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Utopia

Recht auf Hoffnung

11.04.2026 - 16.08.2026 | Kunstsammlungen Chemnitz, Chemnitz

Eingabedatum: 11.04.2026

Werkabbildung
Tomás Saraceno (*1973) , <b>Fly with Pacha, Into the Aerocene</b>, 2017–2023, 1-Kanal-Video, 76:25 min, Regie: Maximiliano Laina and Tomas Saraceno © Courtesy of Aerocene Foundation
Die Ausstellung Utopia. Recht auf Hoffnung versammelt künstlerische Positionen, die angesichts globaler Krisen konkrete Visionen für ein gerechteres und nachhaltigeres Zusammenleben entwerfen. Neben der kritischen Auseinandersetzungmit der Utopie selbst und ihren glücksverheißenden, aber auch totalitären Implikationen, richtet sich der Fokus von Utopia auf Projekte, die auf eine Veränderung im Kleinen abzielen. Die gezeigten Werke und Objekte machen Vorschläge für alternative Lebensentwürfe, die aus heutiger Sicht unerreichbar scheinen. Vor allem die Kunst kann in diesem Kontext zu utopischen Zukunftsmodellen wegweisende Beiträge leisten, denn sie begleitet seit der Moderne mit ihrer Palette an ästhetischen wie inhaltlichen Mitteln kritisch gesellschaftliche Prozesse. Diese kritische Haltung macht Kunst seit jeher zu einem Ort utopischen Denkens.



Künstler*innen und Kollektive

AES+F, Kader Attia, Nuotama Frances Bodomo, melanie bonajo, Cao Fei, Anetta Mona Chişa und Lucia Tkáčová, Jasmina Cibic, Stephan Huber und Raimund Kummer, Sven Johne, Keiken, Mischa Leinkauf, Cornelia Parker, Lin May Saeed, Jaanus Samma, Tomás Saraceno, Terreform ONE, Nasan Tur und Liam Young

11.04.2026 - 16.08.2026
Kunstsammlungen Chemnitz, Chemnitz

Theaterplatz 1, 09111 Chemnitz

https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung knüpft ideengeschichtlich an die historische Avantgarde der Moderne an, die Kunst als aktiven Motor gesellschaftlicher Transformation verstand, bricht jedoch mit deren oft dogmatischen Makro-Utopien zugunsten pragmatischer „Mikro-Utopien“. Positionen wie Tomás Saraceno oder Terreform ONE nutzen interdisziplinäre Techniken an der Schnittstelle von Installation, Architektur und spekulativem Design, um nachhaltige, ökologische Zukunftsszenarien im Anthropozän zu modellieren. Demgegenüber reflektieren Künstler*innen wie Kader Attia, Cao Fei oder das Kollektiv AES+F mittels zeitbasierter Medien, Video- und VR-Kunst die ambivalenten, teils totalitären Implikationen unserer globalisierten und hyperkapitalistischen Gegenwart. Indem die Ausstellung historische Gesellschaftskritik mit futuristischer Spekulation verbindet, positioniert sie die zeitgenössische Kunst als interdisziplinäres Labor: Hier verschmelzen technologische, ökologische und postkoloniale Diskurse, um angesichts globaler Krisen konkrete, alternative Lebensmodelle im Kleinen zu erproben und das utopische Denken für das 21. Jahrhundert zu rehabilitieren.
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