It’s not about nothing. Episode 2
04.07. - 18.10.2026 | Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
Eingabedatum: 07.07.2026

In einem großen Ausstellungsprojekt mit 18 Positionen beschäftigt sich die GfZK – Galerie für Zeitgenössische Kunst mit künstlerischen Praktiken im Feld des Dokumentarischen. Zu sehen sind Arbeiten von etablierten und jungen sowie internationalen und lokalen Künstler*innen. Die Ausstellung entwickelt sich in zwei Episoden und bespielt beide Häuser der GfZK.
Die in Episode 2 (4.7.–18.10.26) präsentierten Arbeiten befragen Bildarchive als Orte des Widerstands und der Annäherung an verschüttete Geschichten. Vorgefundene Fotografien und Filmdokumente, analoge und digitale Archive werden zum Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit Freiheitskämpfen und Exil, Identität und Subkultur. Die Künstler*innen entwickeln unterschiedliche Strategien im Umgang mit Bildmedien und erproben die Montage als erzählerisches Mittel. Sie werfen Schlaglichter auf besondere historische Momente und Ereignisse der Gegenwart: die Unabhängigkeitstage von Ländern in Asien, Afrika und dem Nahen Osten, migrantische Kämpfe in der BRD der 1980er Jahre, die Revolutionen im Iran und die junge ostdeutsche Hardtekk-Szene.
Im GfZK Altbau ist weiterhin It’s not about nothing. Episode 1 (22.5.26–27.6.27) zu sehen. Darin befragen die präsentierten Künstler*innen mit dokumentarischen Mitteln das Sichtbare. Sie führen uns an unterschiedliche Orte: eine NS-Festungsanlage im Süden Frankreichs oder eine Tomatenplantage in Apulien, eine Plattenbausiedlung in Halle oder das Innere der Freiheitsstatue in New York, ein Verlagsgebäude in Sarajewo oder einen Platz in Bratislava. Sie erzählen von Krieg und Exil, von Spuren der Geschichte in der Gegenwart, von Ordnungssystemen und Medienereignissen, von Kämpfen um Sichtbarkeit und von Momenten der Ohnmacht und der Solidarität.
Der Ausstellungstitel It’s not about nothing ist einer Collage von Maya Schweizer entlehnt. Darin verfährt sie mit Wörtern ähnlich wie mit Bildern, zerschneidet und überklebt sie und bringt sie in verschiedene Sinnzusammenhänge.
Mit Arbeiten von Azra Akšamija, Eric Baudelaire, Margret Hoppe, Sharon Lockhart, Christian Nyampeta, Marcel Odenbach, Artūras Raila, Natascha Sadr Haghighian, Michael Scheffer, Maya Schweizer, Shirana Shahbazi, Andrzej Steinbach und Anna Witt aus der Sammlung der GfZK sowie Leihgaben von Clemens von Wedemeyer
Kuratiert von Franciska Zólyom mit Sabine Weier und Hanar Hupka
Die in Episode 2 (4.7.–18.10.26) präsentierten Arbeiten befragen Bildarchive als Orte des Widerstands und der Annäherung an verschüttete Geschichten. Vorgefundene Fotografien und Filmdokumente, analoge und digitale Archive werden zum Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit Freiheitskämpfen und Exil, Identität und Subkultur. Die Künstler*innen entwickeln unterschiedliche Strategien im Umgang mit Bildmedien und erproben die Montage als erzählerisches Mittel. Sie werfen Schlaglichter auf besondere historische Momente und Ereignisse der Gegenwart: die Unabhängigkeitstage von Ländern in Asien, Afrika und dem Nahen Osten, migrantische Kämpfe in der BRD der 1980er Jahre, die Revolutionen im Iran und die junge ostdeutsche Hardtekk-Szene.
Im GfZK Altbau ist weiterhin It’s not about nothing. Episode 1 (22.5.26–27.6.27) zu sehen. Darin befragen die präsentierten Künstler*innen mit dokumentarischen Mitteln das Sichtbare. Sie führen uns an unterschiedliche Orte: eine NS-Festungsanlage im Süden Frankreichs oder eine Tomatenplantage in Apulien, eine Plattenbausiedlung in Halle oder das Innere der Freiheitsstatue in New York, ein Verlagsgebäude in Sarajewo oder einen Platz in Bratislava. Sie erzählen von Krieg und Exil, von Spuren der Geschichte in der Gegenwart, von Ordnungssystemen und Medienereignissen, von Kämpfen um Sichtbarkeit und von Momenten der Ohnmacht und der Solidarität.
Der Ausstellungstitel It’s not about nothing ist einer Collage von Maya Schweizer entlehnt. Darin verfährt sie mit Wörtern ähnlich wie mit Bildern, zerschneidet und überklebt sie und bringt sie in verschiedene Sinnzusammenhänge.
Mit Arbeiten von Azra Akšamija, Eric Baudelaire, Margret Hoppe, Sharon Lockhart, Christian Nyampeta, Marcel Odenbach, Artūras Raila, Natascha Sadr Haghighian, Michael Scheffer, Maya Schweizer, Shirana Shahbazi, Andrzej Steinbach und Anna Witt aus der Sammlung der GfZK sowie Leihgaben von Clemens von Wedemeyer
Kuratiert von Franciska Zólyom mit Sabine Weier und Hanar Hupka
04.07.2026 - 18.10.2026
Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9–11, 04107 Leipzig
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung verortet sich präzise im „Documentary Turn“ und dem „Archival Impulse“ (Hal Foster) der zeitgenössischen Kunst, in denen das Archiv nicht als neutraler Speicher, sondern als diskursiver Raum verstanden wird. Konzeptuelle Positionen wie jene von Marcel Odenbach, Clemens von Wedemeyer oder Natascha Sadr Haghighian nutzen analoge wie digitale Bildarchive und Found Footage als Ausgangsmaterial für eine kritische Re-Lektüre der Historie. Mittels Techniken der Aneignung, der Collage und der filmischen Montage – exemplarisch im Werk von Maya Schweizer – werden lineare Erzählweisen aufgebrochen, um hegemoniale Geschichtsbilder zu dekonstruieren. Inhaltlich spannt sich so ein globaler Bogen von postkolonialen Freiheitskämpfen über Migration bis zur Subkultur, der marginalisierte Gegengeschichten (Counter-Memory) freilegt. Die künstlerische Praxis transformiert das Dokumentarische dabei von einer objektiven Behauptung in eine aktive Wissensproduktion, die Erinnerungskultur unweigerlich mit drängenden geopolitischen Fragen der Gegenwart und dem Kampf um Repräsentation verknüpft.





