Paul Mpagi Sepuya
01.07. - 04.10.2026 | Sprengel Museum Hannover
Eingabedatum: 29.06.2026

Mit „Paul Mpagi Sepuya. Im Blick des Begehrens“ präsentiert das Sprengel Museum Hannover vom 1. Juli bis 4. Oktober 2026 die erste größere museale Einzelausstellung des US-amerikanischen Fotografen Paul Mpagi Sepuya (*1982, San Bernardino, Kalifornien) in Deutschland. Die Ausstellung gewährt einen umfassenden Einblick in ein Werk, das das fotografische Porträt grundlegend befragt und erweitert. Mit mehr als 90 Werken aus rund zwei Jahrzehnten bietet die Ausstellung einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von Sepuyas künstlerischer Praxis.
Paul Mpagi Sepuya gehört zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen Fotografie. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Porträt, Inszenierung und Reflexion des fotografischen Mediums. Aus einer Schwarzen und queeren Perspektive heraus hinterfragt er die Bedingungen fotografischer Sichtbarkeit und die Beziehung zwischen Fotografierenden, Porträtierten und Betrachtenden. Die gemeinsam mit dem Fotomuseum Winterthur entwickelte Ausstellung versammelt frühe und aktuelle Werkgruppen sowie Materialien aus dem persönlichen Archiv des Künstlers. Anstelle einer chronologischen Ordnung entfaltet sich die Präsentation entlang zentraler Orte seiner fotografischen Praxis: dem Studio als Raum gemeinsamer Bildproduktion, dem Dark Room als ambivalenter Erfahrungsraum zwischen fotografischer Dunkelkammer und Orten queerer Begegnung sowie dem Archiv als Speicher sozialer Beziehungen und visueller Erinnerung.
Im Mittelpunkt steht Sepuyas Interesse, Fotografie nicht als Abbild, sondern als beziehungsreichen Prozess zu begreifen. Der Künstler beschreibt dieses Anliegen als Versuch, „über die Strukturen von Fotografie, Porträtkunst und queerer Sozialität auf neue Weise nachzudenken“ sowie „Schwarzsein und Dunkelheit als einen Ort zu verstehen, von dem und in den man blickt“.
Paul Mpagi Sepuya gehört zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen Fotografie. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Porträt, Inszenierung und Reflexion des fotografischen Mediums. Aus einer Schwarzen und queeren Perspektive heraus hinterfragt er die Bedingungen fotografischer Sichtbarkeit und die Beziehung zwischen Fotografierenden, Porträtierten und Betrachtenden. Die gemeinsam mit dem Fotomuseum Winterthur entwickelte Ausstellung versammelt frühe und aktuelle Werkgruppen sowie Materialien aus dem persönlichen Archiv des Künstlers. Anstelle einer chronologischen Ordnung entfaltet sich die Präsentation entlang zentraler Orte seiner fotografischen Praxis: dem Studio als Raum gemeinsamer Bildproduktion, dem Dark Room als ambivalenter Erfahrungsraum zwischen fotografischer Dunkelkammer und Orten queerer Begegnung sowie dem Archiv als Speicher sozialer Beziehungen und visueller Erinnerung.
Im Mittelpunkt steht Sepuyas Interesse, Fotografie nicht als Abbild, sondern als beziehungsreichen Prozess zu begreifen. Der Künstler beschreibt dieses Anliegen als Versuch, „über die Strukturen von Fotografie, Porträtkunst und queerer Sozialität auf neue Weise nachzudenken“ sowie „Schwarzsein und Dunkelheit als einen Ort zu verstehen, von dem und in den man blickt“.
01.07.2026 - 04.10.2026
Sprengel Museum
Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover
Presse
Kontext
Einordnung:Paul Mpagi Sepuyas Werk verortet sich in der zeitgenössischen konzeptuellen Fotografie und steht in der Tradition einer postmodernen Dekonstruktion des klassischen Porträts. Indem er Fotografie nicht als objektives Abbild, sondern als performativen und beziehungsreichen Prozess begreift, bricht er die traditionelle Machtdynamik zwischen Autor, Subjekt und Betrachter auf. Seine Praxis verknüpft fotografische Dispositive – wie das Studio oder den doppeldeutigen „Dark Room“ – untrennbar mit Diskursen der Queer Theory und der Black Studies, wodurch technische in soziale Räume marginalisierter Intimität umcodiert werden. Im größeren kunsthistorischen Kontext reiht sich Sepuya damit in eine institutionskritische Bildpraxis ein, die den historisch gewachsenen, oft *weißen* und heteronormativen Blick des westlichen Kunstkanons subvertiert. Seine bewusste Setzung von Dunkelheit und Schwarzsein als aktiven, ermächtigenden Raum des Sehens formuliert so einen radikalen Gegenentwurf zur klassischen, auf Ausleuchtung und Kontrolle basierenden Repräsentationspolitik des Mediums.









