Cihan Çakmak. like a warrior
12.07. - 08.11.2026 | Museum Morsbroich, Leverkusen
Eingabedatum: 15.07.2026

Das Museum Morsbroich zeigt in seinem 75. Jubiläumsjahr die erste museale Einzelausstellung von Cihan Çakmak (*1993, lebt und arbeitet in Berlin und Lissabon). In verschiedenen Medien – Fotografie, Video, Sound, Text und Zeichnung – verwebt sie Fragmente persönlicher Erfahrungen mit kollektiven Erinnerungsräumen und verhandelt Fragen nach Identität, transgenerationalen Traumata und feministischer Selbstbehauptung. Selbstinszenierung wird bei Cihan Çakmak dabei zum Werkzeug der Selbstermächtigung und zum Ort gesellschaftlicher Aushandlung, der Reflexion und des Widerstands – Sich Zeigen zum Akt der Rebellion.
Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog, unterstützt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung im Rahmen des Förderpreises »Kataloge für junge Künstler*innen«.
Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog, unterstützt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung im Rahmen des Förderpreises »Kataloge für junge Künstler*innen«.
12.07. - 08.11.2026
Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Straße 80, 51377 Leverkusen
Presse
Kontext
Einordnung:Cihan Çakmaks multimediale Praxis – eine Synthese aus Fotografie, Video, Sound, Text und Zeichnung – verortet sich in der Tradition der feministischen Konzept- und Performancekunst seit den 1970er Jahren, aktualisiert diese jedoch für gegenwärtige, globale Diskurse. Wenn sie die Selbstinszenierung als Werkzeug der Ermächtigung nutzt, knüpft sie konzeptuell an Pionierinnen wie Cindy Sherman oder Valie Export an, überführt den eigenen Körper jedoch in einen spezifisch intersektionalen Aushandlungsort. Die medienübergreifende Verwebung persönlicher Erfahrungen mit kollektiven Erinnerungsräumen zur Bearbeitung transgenerationaler Traumata spiegelt zudem das kulturwissenschaftliche Paradigma der „Postmemory“ wider. Çakmak löst damit die historische Parole „Das Private ist politisch“ zeitgemäß ein: Ihre Ästhetik macht das radikale „Sich-Zeigen“ zu einem Akt des gesellschaftlichen Widerstands und positioniert ihr Werk prägnant im aktuellen Kanon einer identitätskritisch informierten Gegenwartskunst.





