Bloom up!
Die Sprache der Blumen
13.06.2026 - 10.01.2027 | Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden
Eingabedatum: 14.06.2026

Kaum ein Motiv ist so allgegenwärtig, wandelbar und aussagekräftig wie die Blume. Sie ist seit Jahrtausenden als Ornament, Attribut oder Symbol in menschlichen Gesellschaften präsent. Starke Gefühle, lebendige Erinnerungen und wirkmächtige Bilder verbinden sich mit Blumen: ihrer Schönheit, ihrem Duft oder ihrer Bedeutung. Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden und das Badische Landesmuseum nutzen dieses Motiv deshalb für den Beginn ihrer Kooperation – ihre erste gemeinsame Ausstellung Bloom up! ist gleichsam ein Willkommensstrauß an das Publikum.
Die unterschiedlichen Schwerpunkte beider Häuser ermöglichen anhand des Motivs der Blume eine neuartige Begegnung von zeitgenössischer Kunst und Kulturgeschichte. Anstelle eines chronologischen Zugangs nähert sich die Ausstellung dem Thema durch Gegenüberstellungen von zeitgenössischen künstlerischen Positionen und Kulturgütern aus unterschiedlichen Epochen. Darüber hinaus wurden Künstlerinnen und Künstler wie Willem de Rooij, Ketuta Alexi-Meskhishvili oder Sissel Tolaas eingeladen, sich in neuen Arbeiten mit den Objekten des Badischen Landesmuseums auseinanderzusetzen. Entstanden sind kritische Revisionen und neue Interpretationen – mal fotografisch, mal olfaktorisch. Der lebendige, unerwartete Dialog zwischen kulturhistorischen Sammlungen und zeitgenössischer Kunst sprengt die Grenzen von Raum und Zeit.
„Die gemeinsame Arbeit stellt für beide Häuser eine große Herausforderung, aber auch eine immense Bereicherung dar. Wir möchten mit Bloom up! zum Nachdenken, zur Diskussion, aber auch zum sinnlichen Erleben anregen“, so Prof. Dr. Eckart Köhne. Gemeinsam mit Susanne Schulenburg leitet er neben dem Badischen Landesmuseum seit 2025 auch die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden.
Die unterschiedlichen Schwerpunkte beider Häuser ermöglichen anhand des Motivs der Blume eine neuartige Begegnung von zeitgenössischer Kunst und Kulturgeschichte. Anstelle eines chronologischen Zugangs nähert sich die Ausstellung dem Thema durch Gegenüberstellungen von zeitgenössischen künstlerischen Positionen und Kulturgütern aus unterschiedlichen Epochen. Darüber hinaus wurden Künstlerinnen und Künstler wie Willem de Rooij, Ketuta Alexi-Meskhishvili oder Sissel Tolaas eingeladen, sich in neuen Arbeiten mit den Objekten des Badischen Landesmuseums auseinanderzusetzen. Entstanden sind kritische Revisionen und neue Interpretationen – mal fotografisch, mal olfaktorisch. Der lebendige, unerwartete Dialog zwischen kulturhistorischen Sammlungen und zeitgenössischer Kunst sprengt die Grenzen von Raum und Zeit.
„Die gemeinsame Arbeit stellt für beide Häuser eine große Herausforderung, aber auch eine immense Bereicherung dar. Wir möchten mit Bloom up! zum Nachdenken, zur Diskussion, aber auch zum sinnlichen Erleben anregen“, so Prof. Dr. Eckart Köhne. Gemeinsam mit Susanne Schulenburg leitet er neben dem Badischen Landesmuseum seit 2025 auch die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden.
13.06.2026 - 10.01.2027
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a, 76530 Baden-Baden
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung nutzt das klassische kunsthistorische Motiv der Blume – traditionell verortet in der Stillleben- und Vanitas-Malerei – als transhistorischen Knotenpunkt, um gezielt mit der linearen Museumschronologie zu brechen. Indem kulturhistorische Artefakte in einen direkten Dialog mit zeitgenössischer Kunst treten, knüpft der kuratorische Ansatz an die Idee einer modernen Wunderkammer an, die Epochengrenzen auflöst. Konzeptuelle Positionen wie die von Willem de Rooij, der florale Arrangements oft im Kontext von Repräsentation und Institutionenkritik liest, oder Ketuta Alexi-Meskhishvili mit ihren medienreflexiven, fotografischen Ansätzen, dekonstruieren die rein ästhetische Lesart des Naturmotivs. Die Einbindung von Sissel Tolaas erweitert den Diskurs zudem radikal in den Bereich der olfaktorischen Kunst und durchbricht somit das visuelle Primat der traditionellen Kunstgeschichte. Durch diese multisensorischen und medialen Revisionen wird das tradierte Blumensymbol aus seinem rein dekorativen Kontext gelöst und in einen aktuellen, kritischen Diskurs über Wahrnehmung, kollektive Erinnerung und museale Kategorisierung überführt.










