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Zeichenräume

07.03. - 16.08.2026 | Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach

Eingabedatum: 03.03.2026

Werkabbildung
Monika Bartholomé, Berliner Zimmer, 2021, Tusche und Acryl auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Claudia Busching
In der Ausstellung Zeichenräume sind Werke von neun internationalen Künstlerinnen zu sehen, die die Zeichnung in den Raum führen und versuchen, die Grenzen zwischen Fläche und Raum aufzulösen. Monika Bartholomé, Claudia Busching, Kati Gausmann, Betina Kuntzsch, Angela Lubič, Katja Pudor, Kamilla Szíj, Jolanta Wagner und Julia Ziegler schaffen Werke, die den Raum auf vielfältige Weise zeichnerisch erobern und das Verständnis von Zeichnung neu definieren. Von klassischen Linien bis hin zu digitalen Animationen, mal als feine Wandzeichnung, mal als Papierbahn im Raum, entfaltet sich eine breite Palette künstlerischer Ausdrucksformen. Die Zeichnung wird dabei nicht nur als Spur oder Linie verstanden, sondern als raumgreifender Prozess, der Bewegung, Material und Licht einbezieht. So entstehen Arbeiten, die über das Papier hinausgehen, den Raum durchdringen und ihn zu einem Teil der Zeichnung werden lassen.

Die Ausstellung lädt zum Dialog zwischen Künstlerinnen und Besucher*innen, zwischen Atelier und Öffentlichkeit, Intimität und Begegnung ein. Sie eröffnet einen Raum für Wahrnehmung und Austausch, in dem Zeichnung als lebendiges und offenes Medium erfahrbar wird – sensibel, körperlich und unmittelbar.

Begleitet wird das Projekt durch einen dokumentarischen Film von Claudia Busching. Ein Katalog zur Ausstellung erscheint im April/Mai 2026.

07.03.2026 - 16.08.2026


Kunstmuseum Villa Zanders

Konrad-Adenauer-Platz 8, 51465 Bergisch Gladbach

https://villa-zanders.de/

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung „Zeichenräume“ verortet sich im kunsthistorischen Diskurs der „erweiterten Zeichnung“, bei dem das Medium das zweidimensionale Substrat verlässt und zur raumgreifenden Installation avanciert. Die neun Künstlerinnen, darunter Monika Bartholomé und Jolanta Wagner, lösen die traditionelle Grenze zwischen Fläche und Architektur auf, indem sie klassische Linienführung mit digitalen Animationen und materiellen Interventionen verknüpfen. Dieser prozesshafte Ansatz stellt die Arbeiten in die Tradition der Konzeptkunst und Minimal Art, wobei die Linie als körperliche Spur und skulpturale Geste fungiert. Durch die Integration von Licht und Bewegung wird der Raum selbst zum aktiven Bildträger. Dies definiert die Zeichnung als dynamisches, performatives Medium, das die statische Objektshaftigkeit zugunsten einer multidimensionalen Erfahrung überwindet.
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