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Knoten der Zeit

25.04. - 23.08.2026 | Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig

Eingabedatum: 27.04.2026

Werkabbildung
Kemil Bektesi, My Dad Loves Me..., 2023 Analoge Fotografie, C-Print, Größe variabel
Die Ausstellung Knoten der Zeit bringt Werke von drei Künstler*innen aus dem Kosovo, Bosnien und Herzegowina sowie der Ukraine/Schweiz zusammen. Sie setzen sich mit kulturellen Prägungen auseinander wie den Glaubensrichtungen, in die sie hineingeboren wurden, oder den Städten, in denen sie aufwuchsen. Momente aus der Vergangenheit verweben sie zu neuen fantasievollen Erzählungen, die um Themen wie queere Identität oder Familienbeziehungen kreisen. Dabei arbeiten sie künstlerisch mit vielfältigen Materialien und Medien wie Textilien und Installation.

Die Ausstellung wird von Simon Kurti kuratiert. Er ist kuratorischer Stipendiat der GfZK – Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS). Seit 2001 hat die Kulturstiftung jährlich ein zwölfmonatiges Stipendium an der GfZK in Leipzig an junge internationale Kurator*innen vergeben. Stiftungsdirektor Prof. Manuel Frey zieht eine positive Bilanz: „In den letzten 25 Jahren haben 21 Stipendiatinnen und Stipendiaten das Programm der Galerie mitgestaltet, eigene Ausstellungen realisiert und ihre Ideen eingebracht.

Mit Impulsen aus 19 Ländern entstand ein lebendiges internationales Netzwerk.“ Ziel des Stipendiums war es, den internationalen kulturellen Austausch zu fördern und transkulturelle Phänomene zu erforschen.

25.04. - 23.08.2026

Galerie für Zeitgenössische Kunst

Karl-Tauchnitz-Straße 9-11, 04107 Leipzig

https://gfzk.de/

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung verortet sich präzise im aktuellen Diskurs der zeitgenössischen Erinnerungskultur sowie der post-sozialistischen und diasporischen Identitätsbefragung. Indem die Künstler*innen aus dem Balkan und der Ukraine biografische Prägungen wie Religion und Herkunftsorte mit Diskursen um queere Identität verschränken, formulieren sie eine intersektionale Kunstpraxis, die normative Geschichtsschreibung hinterfragt. Die Wahl von Textilien und raumgreifenden Installationen ist hierbei kunsthistorisch signifikant: Das ehemals als traditionell und kunsthandwerklich codierte Medium Textil erfährt eine zeitgenössische Umdeutung als subversiver Bedeutungsträger, der Vergangenes buchstäblich neu „verwebt“. Diese materielle wie konzeptuelle Rekontextualisierung erlaubt es, kollektive Traumata und familiäre Strukturen in spekulative, auto-fiktionale Erzählräume zu überführen. Damit reiht sich die Schau in eine globalisierte Gegenwartskunst ein, die den transkulturellen Dialog und fluide Identitätskonzepte als zentrale ästhetische Strategien begreift.
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