Colour Crush
21.03.2026 - 07.06.2026 | Kunsthalle Nürnberg, Nürnberg
Eingabedatum: 17.03.2026

Vom 21. März bis 7. Juni 2026 zeigt die Kunsthalle Nürnberg die Ausstellung Colour Crush, in der zwölf zeitgenössische künstlerische Positionen das Medium Farbe in den Mittelpunkt stellen. Die von Dr. Anne Schloen und Dr. Harriet Zilch kuratierte Ausstellung widmet sich der Farbe als eigenständigem künstlerischem Medium, das Raum, Wahrnehmung und Emotion prägt. In den acht Oberlichtsälen der Kunsthalle Nürnberg werden historische und aktuelle Positionen zusammengeführt, um Farbe nicht nur als visuelles, sondern als materielles, raumbildendes und sinnlich erfahrbares Phänomen zu untersuchen.
Farbe steht in der neuen Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg im Zentrum – nicht nur als visuelles Phänomen, sondern als eigenständiges gestalterisches Medium. Farbe ist mehr als Oberfläche: Sie besitzt Materialität, reflektiert und erzeugt Licht und steht in unmittelbarer Wechselwirkung mit Raum und Architektur. In Colour Crush erscheint Farbe als raumbildendes Stilmittel: Sie prägt Atmosphären, beeinflusst Wahrnehmungsprozesse und kann emotionale Reaktionen auslösen. Zugleich verweist Farbe auf kulturelle Bedeutungen, symbolische Kontexte und historische Traditionen. In einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt setzt Colour Crush bewusst auf das unmittelbare, sinnliche Erleben von Farbe und macht ihre körperliche Präsenz und emotionale Wirkung im Raum erfahrbar.
Farbe als Material unterscheidet sich grundlegend von einer rein optischen Erscheinung. Erst durch ihre konkrete Anwendung – Pigmente, Trägermaterialien, Lichtquellen und räumliche Kontexte – wird sie zum bestimmenden Medium, das Bedeutung erzeugt. In der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wird Farbe zunehmend als eigenständige Ausdruckskraft verstanden. Rupprecht Geiger (1908–2009) steht exemplarisch für diese Entwicklung: In seinem Werk wird Farbe als autonome Präsenz, durch intensive Leuchtkraft und räumliche Präsenz erfahrbar.
Die für Colour Crush aus dem Archiv Geiger, München entliehenen Arbeiten aus den Jahren 1969 bis 2005 bilden den Resonanzboden für aktuelle künstlerische Positionen. Während Rupprecht Geiger Farbe überwiegend im monochromen Feld und ohne figurative Bezüge als unmittelbare Erfahrung einsetzt, arbeiten die eingeladenen zeitgenössischen Künstler*innen mit einer Vielfalt an Medien und Materialien. Pastose Farbschichtungen, raumgreifende Installationen, Glasarbeiten, gebatikte Seidenstoffe oder Neon-Arbeiten zeigen, wie Farbe heute eingesetzt wird, um Räume zu strukturieren, Wahrnehmung zu lenken und Atmosphären zu erzeugen. Zahlreiche Arbeiten wurden ortsspezifisch entwickelt und reagieren unmittelbar auf die Architektur der acht Oberlichtsäle der Kunsthalle Nürnberg.
Die Werke von Kirstin Arndt, Rana Begum, Matti Braun, Sophie Herz, Erika Hock, Franziska Holstein, Christof John, Schirin Kretschmann, Zora Kreuzer, Sebastian Kuhn und Kai Schiemenz untersuchen Farbe als Substanz, Lichtträger und raumbildendes Element. Sie zeigen, wie Farbe zwischen materieller Präsenz und atmosphärischer Wirkung vermittelt und dabei sowohl sinnlich erfahrbar als auch konzeptuell präzise eingesetzt werden kann. Gemeinsam eröffnen die Arbeiten unterschiedliche Perspektiven auf Farbe als aktiven Bestandteil künstlerischer Produktion. Der Ausstellungstitel spielt dabei zugleich auf die intensive Verdichtung von Farbe und auf ihre unmittelbare emotionale Wirkung an – ein visueller wie emotionaler Colour Crush.
Farbe steht in der neuen Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg im Zentrum – nicht nur als visuelles Phänomen, sondern als eigenständiges gestalterisches Medium. Farbe ist mehr als Oberfläche: Sie besitzt Materialität, reflektiert und erzeugt Licht und steht in unmittelbarer Wechselwirkung mit Raum und Architektur. In Colour Crush erscheint Farbe als raumbildendes Stilmittel: Sie prägt Atmosphären, beeinflusst Wahrnehmungsprozesse und kann emotionale Reaktionen auslösen. Zugleich verweist Farbe auf kulturelle Bedeutungen, symbolische Kontexte und historische Traditionen. In einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt setzt Colour Crush bewusst auf das unmittelbare, sinnliche Erleben von Farbe und macht ihre körperliche Präsenz und emotionale Wirkung im Raum erfahrbar.
Farbe als Material unterscheidet sich grundlegend von einer rein optischen Erscheinung. Erst durch ihre konkrete Anwendung – Pigmente, Trägermaterialien, Lichtquellen und räumliche Kontexte – wird sie zum bestimmenden Medium, das Bedeutung erzeugt. In der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wird Farbe zunehmend als eigenständige Ausdruckskraft verstanden. Rupprecht Geiger (1908–2009) steht exemplarisch für diese Entwicklung: In seinem Werk wird Farbe als autonome Präsenz, durch intensive Leuchtkraft und räumliche Präsenz erfahrbar.
Die für Colour Crush aus dem Archiv Geiger, München entliehenen Arbeiten aus den Jahren 1969 bis 2005 bilden den Resonanzboden für aktuelle künstlerische Positionen. Während Rupprecht Geiger Farbe überwiegend im monochromen Feld und ohne figurative Bezüge als unmittelbare Erfahrung einsetzt, arbeiten die eingeladenen zeitgenössischen Künstler*innen mit einer Vielfalt an Medien und Materialien. Pastose Farbschichtungen, raumgreifende Installationen, Glasarbeiten, gebatikte Seidenstoffe oder Neon-Arbeiten zeigen, wie Farbe heute eingesetzt wird, um Räume zu strukturieren, Wahrnehmung zu lenken und Atmosphären zu erzeugen. Zahlreiche Arbeiten wurden ortsspezifisch entwickelt und reagieren unmittelbar auf die Architektur der acht Oberlichtsäle der Kunsthalle Nürnberg.
Die Werke von Kirstin Arndt, Rana Begum, Matti Braun, Sophie Herz, Erika Hock, Franziska Holstein, Christof John, Schirin Kretschmann, Zora Kreuzer, Sebastian Kuhn und Kai Schiemenz untersuchen Farbe als Substanz, Lichtträger und raumbildendes Element. Sie zeigen, wie Farbe zwischen materieller Präsenz und atmosphärischer Wirkung vermittelt und dabei sowohl sinnlich erfahrbar als auch konzeptuell präzise eingesetzt werden kann. Gemeinsam eröffnen die Arbeiten unterschiedliche Perspektiven auf Farbe als aktiven Bestandteil künstlerischer Produktion. Der Ausstellungstitel spielt dabei zugleich auf die intensive Verdichtung von Farbe und auf ihre unmittelbare emotionale Wirkung an – ein visueller wie emotionaler Colour Crush.
21.03.2026 - 07.06.2026
Kunsthalle Nürnberg, Nürnberg
Lorenzer Straße 32, 90402 Nürnberg
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung schreibt die kunsthistorische Emanzipation der Farbe fort, die im 20. Jahrhundert in der Farbfeldmalerei und der Konkreten Kunst ihren entscheidenden Durchbruch feierte. Mit Rupprecht Geiger als historischem Anker wird eine Tradition aufgerufen, die Farbe als autonomen, raumbildenden Wert ohne figürliche Bezüge begreift. Darauf aufbauend vollziehen die zeitgenössischen Positionen – exemplarisch vertreten durch Künstler*innen wie Rana Begum, Matti Braun oder Schirin Kretschmann – den konsequenten Schritt von der zweidimensionalen Fläche in den dreidimensionalen Raum. Durch ein erweitertes mediales Spektrum, das haptisch-pastose Malerei, leuchtende Neon-Objekte, Glasarbeiten und Textilien umfasst, wird Farbe im Sinne einer phänomenologischen Kunstbetrachtung physisch und architektonisch erfahrbar. Diese ortsspezifischen Ansätze verbinden Anleihen an die Minimal Art und die *Light and Space*-Bewegung mit einem hochaktuellen Diskurs: Sie inszenieren die materielle Substanz und sinnliche Körperlichkeit der Farbe als bewussten Gegenentwurf zur flachen Dematerialisierung unserer digitalisierten Gegenwart.







