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#IFEELYOU. Dimensionen der Empathie

21.05. - 11.10.2026 | Kunstmuseum Bonn

Eingabedatum: 21.05.2026

Werkabbildung
Candice Breitz, Stills from Love Story, 2016, Courtesy Goodman Gallery, Kaufmann Repetto + KOW, © Candice Breitz
Angesichts von Kriegen, postkolonialen Debatten, Klimaaktivismus, Fragen der Geschlechtergerechtigkeit sowie wachsendem Rassismus und politischer Radikalisierung werden Fragen nach gegenseitigem Verstehen, Verantwortung und solidarischem Handeln immer dringlicher. In diesem Zusammenhang gewinnt Empathie an Bedeutung. Sie bezeichnet die Fähigkeit, sich auf die Gedanken, Gefühle und Perspektiven anderer Menschen einzulassen. Empathie kann helfen, Unterschiede wahrzunehmen und Verständigung zu ermöglichen – zwischen Einzelnen ebenso wie zwischen Gruppen und Gesellschaften.

Die Werke der Ausstellung nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie beschäftigen sich mit gesellschaftlichen, sozialen und politischen Fragen rund um Empathie und zeigen, wie diese in der zeitgenössischen Kunst verhandelt wird. Das Kunstmuseum versteht sich dabei als Ort des Austauschs, der Teilhabe und des Perspektivwechsels. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung ist daher die Kooperation mit Menschen, Gruppen und Vereinigungen aus der Bonner Stadtgesellschaft sowie das Erproben neuer Formate der Begegnung.

Mit Werken von: Ulf Aminde, Renate Bertlmann, Joseph Beuys, Candice Breitz, Philipp Gufler, Hans Hemmert, Alfredo Jaar, Nikolaj Larsen, Franco & Eva Mattes, Katharina Mayer, Boris Mikhailov, Claudia Robles-Angel und Evamaria Schaller.

21.05. - 11.10.2026

Kunstmuseum Bonn

Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn

https://www.kunstmuseum-bonn.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung verortet sich im Diskurs der politisch engagierten und partizipativen Kunst und spannt einen Bogen von den 1970er-Jahren bis zur globalisierten Gegenwart. Den kunsthistorischen Ankerpunkt bildet Joseph Beuys’ Konzept der „Sozialen Plastik“, das Kunst als gesellschaftsgestaltende, auf Solidarität basierende Kraft begreift. Dieser performative und aktivistische Impuls zieht sich durch das Werk der feministischen Avantgardistin Renate Bertlmann bis hin zu den netzkritischen Arbeiten von Franco & Eva Mattes. Medial dominiert ein interdisziplinärer Mix aus schonungsloser dokumentarischer Fotografie (Boris Mikhailov) sowie raumgreifenden Video- und Medieninstallationen (Candice Breitz, Alfredo Jaar). Indem die Schau akute globale Krisendiskurse über den Affekt der Empathie verhandelt und die lokale Stadtgesellschaft als aktiven Teil der Kunstproduktion begreift, vollzieht sie den kuratorischen Paradigmenwechsel vom repräsentativen „White Cube“ hin zum Museum als diskursivem Handlungsraum im Sinne der *Relational Aesthetics* (Beziehungsästhetik).
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