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Tohé Commaret. PONTOPREIS MMK 2026

07.03. - 31.05.2026 | ZOLLAMT MMK, Frankfurt am Main

Eingabedatum: 02.03.2026

Werkabbildung
Courtesy MMK Frankfurt/Tohé Commaret
Ein Festsaal mit ionischen Säulen, billigen Kronleuchtern, großen runden Tischen mit cremefarbenen Tischdecken und Stühlen, die mit Hussen überzogen sind. Es ist der Tag danach und zugleich der Morgen davor. Es ist die undefinierbare Zeit zwischen den Ereignissen – die Zeit, in der alles passieren kann.

Tohé Commaret zeigt unterschiedliche Generationen, die sich zwischen verschiedenen Realitäten und Kulturen an den gesellschaftlichen Rändern bewegen. Selbstbestimmt und selbstbewusst, zugleich getrieben, verunsichert und fragend agieren die Protagonistinnen. Ihre subjektiven Blickregime strukturieren die Erzählungen und führen durch eine fremde und aufgeladene, wie melancholische Gegenwart. So entstehen vermeintlich generische Bildwelten mit vielschichtigen Szenerien zu Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Klasse.

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung hat Tohé Commaret (* 1992 in Vitry-sur-Seine, Frankreich), Trägerin des PONTOPREIS MMK 2026, eine neue filmische Arbeit für das ZOLLAMTMMK geschaffen. Der PONTOPREIS MMK wird alle zwei Jahre von der Jürgen Ponto-Stiftung vergeben, in Zusammenarbeit mit dem MUSEUMMMKFÜR MODERNE KUNST.

07.03. - 31.05.2026

ZOLLAMT MMK, Frankfurt am Main

Domstraße 3, 60311 Frankfurt am Main

https://www.mmk.art

Presse

Kontext

Einordnung:
Tohé Commarets filmisches Werk schreibt sich in die Tradition eines zeitgenössischen, sozialkritischen Realismus ein, der die Grenzen zwischen Dokumentation und inszenierter Melancholie verwischt. Durch die Wahl liminaler Räume – etwa generische Festsäle als „Nicht-Orte“ im Sinne Marc Augés – thematisiert sie die Prekarität und Liminalität von Identität, Klasse und Zugehörigkeit in postmigrantischen Gesellschaften. Ihr Einsatz subjektiver „Blickregime“ bricht dabei mit voyeuristischen Konventionen und rückt die Selbstbehauptung marginalisierter Protagonistinnen in den Fokus. In der Nachfolge filmischer Dekonstruktionen verhandelt Commaret so die psychologische Aufladung des Alltäglichen und stellt existenzielle Fragen nach dem Status Quo an den Rändern der Gegenwart.
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