Charlotte Moth - Travelogue

3. 06. - 4. 09. 2016 | Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz
Eingabedatum: 24.05.2016

bilder

Das Kunstmuseum Liechtenstein richtet der in Paris lebenden Künstlerin Charlotte Moth (geb. 1978 in Carshalton, UK) ihre erste umfassende Museumsausstellung ein.
Charlotte Moth ist eine Entdeckerin des Geheimnisvollen im Vertrauten. Ihre Aufmerksamkeit gilt den Räumen und den Dingen, die uns umgeben, und den Bedingungen der Wahrnehmung von Materialität in Raum und Zeit. Die Künstlerin erfasst und erforscht Orte: alltägliche, natürliche, architektonische oder institutionelle. Und sie schafft Inszenierungen, welche Werke miteinander in einen „skulpturalen Dialog“ treten lassen und im Ausstellungsraum eine geradezu magische Atmosphäre erzeugen.

Die von Moth verwendeten künstlerischen Mittel sind analog: Fotografie und Film, Diaprojektionen und dreidimensionale Anordnungen. Als Quelle und Bezugspunkt vieler Arbeiten dient der Travelogue (Reisebericht), eine von ihr seit 1999 angelegte Sammlung von Fotografien, die im Rahmen von Recherchen stetig erweitert wird.

„Als Sammlung zeigen die Aufnahmen meine Bewegungen an den von mir besuchten Orten und von einem Ort zum anderen“, erläutert die Künstlerin. „Meine Fotosammlung ist eine verborgene Dimension meiner künstlerischen Praxis. […] Die Fotografien im Travelogue warten auf den Augenblick, in dem sie nach draussen gelangen. Diese Augenblicke schaffen selbst bestimmte Räume und Zusammenhänge für die Begegnung mit einem Bild, ob nun für sich oder als Teil einer Installation, die eine ganze Reihe von Komponenten umfassen kann.“ Häufig sind es Ikonen der Architektur oder kunsthistorische Themen, die Moth als Gegenstand ihrer Erkundungen wählt. So reiste sie nach Ibiza, um den Spuren des Dadaisten Raoul Hausmann zu folgen, oder nach St. Ives, wo sie Zugang zum Atelier der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth erhielt. Im Vorfeld der Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein hat sie sich besonders mit zwei herausragenden Brückenbauten der Region sowie mit Sinnesmaterialien der Montessori-Pädagogik auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Gastateliers im Sitterwerk in St.Gallen konnte sie neue Werke für die Ausstellung realisieren.

Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte Obergeschoss des Kunstmuseum Liechtenstein und verbindet Moths vielgestaltige Werkgruppen zu einer Präsentation, die sich in die Museumsarchitektur einschreibt. Dem Besucher bietet sie überraschende Raumerfahrungen: Empfangen wird er von einem schimmernden goldenen Vorhang, hinter dem Verborgenes entdeckt werden kann, und indem er in Räume farbigen Lichts eintaucht, wird er Teil der von der Künstlerin erschaffenen Situation.

Charlotte Moth. Travelogue ist die sechste Ausstellung einer Reihe, in der herausragende jüngere Künstlerpositionen vorgestellt werden. Die Künstlerinnen und Künstler dieser Reihe – bislang Rita McBride, Fabian Marcaccio, Monika Sosnowska, Matti Braun und Bojan Šarčević – kuratieren jeweils eine Präsentation aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein.

Die in Zusammenarbeit mit Charlotte Moth konzipierte Ausstellung ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll. Begleitend erscheinen eine erste monografische Publikation, herausgegeben von Christiane Meyer-Stoll, mit Beiträgen von Eva Birkenstock, Penelope Curtis, Fabrice Hergott, Ian Hunt und Kasia Redzisz, sowie die Künstleredition The Stones of Adrian Stokes, I–VI (6 Lithografien auf BFK Rives Papier).

Die Künstlerin
Charlotte Moth studierte bildende Kunst am Kent Institute of Art and Design in Canterbury und an der Slade School of Art in London. Zahlreiche Stipendienaufenthalte, die sie für ihre künstlerischen Recherchen nutzt, haben sie u.a. nach Deutschland, Irland, Kanada und Portugal sowie in die USA geführt. Moth lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Paris und unterrichtet seit 2013 am Goldsmiths, dem College der University of London für bildende Kunst.

Kunstmuseum Liechtenstein
FL-9490 Vaduz
http://www.kunstmuseum.li

Presse



Charlotte Moth:


- Fellbach Triennale 2013

- Halle für Kunst Lüneburg

- Kunsthalle Basel

- Kunsthalle Basel

- Kunstverein GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen

- Whitstable Biennale 2006 - 2012


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