Ragnar Kjartansson. Sunday Without Love
03.05. - 16.08.2026 | Kunsthalle Recklinghausen
Eingabedatum: 08.05.2026

Die diesjährige Kunstausstellung der Ruhrfestspiele zeigt den isländischen Künstler Ragnar Kjartansson. Der 1976 geborene Kjartansson gehört zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstler*innen aus dem nordischen Raum. Er ist weltweit für seine humorvollen wie melancholischen Werke bekannt, die auf einzigartige und unterhaltsame Weise große Themen wie die Zeit, Emotionen oder das Scheitern verhandeln.
Kjartansson wurde Anfang der 2000er-Jahre zunächst als Musiker bekannt, insbesondere als Frontmann der Band Trabant. Und diese musikalische Herkunft prägt seine künstlerische Praxis bis heute. In seinen Arbeiten setzt er sich selbstironisch mit Themen wie Liebe, Melancholie, Identität sowie Macht und Ohnmacht auseinander und dekonstruiert zugleich kulturelle und männliche Rollenbilder. Dabei greift er bewusst auf kunsthistorische Traditionen zurück, insbesondere auf das Genre der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts und die feministische Performancekunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung umfasst als Deutschlandpremieren die Videoinstallationen Sunday Without Love(2025), No Tomorrow (2022), Figures in Landscape (2018) und S.S. Hangover (2013) sowie die neue Gemäldeserie Weekdays in Arcadia (2025) und bietet einen konzentrierten Überblick zu Kjartanssons Werk, geprägt von drei zentralen, eng miteinander verbundenen Themenfeldern: Musik, Identität und Kunstgeschichte.
Internationale Bekanntheit erlangte Kjartansson spätestens 2009 auf der Biennale von Venedig. Seine Arbeiten wurden in bedeutenden Institutionen wie dem MoMA und dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Palais de Tokyo in Paris, dem Barbican Centre in London sowie dem Louisiana Museum of Modern Art bei Kopenhagen gezeigt.
Kjartanssons Schau in Recklinghausen ist die erste institutionelle Kooperation zwischen der Kunsthalle, den Ruhrfestspielen und dem Kumu Tallinn, einem der bedeutendsten Kunstmuseum in Nordeuropa.
Kjartansson wurde Anfang der 2000er-Jahre zunächst als Musiker bekannt, insbesondere als Frontmann der Band Trabant. Und diese musikalische Herkunft prägt seine künstlerische Praxis bis heute. In seinen Arbeiten setzt er sich selbstironisch mit Themen wie Liebe, Melancholie, Identität sowie Macht und Ohnmacht auseinander und dekonstruiert zugleich kulturelle und männliche Rollenbilder. Dabei greift er bewusst auf kunsthistorische Traditionen zurück, insbesondere auf das Genre der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts und die feministische Performancekunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung umfasst als Deutschlandpremieren die Videoinstallationen Sunday Without Love(2025), No Tomorrow (2022), Figures in Landscape (2018) und S.S. Hangover (2013) sowie die neue Gemäldeserie Weekdays in Arcadia (2025) und bietet einen konzentrierten Überblick zu Kjartanssons Werk, geprägt von drei zentralen, eng miteinander verbundenen Themenfeldern: Musik, Identität und Kunstgeschichte.
Internationale Bekanntheit erlangte Kjartansson spätestens 2009 auf der Biennale von Venedig. Seine Arbeiten wurden in bedeutenden Institutionen wie dem MoMA und dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Palais de Tokyo in Paris, dem Barbican Centre in London sowie dem Louisiana Museum of Modern Art bei Kopenhagen gezeigt.
Kjartanssons Schau in Recklinghausen ist die erste institutionelle Kooperation zwischen der Kunsthalle, den Ruhrfestspielen und dem Kumu Tallinn, einem der bedeutendsten Kunstmuseum in Nordeuropa.
03.05. - 16.08.2026
Kunsthalle Recklinghausen
Große-Perdekamp-Straße 25-27, 45657 Recklinghausen
Presse
Kontext
Einordnung:Ragnar Kjartanssons multimediale Praxis verortet sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Performancekunst, Time-Based Media und postkonzeptueller Malerei. Indem er großformatige Videoinstallationen mit Elementen der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts verknüpft, zitiert er gezielt die Epoche der Romantik, bricht deren Pathos jedoch durch die subversive Methodik der feministischen Performancekunst des 20. Jahrhunderts. Seine musikalische Herkunft fungiert dabei als Rhythmusgeber für eine selbstironische Dekonstruktion des klassischen, historisch oft männlich konnotierten Künstler- und Geniekults. Im breiteren kunsthistorischen Kontext stehen Kjartanssons Arbeiten somit für eine kritische Neuerkundung von Affekten: Durch Repetition, musikalische Theatralik und das Motiv des Scheiterns entlarvt er kulturelle Stereotype und verhandelt existenzielle Leitmotive wie Zeit, Identität und Melancholie für die Gegenwart völlig neu.







