an sämtlichen bedeutenden Kunstbiennalen von Kassel bis São Paulo.
Geigers lebenslange Faszination für Licht und Farbe manifestiert sich unübersehbar in der Entwicklung seines Lebenswerks; die frühen Aufzeichnungen in Reisetagebüchern with detailliert ausgearbeiteten landschaftlichen Aquarellen bis hin zu den bildkräftigen, für Geigers Œuvre geradezu ikonisch wahrgenommenen Farbfeldern zeugen von einer unbeirrbaren Konsequenz in der Hinwendung zu leuchtender Farbe in ihrer reinsten Strahlkraft.
Als Mitbegründer der Gruppe ZEN 49 und Hauptvertreter der gegenstandslosen Kunst steht er im Zentrum der Kunstszene Westdeutschlands nach 1945. Geigers Kunst im öffentlichen Raum gestaltet bis heute das Bild vieler Städte und öffentlicher Gebäude wie beispielsweise das „Gerundete Blau“ am Kulturzentrum am Gasteig München (aktuell an einem Interimsstandort in Sendling „Gasteig HP 8“) aus 1987 oder die „Dreiteilige Wandgestaltung“ an der Ruhr-Universität in Bochum aus 1975.
„Mit der Schau im Emil Schumacher Museum in Hagen erzählen wir, wie verschieden der Ausdruck in der nichtgegenständlichen Kunst sein kann; der Unterschied zwischen Geigers und Schumachers Herangehensweise könnte größer nicht sein“, sagt Rouven Lotz, Museumsdirektor des Emil Schumacher Museums. Die Enkelin des Künstlers und seit 2010 Leiterin des Archiv Geiger, Julia Geiger, ergänzt: „Es ist spannend, die Werke meines Großvaters an diesem Ort zu sehen. Geiger und Schumacher haben sich gegenseitig sehr geschätzt und sogar Werke getauscht. Mit dieser Ausstellung im Emil Schumacher Museum bringen wir die Künstler näher zusammen und lenken den Blick auf die Vielfalt der gegenstandslosen Kunst des 20. Jahrhunderts.“
Um die Vielseitigkeit und Entwicklung im Werk Rupprecht Geigers sichtbar zu machen, werden in der Ausstellung Werke aus allen Schaffensphasen gezeigt: dem Frühwerk entstammende Landschaften und Stillleben aus Tagebüchern sowie frühe Gouachen, die farbenprächtige Landschaften und mediterrane Stadtansichten zeigen. Selten ausgestellte Grafit-Zeichnungen und die charakteristischen strahlenden Farbmodulationen laden geradezu ein, in Geigers Werk einzutauchen und mit ihnen in leuchtender Farbe zu schwelgen.
Mit dieser umfangreichen Werkschau Rupprecht Geigers widmet sich das Emil Schumacher Museum einem der bedeutendsten Vertreter der Farbfeldmalerei in Europa und schafft eine so noch nie gezeigte indirekte Begegnung der beiden befreundeten Künstler Geiger und Schumacher. Zwei Maler, zwei Wege der nichtgegenständlichen Kunst nach 1945, die beinahe wie gegensätzliche Pole erscheinen: auf der einen Seite das expressive Gestische, auf der anderen die Klarheit der reinen Farbe.
Innovativ und seiner Zeit voraus, prägt Geiger die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Abkehr von gegenständlicher Formgebung ist logische Folge und Selbstverständnis zugleich. Farbe steht im Zentrum seines Schaffens und ist Zeit seines Lebens alleiniges Thema seiner Malerei. Mit der radikalen Reduktion des Farbträgers auf einfache geometrische Formen meistert er so die Wirkung von reiner Farbe wie niemand zuvor und arbeitet als einer der ersten Künstler mit chemisch hergestellten Tagesleuchtpigmenten.
Die unermüdliche Auseinandersetzung mit Form und Farbe, insbesondere der Farbe Rot, verschafft dem Münchner Maler Rupprecht Geiger (1908–2009) seit den 1950ern internationale Anerkennung und höchste Auszeichnungen, wie z. B. die Verleihung des Salomon-Guggenheim-Preises, New York (1959) und des Rubenspreises der Stadt Siegen (1992) sowie Teilnahmen an sämtlichen bedeutenden Kunstbiennalen von Kassel bis São Paulo.
Geigers lebenslange Faszination für Licht und Farbe manifestiert sich unübersehbar in der Entwicklung seines Lebenswerks; die frühen Aufzeichnungen in Reisetagebüchern with detailliert ausgearbeiteten landschaftlichen Aquarellen bis hin zu den bildkräftigen, für Geigers Œuvre geradezu ikonisch wahrgenommenen Farbfeldern zeugen von einer unbeirrbaren Konsequenz in der Hinwendung zu leuchtender Farbe in ihrer reinsten Strahlkraft.
Als Mitbegründer der Gruppe ZEN 49 und Hauptvertreter der gegenstandslosen Kunst steht er im Zentrum der Kunstszene Westdeutschlands nach 1945. Geigers Kunst im öffentlichen Raum gestaltet bis heute das Bild vieler Städte und öffentlicher Gebäude wie beispielsweise das „Gerundete Blau“ am Kulturzentrum am Gasteig München (aktuell an einem Interimsstandort in Sendling „Gasteig HP 8“) aus 1987 oder die „Dreiteilige Wandgestaltung“ an der Ruhr-Universität in Bochum aus 1975.
„Mit der Schau im Emil Schumacher Museum in Hagen erzählen wir, wie verschieden der Ausdruck in der nichtgegenständlichen Kunst sein kann; der Unterschied zwischen Geigers und Schumachers Herangehensweise könnte größer nicht sein“, sagt Rouven Lotz, Museumsdirektor des Emil Schumacher Museums. Die Enkelin des Künstlers und seit 2010 Leiterin des Archiv Geiger, Julia Geiger, ergänzt: „Es ist spannend, die Werke meines Großvaters an diesem Ort zu sehen. Geiger und Schumacher haben sich gegenseitig sehr geschätzt und sogar Werke getauscht. Mit dieser Ausstellung im Emil Schumacher Museum bringen wir die Künstler näher zusammen und lenken den Blick auf die Vielfalt der gegenstandslosen Kunst des 20. Jahrhunderts.“
Um die Vielseitigkeit und Entwicklung im Werk Rupprecht Geigers sichtbar zu machen, werden in der Ausstellung Werke aus allen Schaffensphasen gezeigt: dem Frühwerk entstammende Landschaften und Stillleben aus Tagebüchern sowie frühe Gouachen, die farbenprächtige Landschaften und mediterrane Stadtansichten zeigen. Selten ausgestellte Grafit-Zeichnungen und die charakteristischen strahlenden Farbmodulationen laden geradezu ein, in Geigers Werk einzutauchen und mit ihnen in leuchtender Farbe zu schwelgen.
08.02. - 07.06.2026
Emil Schumacher Museum
Museumsplatz 1, 58095 Hagen
Presse
Kontext
Einordnung:Rupprecht Geiger gilt als zentraler Wegbereiter der europäischen Farbfeldmalerei, der in der Nachkriegszeit die Autonomie der Farbe radikal behauptete. Während sein Zeitgenosse Emil Schumacher das expressive Gestische der haptischen Materialkunst verkörperte, fokussierte Geiger auf die absolute Klarheit und Strahlkraft reiner Pigmente. Seine kunsthistorische Innovation liegt besonders in der frühen Verwendung von Tagesleuchtstoffen und der Reduktion auf geometrische Grundformen, womit er die gegenstandslose Kunst Westdeutschlands – etwa als Mitbegründer von ZEN 49 – maßgeblich prägte. Geigers Œuvre markiert dabei den konsequenten Übergang von der frühen Landschaftsabstraktion zur ikonischen Modulation, bei der die Farbe, insbesondere Rot, zum alleinigen Bildthema und transzendenten Lichtphänomen erhoben wird.







