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ars viva 2026. Ryan Cullen, Nazanin Noori, Prateek Vijan

14.03. - 25.05.2026 | Marta Herford

Eingabedatum: 13.03.2026

Werkabbildung
Bild: Nazanin Noori, THE ECHO OF PROTEST IS DISTANT TO THE PROTEST, Ausstellungsansicht, CCA Berlin, 2024, © die Künstlerin, Foto: Diana Pfammatter/CCA Berlin
Die Ausstellung präsentiert die drei ars viva-Preisträger*innen 2026 und richtet damit den Blick auf eine junge Generation von Künstler*innen. Die eigens für die Schau entwickelten Beiträge kommentieren auf unterschiedliche und eindrückliche Weise kulturelle, gesellschaftliche und politische Verflechtungen.

Ryan Cullen thematisiert in seinen Malereien und Skulpturen politische und ideologische Strukturen. Nazanin Noori setzt sich mit der Verbindung von Architektur, Skulptur und Klang auseinander und schafft multisensorische Erzählungen, in denen sich interkulturelle poetische und musikalische Quellen verbinden. Prateek Vijan untersucht, wem zu welchen Systemen Zugang gewährt wird und auf welche Weise. Mit seinen Installationen konfrontiert er die Besuchenden mit Situationen von Ausgrenzung und Barrieren, die er räumlich erfahrbar macht.

Den ars viva-Preis für Bildende Kunst vergibt der Kulturkreis jährlich seit 1953 an herausragende junge, in Deutschland lebende Künstler*innen unter 35 Jahren. Das Marta Herford ist die erste mehrerer Ausstellungsstationen.

In Kooperation mit dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft

14.03. - 25.05.2026

Marta Herford

Goebenstraße 2–10, 32052 Herford

https://www.marta-herford.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Positionen der *ars viva*-Preisträger*innen 2026 spiegeln prägnant die aktuellen Tendenzen einer diskursorientierten zeitgenössischen Kunst wider, in der formale Mediengrenzen zugunsten gesellschaftspolitischer Analysen aufgelöst werden. Ryan Cullen überführt die klassischen Gattungen Malerei und Skulptur in eine postkonzeptionelle Kritik politischer und ideologischer Machtstrukturen. Nazanin Noori steht mit ihrer Synthese aus Klang, Architektur und Skulptur für den gegenwärtigen Paradigmenwechsel hin zu immersiven, multisensorischen Raumerfahrungen, die komplexe interkulturelle Narrative verhandeln. Prateek Vijan verortet sich mit seinen Installationen in der Tradition der Institutionskritik und spatialen Soziologie, indem er systemische Exklusion und Zugangsbeschränkungen physisch erfahrbar macht. Gemeinsam illustrieren diese Ansätze das Selbstverständnis einer jungen Künstlergeneration, die den Ausstellungsraum nicht als reinen Betrachtungsort, sondern als aktiven Resonanzraum für intersektionale, räumliche und soziale Verflechtungen begreift.
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