Jaume Plensa. Invisible
26.06. - 01.11.2026 | Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg
Eingabedatum: 24.06.2026

Jaume Plensa findet seine Modelle auf der ganzen Welt. Im Zentrum seines Schaffens steht dabei der Mensch – insbesondere die weibliche Figur. Die Ausstellung bringt rund 50 eindrucksvolle Frauenporträts ins MKM und eröffnet einen faszinierenden Einblick in das Werk eines Künstlers, dessen Arbeiten Menschen weltweit berühren.
International bekannt wurde Plensa durch seine monumentalen Arbeiten im öffentlichen Raum, die seit mehr als zwei Jahrzehnten auf allen Kontinenten zu sehen sind. Zu seinen jüngsten Höhepunkten zählt das Project „Secret Garden“, das im Sommer 2025 anlässlich der Salzburger Festspiele auf dem Residenzplatz in Salzburg präsentiert wurde. In Deutschland realisierte er unter anderem die Großskulpturen „Laurelle“ (2024) in Bonn Bad-Godesberg, „Body of Knowledge“ (2010) in Frankfurt am Main und „Gläserne Seele“ (2000) in Potsdam.
Heute gilt Jaume Plensa als einer der bedeutendsten universellen Künstler der Gegenwart. Bereits vor dem Museum empfängt die Besucherinnen und Besucher des Museums die monumentale Skulptur „Flora“ (2021). Ein weiterer Höhepunkt erwartet sie im Siloraum mit „Invisible Anna“ (2018): Ein großer transparenter Kopf aus Edelstahlstäben entfaltet hier eine ebenso kraftvolle wie poetische Präsenz und beherrscht den Raum mit seiner stillen Ausstrahlung.
„Jeder Mensch ist ein ‚Ort‘. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind, jeder ältere Mensch ist ein bewohnbarer Raum, bewegt und sich entfaltend; ein ‚Ort‘ in der Zeit, in der Geographie, in Volumen und in Farbe. Ganze Städte gebaut aus Körpern, die sich wie Türen öffnen und schließen. Flackernde Lichter. Immer wenn ein Mensch stirbt, schließt sich ein Haus und ein ‚Ort‘ geht verloren. Meine Arbeit ist ihr Gedächtnis. Die eingefrorene Fixierung so vieler, vieler Körper, die sich entfalten und in der Flüchtigkeit des Lichts verschwinden. Mein Werk ist ihre Verkörperung.“
Die Werke Plensas sind gleichermaßen rätselhaft wie inspirierend. Sie laden zur Kontemplation über Identität, Schönheit, Vergänglichkeit und menschliche Verbundenheit ein. Der Schriftsteller Clemens J. Setz fasst die Wirkung der Arbeiten in seinem Essay für die begleitende Publikation prägnant zusammen:
„Vor ihnen stehend, bleiben wir allein mit uns selbst, und das nicht eingeschüchtert oder unerfüllt, sondern beschenkt und eigentümlich erhöht.“
International bekannt wurde Plensa durch seine monumentalen Arbeiten im öffentlichen Raum, die seit mehr als zwei Jahrzehnten auf allen Kontinenten zu sehen sind. Zu seinen jüngsten Höhepunkten zählt das Project „Secret Garden“, das im Sommer 2025 anlässlich der Salzburger Festspiele auf dem Residenzplatz in Salzburg präsentiert wurde. In Deutschland realisierte er unter anderem die Großskulpturen „Laurelle“ (2024) in Bonn Bad-Godesberg, „Body of Knowledge“ (2010) in Frankfurt am Main und „Gläserne Seele“ (2000) in Potsdam.
Heute gilt Jaume Plensa als einer der bedeutendsten universellen Künstler der Gegenwart. Bereits vor dem Museum empfängt die Besucherinnen und Besucher des Museums die monumentale Skulptur „Flora“ (2021). Ein weiterer Höhepunkt erwartet sie im Siloraum mit „Invisible Anna“ (2018): Ein großer transparenter Kopf aus Edelstahlstäben entfaltet hier eine ebenso kraftvolle wie poetische Präsenz und beherrscht den Raum mit seiner stillen Ausstrahlung.
„Jeder Mensch ist ein ‚Ort‘. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind, jeder ältere Mensch ist ein bewohnbarer Raum, bewegt und sich entfaltend; ein ‚Ort‘ in der Zeit, in der Geographie, in Volumen und in Farbe. Ganze Städte gebaut aus Körpern, die sich wie Türen öffnen und schließen. Flackernde Lichter. Immer wenn ein Mensch stirbt, schließt sich ein Haus und ein ‚Ort‘ geht verloren. Meine Arbeit ist ihr Gedächtnis. Die eingefrorene Fixierung so vieler, vieler Körper, die sich entfalten und in der Flüchtigkeit des Lichts verschwinden. Mein Werk ist ihre Verkörperung.“
Die Werke Plensas sind gleichermaßen rätselhaft wie inspirierend. Sie laden zur Kontemplation über Identität, Schönheit, Vergänglichkeit und menschliche Verbundenheit ein. Der Schriftsteller Clemens J. Setz fasst die Wirkung der Arbeiten in seinem Essay für die begleitende Publikation prägnant zusammen:
„Vor ihnen stehend, bleiben wir allein mit uns selbst, und das nicht eingeschüchtert oder unerfüllt, sondern beschenkt und eigentümlich erhöht.“
26.06. - 01.11.2026
Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg
Philosophenweg 55, 47051 Duisburg
Presse
Kontext
Einordnung:Jaume Plensas Werk positioniert sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Monumentalplastik und konzeptueller Poesie. Im Zentrum seines Schaffens steht ein zutiefst humanistisches Menschenbild, das er – vornehmlich durch die weibliche Form – als universelles Symbol für Identität, Erinnerung und globale Verbundenheit inszeniert. Technisch erweitert Plensa die traditionelle Bildhauerei durch eine bewusste Entmaterialisierung des Volumens: Arbeiten wie der aus Edelstahlstäben geformte Kopf „Invisible Anna“ nutzen Transparenz und Lichtraumbildung, um die physikalische Schwere der Skulptur aufzuheben. Kunsthistorisch überführt er damit die klassische figurative Plastik in immaterielle, kontemplative Reflexionsräume. Seine weltweit präsenten Großskulpturen fungieren als demokratische Monumente einer globalisierten Gegenwart, die keine historische Machtmaßstäbe, sondern die fragile Vergänglichkeit und die innere Topographie des Individuums zelebrieren.






