DANA SCHUTZ - TROUBLE AND APPEARANCE
10.07.2026 - 04.10.2026 | Staatliche Graphische Sammlung München, München
Eingabedatum: 09.07.2026

Dana Schutz zählt zu den bedeutendsten Positionen der jüngeren figurativen Malerei. Ihre großformatigen, kompositorisch dichten Gemälde sind voller allegorischer und politischer Anspielungen, die auf aktuelle Themen verweisen. In leuchtenden, oft schrillen Farbstürmen erscheinen die kleinen und größeren Ungeheuerlichkeiten unserer Zeit, verkleidet als moderne Mythen. Weniger bekannt ist das umfangreiche druckgraphische und zeichnerische Œuvre der Künstlerin. In ungewöhnlich großformatigen druckgraphisch delikaten Monotypien untersucht sie menschliche und zwischenmenschliche Zustände, die ihr künstlerisches Interesse wecken.
Für ihre neue Ausstellung, die den Titel „Trouble and Appearance“ trägt, ist eine neue Werkgruppe großformatiger Wandbilder aus Kohlestift von bis zu 6 Metern Länge entstanden, die nicht von ungefähr an die Murals der amerikanischen abstrakten Expressionisten erinnern und in München ihre Weltpremiere feiern. Daneben wird die Künstlerin erstmals Skizzen zu ihren Gemälden präsentieren, die bisher immer unter Verschluss geblieben sind und demonstrieren werden, dass der Geist des Disegno auch hier sein glückliches Unwesen treibt.
Kurator: Michael Hering, Direktor Staatliche Graphische Sammlung München
Für ihre neue Ausstellung, die den Titel „Trouble and Appearance“ trägt, ist eine neue Werkgruppe großformatiger Wandbilder aus Kohlestift von bis zu 6 Metern Länge entstanden, die nicht von ungefähr an die Murals der amerikanischen abstrakten Expressionisten erinnern und in München ihre Weltpremiere feiern. Daneben wird die Künstlerin erstmals Skizzen zu ihren Gemälden präsentieren, die bisher immer unter Verschluss geblieben sind und demonstrieren werden, dass der Geist des Disegno auch hier sein glückliches Unwesen treibt.
Kurator: Michael Hering, Direktor Staatliche Graphische Sammlung München
10.07.2026 - 04.10.2026
Staatliche Graphische Sammlung München, München
Richard-Wagner-Straße 1, 80333 München
Presse
Kontext
Einordnung:Dana Schutz positioniert sich als zentrale Akteurin der zeitgenössischen figurativen Malerei in einer Traditionslinie, die expressive Figuration zur Reflexion gesellschaftlicher Dissonanzen nutzt. Ihre farbgewaltigen, kompositorisch verdichteten Leinwände übersetzen aktuelle politische Konflikte in eine allegorische, mythisch aufgeladene Bildsprache, die strukturell an die neoexpressionistische Gesellschaftskritik anknüpft. Mit ihren monumentalen, bis zu sechs Meter langen Kohlestift-Wandbildern vollzieht die Künstlerin zudem einen kunsthistorischen Brückenschlag, der die raumgreifende Geste und das Format des amerikanischen Abstrakten Expressionismus in die Sphäre der gegenständlichen Zeichnung überführt. Die erstmalige Offenlegung ihrer Skizzen sowie die delikaten Monotypien verweisen zudem auf das klassische Konzept des *Disegno*: Die Zeichnung offenbart sich hier nicht nur als handwerkliches Fundament, sondern als autonomer, konzeptueller Ursprungsort, um die existentiellen und zwischenmenschlichen „Ungeheuerlichkeiten“ der Gegenwart visuell zu fassen.





